Jahresmotiv 2017

Mit Vertrauen in die Zukunft

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250 junge Menschen blickten auf der Zukunftskonferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung, auf das, was morgen kommt; den Blick auf Deutschland und darüber hinaus, 30. Juni / 1. Juli 2017.
Am 30. Juni und 1. Juli führte die Konrad-Adenauer-Stiftung ihre große Zukunftskonferenz zum Jahresmotiv durch. Politischer Höhepunkt...

Deutschland ist ein wirtschaftlich, sozial und kulturell starkes Land in der Mitte Europas. Die Zahl der Erwerbstätigen ist auf Rekordniveau, der Haushalt ausgeglichen, die Investitionen in Bildung und Forschung heute höher denn je. Wir leben in einem reichen Land mit einem der leistungsfähigsten Sozialsysteme weltweit. Die soziale Mobilität durch Bildung hat deutlich zugenommen – Aufstieg ist in Deutschland möglich. Wir sind eine wehrhafte Demokratie, mit einer starken unabhängigen Justiz. Die Medienvielfalt und das zivilgesellschaftlich grundierte, politische Leben in Deutschland sind in vielen anderen Ländern hoch geachtet. Als verlässlicher Bündnispartner, für die europäische Einigung engagiert, ist die Bundesrepublik respektiert. Für uns scheint dies allzu oft selbstverständlich.

Doch wir sind auch verflochten in die komplexen und tiefgreifenden Krisen, die in Europa und der Welt gewohnte Ordnungen nachhaltig erschüttern. Die rasche Abfolge und Gleichzeitigkeit gewichtiger Gestaltungsaufgaben ist zu einem Kennzeichen unserer Zeit geworden. Teile der Gesellschaft sehen daher der Zukunft mit Angst und Sorge entgegen, andere wissen diese Unsicherheiten zu instrumentalisieren. Dabei sind die Voraussetzungen für einen erfolgsversprechenden Umgang mit den vielfältigen Herausforderungen gut – das Fundament für die Gestaltung von Veränderungsprozessen konnte über Jahrzehnte gefestigt werden.

Mit der Zukunftskonferenz Deutschland. Das nächste Kapitel wagten wir mit 250 jungen Menschen am 30. Juni 2017 den Blick, auf das, was morgen kommt; den Blick auf Deutschland und darüber hinaus. Dabei erläuterte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Zukunftsvision „einer globalen Gemeinschaft“ und erläuterte, warum wir inklusives, nachhaltiges Wachstum weltweit brauchen. Und der Ökonom und Datenanalyst von der Universität Oxford Dr. Max Roser überzeugte mit einer Zusammenstellung eindrucksvoller Statistiken über die Entwicklung von globaler Armut, Gesundheit und Bildung: Vertrauen in die Zukunft ist gerechtfertigt.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte die Idee einer verlässlichen und stabilen, einer mutigen, dynamischen und neugierigen Republik der Innovationen fördern, ohne die Befürchtungen der Menschen zu ignorieren. Wir dürfen uns nicht mit einfachen Antworten auf die virulenten Fragen zufrieden geben. Es geht uns um eine positive und zupackende Herangehensweise. Denn Zukunft ist nicht Schicksal, sondern beinhaltet einen Auftrag zur Gestaltung. Die Kraft dazu erwächst aus dem Kompass unserer Werte und einer in historischer Erfahrung wurzelnden Zuversicht.

Der Wunsch nach Orientierung ist in Deutschland unübersehbar. Mit dem Jahresmotiv 2017 „Mit Vertrauen in die Zukunft“, setzt sich die Stiftung zum Ziel, das Vertrauen in die Demokratie und die demokratischen Institutionen ebenso zu stärken wie das Vertrauen in die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leistungsfähigkeit unseres Landes. Wir wollen vor allem jungen Menschen Perspektiven aufzeigen und sie ermuntern, sich ihrer Gestaltungsmöglichkeiten bewusst zu werden und sie zu nutzen. Denn Vertrauen lässt sich nur auf der Basis von guten Erfahrungen entwickeln, es lebt vom Wissen um Optionen und eigene Stärken. Den Bürgerinnen und Bürgern möchten wir die Entwicklungen erläutern, zugleich Zukunftsblicke ermöglichen und Potentiale verdeutlichen. Es gilt aber auch Leitbilder zu vermitteln – die Kultur des Kompromisses und des Konsenses gehören eindeutig dazu.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung weiß sich einer Haltung zur Zukunft verpflichtet, die aus der Vergangenheit schöpft und die Gegenwart genau in den Blick nimmt. Sie gibt ihrer Arbeit im Jahr 2017 das Leitmotiv „Mit Vertrauen in die Zukunft“, denn die christlich-demokratische Idee von Freiheit in Verantwortung, von Solidarität und Subsidiarität trägt auch in Zukunft. Die Kräfte bündeln, wieder näher zusammenrücken und Neues wagen, – so lässt sich die Zukunft meistern.

Auch 2017 gibt es ein Key Visual zum Jahresmotiv, welches als verbindendes Markenzeichen für die vielfältigen Stiftungsprojekte zum Einsatz kommt. Es ist Aussage und Haltung zugleich: Wir können mit Vertrauen in die Zukunft gehen – wir sollten es uns (zu)trauen.

Über Veranstaltungen, Publikationen etc. rund um das Jahresmotiv werden Sie auf dieser Themenseite informiert.

Publikationen

Jahresbericht 2016

Einblick in das Jahr 2016
Der Jahresbericht gibt wieder Zeugnis von vielen Aktivitäten, herausragenden Ereignissen und Projekten, von der hohen Sachkompetenz und Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrem weltweiten Engagement für Demokratie, Menschenwürde, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Sie alle haben unseren großen Dank mehr als verdient. 5. Juli 2017 mehr...

Global Future Survey 1/2017

Zukunftserwartungen – erfragt bei mehr als 550 internationalen Experten aus 105 Ländern
Mit dem Global Future Survey startet die Konrad-Adenauer-Stiftung ein besonderes Projekt und aktiviert ihr weltweites Netzwerk. Methodisch begleitet vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, befragt die Stiftung Experten zu ihren Meinungen und Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklungen in den nächsten 5 Jahren. Einige Ergebnisse der ersten Befragung 2017: Populismus – Stabilitätsrisiko Nr. 1 weltweit, junge Talente zieht es nach Deutschland und die westliche Idee überzeugt. 5. Juli 2017 mehr...

Ticken die Sachsen anders?

Anmerkungen zum "Sachsen-Monitor 2016"
Michael Mertes, Die Politische Meinung, 23. Juni 2017 mehr...

Editorial

Bernd Löhmann, Die Politische Meinung, 8. Mai 2017 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (23)
Mit Vertrauen in die Zukunft - Jahresmotto 2017
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Auf der Zukunftskonferenz "Deutschland. Das nächste Kapitel" diskutieren 250 junge Leute die Zukunft Deutschlands und Europas. Und sie sprachen darüber, warum sie mit Vertrauen in die Zukunft gehen.

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Die Themen Europas Zukunft, Innovationen, politische Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutierten die Teilnehmer u.a. mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Soziologe Armin Nassehi und Insa Thiele-Eich, die bald als erste deutsche Astronautin ins All fliegen könnte.

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Referentin Strategieentwicklung und Planung
Frauke Gottwald
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