Flucht

Ursachen, Entwicklungen, Lösungsansätze

Weltweit befinden sich über 65 Mio. Menschen (Stand 2015) auf der Flucht – so viele wie nie zuvor seit dem 2. Weltkrieg. Flüchtling ist, wer "aus der begründeten Furcht vor Verfolgung ..." die Heimat verlassen muss. Deutschland bietet Schutzsuchenden gemäß dem Grundgesetzt (Artikel 16a), der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und dem Europäischen Asylrecht eine Bleibeperspektive.

Die meisten, über 50 Prozent, der weltweiten Schutzsuchenden kommen aus Syrien, Afghanistan und Somalia. Nur wenige der weltweit Schutzsuchenden gelangen nach Europa. Die meisten finden in der näheren Umgebung ihres Heimatlandes eine vorübergehende Bleibe. Viele hoffen auf eine rasche Rückkehr. Doch wenn Kriege und Konflikte kein Ende nehmen, suchen sie nach besseren Aussichten für sich und ihre Familien. Dennoch tragen die unterentwickelte Regionen der Welt die meiste Verantwortung für Flüchtlinge (86 Prozent). So nehmen zum Beispiel die Türkei, Jordanien und der Libanon mit großem Abstand die meisten Menschen aus Syrien auf. In der Türkei leben bspw. über 3 Millionen Flüchtlinge aus Syrien.

Nicht nur in Deutschland, den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der EU wird nach Lösungen für die Flüchtlingskrise gesucht. Die Vereinten Nationen beabsichtigen bis 2018 neue Strukturen für den Flüchtlingsschutz und die bessere Regulierung von Migration zu schaffen. Dabei geht es in erster Linie um eine bessere Teilung von Verantwortung.

Aber auch die Verteilung innerhalb der EU ist sehr ungleich. In Deutschland werden derzeit die meisten Asylanträge gestellt. Doch durch die Lage an der EU-Außengrenze fühlen sich Italien und Griechenland einem besonders starken Migrationsdruck ausgesetzt. Die Herausforderungen global wie auch in Deutschland sind enorm: die Aufnahme von tausenden Menschen aus Kriegsgebieten und zerfallenden Staaten, die Bemühungen um eine stärkere europäische Zusammenarbeit in der Flüchtlingspolitik, die Organisation schneller und konsequenter Asylverfahren, Hilfen für überforderte Kommunen, die Kanalisierung der großen Hilfsbereitschaft in Deutschland und der Umgang mit Ängsten in unserer Gesellschaft.

Die Konrad-Adenauer Stiftung bieten Informationen zu den globalen Ursachen, verfolgt die weltweiten Entwicklungen, bringt sich in die Diskussion um die EU-Flüchtlingspolitik ein und arbeitet an nationalen und lokalen Lösungsansätzen.

Publikationen

Flight, Refugee Protection and Integration

Developments and Policy Decisions in Germany
Benedict Göbel, Coordinator for Integration Policy, Konrad- Adenauer Foundation Berlin, analyses in his paper the developments and policy decisions in Germany on Migration. Benedict Göbel, Länderberichte, 27. Juli 2017 mehr...

Veneguayos – Auf der Suche nach Zukunft in Uruguay

Arbeit statt Almosen
Mehr als zweieinhalb der 31 Millionen Venezolaner haben das Land aufgrund der katastrophalen Zustände dort inzwischen verlassen. Zweieinhalb Millionen – und wie so oft sind es die Jungen und Gebildeten, die anderswo ihr Glück suchen u.a. in Uruguay. Ein Erfahrungsbericht... Kristin Wesemann, Katharina Fietz, Castellar Granados, Länderberichte, 23. Juni 2017 mehr...

Flucht, Asyl und Integration

Entwicklungen und politische Entscheidungen in Deutschland
Das Thema Ausländer/Flüchtlinge/Integration wird von den Deutschen mit Abstand als das wichtigste Problem wahrgenommen. Dabei ist die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge seit Sommer 2016 drastisch zurückgegangen. Die Asylantragszahlen liegen unter dem Niveau von vor der Flüchtlingskrise 2015. Obwohl die Flüchtlingszahlen dafür sprechen, dass die Flüchtlingskrise als solche vorüber ist, beschäftigt das Thema die Menschen weiterhin, jedoch mit kontinuierlich sinkender Tendenz. Benedict Göbel, 8. Juni 2017 mehr...

Senegals Problemzone

Einblicke in die konfliktanfällige Region Casamance
Die Region Casamance im Süden Senegals gilt seit nahezu drei Jahrzehnten als Krisenregion des Landes. Der vorliegende Bericht befasst sich mit dem Status quo des Konflikts und beleuchtet die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage der Region vor der nationalen Parlamentswahl am 30. Juli 2017 – auch im Hinblick auf Migrationsbewegungen aus der Region. Thomas Volk, Länderberichte, 29. Mai 2017 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (11)
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Flucht und Integration: Eindrücke vom Jugendpolitiktag in Essen im März 2016

Kontakt

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Koordinatorin Flucht und Migration
Dr. Christina Catherine Krause
Tel. +49 30 26996-3445
Fax +49 30 26996-53445
christina.krause(akas.de