Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit

Expertise und Erfahrungen in der Terrorismusbekämpfung miteinander vernetzen

Zum Hintergrund

Der 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 hat erneut in Erinnerung gerufen, wie nachhaltig dieses Ereignis die globale Sicherheitslage verändert hat. Der internationale Terrorismus bestimmt seither maßgeblich die globale sicherheitspolitische Agenda.

Spätestens mit der Entstehung des sog. Islamischen Staates (IS) und der Ausrufung seines Kalifats im Juni 2014 wurde aus der internationalen Dimension dieser Bedrohung verstärkt auch eine nationale bzw. europäische Dimension: Europa sieht sich seither nicht nur mit dem Phänomen der sog. Foreign Terrorist Fighters konfrontiert, sondern auch mit einem bis dato nicht gekannten Ausmaß terroristischer Gefährdungslagen und verübter Anschläge auf europäischem Boden. Die gezielte Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Anfälligkeit für die Ideologie des IS zeigt, dass es sich bei dem beschriebenen Phänomen um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung handelt, die multidisziplinäre Antworten erfordert.

Expertise und Erfahrungen in der Terrorismusbekämpfung miteinander vernetzen

Vom 23. bis 25. Juni trafen sich in Cadenabbia junge Experten und erfahrene Praktiker aus den Bereichen internationale und innere Sicherheit, Radikalisierungsprävention sowie Terrorismusbekämpfung. Weiterlesen...

Zielsetzung

Zu den skizzierten Entwicklungen gibt es in Deutschland vielfältige Expertise: Zahlreiche Fachleute arbeiten hierzu in Behörden, Ministerien und Sicherheitsinstitutionen genauso wie in Thinktanks, NGOs, der Wirtschaft und den Medien. Um den Austausch zwischen ihren Arbeitsfeldern zu intensivieren, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung den „Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit“ ins Leben gerufen.

Der Arbeitskreis richtet sich insbesondere an Nachwuchskräfte und Young Professionals und soll ihnen einen Rahmen bieten, in dem unterschiedlichste Disziplinen aufeinandertreffen: außenpolitische Expertise im Bereich des internationalen Terrorismus auf juristische Expertise im Bereich der Inneren Sicherheit genauso wie praktische Erfahrung im Bereich der Radikalisierungsprävention auf jene aus dem Bereich der Strafermittlung oder anderen Arbeitsfeldern.

Ziel ist es, die Themenbereiche der Inneren und Äußeren Sicherheit, der Terrorismusbekämpfung und der Radikalisierungprävention stärker zu verknüpfen. Langfristig soll so ein Netzwerk von Nachwuchskräften aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Behörden, Zivilgesellschaft, Medien und Wirtschaft entstehen, die aktuelle Fragestellungen unter Einbringung vielfältiger unterschiedlichster Perspektiven und Erfahrungen diskutieren und Politikempfehlungen entwickeln können.

Mitglieder

Der Arbeitskreis ist offen für Experten und Praktiker (Doktoranden, Berufseinsteiger und Young Professionals) aus den Bereichen Innere und Äußere Sicherheit, Radikalisierungs- und Terrorismusprävention sowie –bekämpfung, die sich mit den Zielen der Konrad-Adenauer-Stiftung identifizieren und ihrer Arbeit verbunden fühlen.

Für weitere Informationen richten Sie sich gern an die Programmverantwortliche Dr. Kristina Eichhorst.

Publikationen

Wo der Terror herkommt

Drei Bücher suchen nach den Hintergründen des "Dschihadismus"
Andreas Jacobs, Die Politische Meinung, 30. Aug. 2017 mehr...

"Netzwerke muss man mit Netzwerken bekämpfen"

Terrorismus-Experten über die Hintergründe der Anschläge in Barcelona und Präventionsmöglichkeiten im Interview
Unsere Experten für Terrorismus-Bekämpfung und religiösen Extremismus erklären, wie der IS funktioniert und welche besondere Bedeutung Spanien hat. 28. Aug. 2017 mehr...

Kontakt

Abbildung
Koordinatorin für Terrorismusabwehr und Konfliktmanagement
Dr. Kristina Eichhorst
Tel. +49 30 26996 3398
Fax +49 30 26996 3558
kristina.eichhorst(akas.de