Migration

Menschen weltweit unterwegs

Zugvögel / Foto: Wikimedia/Merops
Zugvögel / Foto: Wikimedia/Merops


Die Zahl der Menschen in Bewegung wächst. 232 Millionen Migranten zählten die Vereinten Nationen im Jahr 2013. Das sind 3,2 Prozent der Weltbevölkerung. 1990 waren es noch 154 Millionen.

Neben wirtschaftlichen und persönlichen Motiven gehören regionale Krisen, aber zunehmend auch Klimaveränderungen zu den Migrationsursachen. Dabei wandern mehr Menschen von einem Land des Südens in ein anderes Südland, als vom Süden in den Norden. Europa ist die beliebteste Zielregion und Deutschland in der Liste der Staaten sogar an dritter Stelle nach den USA und Russland.

Damit die Potenziale der Migration für die Herkunfts- und die Zielländer, vor allem aber auch für die Menschen und ihre individuellen Lebensentwürfe fruchtbar werden können, bedarf es einer umfassenden Migrationspolitik. Diese kann am besten in Abstimmung mit den jeweiligen Herkunfts- und Nachbarländern entwickelt werden.

Ein Einwanderungsland zu sein bedeutet für Deutschland einerseits, die humanitäre Verantwortung für Flüchtlinge anzunehmen und Flüchtlingspolitik so zu gestalten, dass auch Chancen daraus entstehen können. Andererseits gehört dazu auch das aktive Bemühen um Fachkräfte in dem Bewusstsein, dass dadurch letztlich auch die gesellschaftliche Vielfalt zunimmt.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung führt zahlreiche internationale Projekte zur Migration durch und gibt auch in Deutschland Impulse in migrations- und integrationspolitischen Debatten. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Zuwanderer mit ihren Kompetenzen und Lebensgeschichten ein integraler Bestandteil dieser Gesellschaft sind.

Publikationen

Zwischen Gesetz und Evangelium – Überlegungen zu einer christlichen Flüchtlingsethik

Anders als man auf den ersten Blick vermutet, gibt es keine ausgearbeitete christliche Flüchtlingsethik. Acht Prinzipien können aus christlicher Perspektive der Orientierung dienen. Dazu gehören eine realistische Wahrnehmung der Wirklichkeit, das Wissen um die Grenzen der Belastbarkeit, das Spannungsfeld von religiösen Anspruch und politisch Machbarem, die Frage der Barmherzigkeit als politischer Kategorie. Zentral ist die Erkenntnis, dass Politik für realistische Hoffnungen werben und an ihnen arbeiten muss, um eine Verständigung über gemeinsame Überzeugungen und Lebensstile zu erhalten. Stephan Schaede, Analysen und Argumente, 24. Feb. 2017 mehr...

Es gibt keine pauschale Gewaltneigung bei Nordafrikanern

Werden Nordafrikaner häufiger straffällig?
Junge Nordafrikaner stehen immer wieder wegen Gewaltdelikten in den Schlagzeilen. Reicht das, um von einer statistischen Gewaltauffälligkeit junger Marokkaner, Algerier und Tunesier zu sprechen? Andreas Jacobs, 26. Jan. 2017 mehr...

Integrationspolitik in Österreich

Österreich hat im Jahr 2015 nach Schweden europaweit die meisten Asylwerber pro Kopf aufgenommen und mit einem Maßnahmenplan zur Flüchtlingsintegration reagiert. Mit der Ansiedlung der Integrationspolitik im Außenministerium setzt Österreich einen besonderen Akzent. Österreich hat umfassende Integrationsstrategien entwickelt und institutionelle Strukturen für deren Umsetzung geschaffen. Flächendeckenden Werte- und Orientierungskurse gelten als essentielle Basis für einen erfolgreichen Integrationsprozess. – ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE Natalie Herold, Analysen und Argumente, 18. Jan. 2017 mehr...

"Angst ist ihr ständiger Begleiter" - Weibliche Flüchtlinge in Johannesburg

VOICES OF SOUTH AFRICA
Wenn Frauen flüchten sind sie einer doppelten Verletzlichkeit ausgesetzt - als Frau und als Flüchtende. Dieser Artikel zeigt Problematiken und die teilweise verzweifelnden Anstrengungen der Alltagsbewältigung weiblicher Flüchtlinge in Südafrika dar. Nach Experteninterviews vor Ort sowie ausführlicher Feldforschung in den Einwanderervierteln Johannesburgs legt KAS Forschungsassistentin Julia Hugenschmidt in diesem Artikel ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zur Thematik weiblicher Flüchtlinge in Johannesburg dar. 11. Jan. 2017 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (57)
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Joseph Chamie erklärt die Megatrends der Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert und deren Folgen für Produktion, Handel und Politik

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IOM-Direktorin Argentina Szabados über die deutsche Flüchtlingspolitik und die "komplexe Katastrophe Syrien"

Kontakt

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Koordinatorin Flucht und Migration
Dr. Christina Catherine Krause
Tel. +49 30 26996-3445
Fax +49 30 26996-53445
christina.krause(akas.de