Zuwanderung und Integration

Gesellschaftspolitische Zukunftsaufgaben

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Die Integrationspolitik hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung und Bedeutungszuwachs erlebt. Kaum ein Thema erregt so viel öffentliches Interesse, stößt auf so viel Diskussionsbedarf, erzeugt aber auch so viel persönliches Engagement von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Aus diesem Engagement sind vielerorts kreative Lösungen für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft, in ethnisch gemischten Stadtvierteln und Gemeinden entstanden.

Gleichzeitig hat Deutschland in den letzten Jahren wieder einen starken Anstieg der Zuwanderung erlebt. Sogar der Bevölkerungsrückgang wurde durch die verstärkte Zuwanderung vorläufig gestoppt. Die meisten Zuwanderer sind europäische Nachbarn, aber auch die Zuwanderung von hochqualifizierten Fachkräften aus Staaten, die nicht zur EU gehören und damit nicht von der europäischen Freizügigkeit profitieren, steigt dank der Liberalisierung der Zuzugsregeln für diese Gruppe langsam an. Nicht zuletzt nimmt jedoch auch die Zahl von Flüchtlingen stark zu. Die durch vielschichte Zuwanderung auch entstehenden Probleme müssen ohne Pauschalisierungen thematisiert und gelöst werden.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung greift im Rahmen des Arbeitsbereiches „Zuwanderung und Integration“ aktuelle Problemlagen auf und entwickelt gemeinsam mit Wissenschaftlern und Politikern Lösungsansätze. Im Zentrum unserer Arbeit steht die politische Partizipation von Zuwanderern als Königsweg zu Teilhabe und Integration. Unter Integration verstehen wir einen Prozess, bei dem sowohl Zuwanderer als auch die, die ihre Wurzeln in Deutschland haben, offen aufeinander zugehen. Gemeinwohlorientiertes und verantwortungsvolles Handeln hängt schließlich nicht von der Herkunft ab, sondern von den Werten und Überzeugungen, die die Menschen prägen.

Publikationen

Für ein anlassbezogenes Burka-Verbot

Religionsfreiheit und Integrationsnotwendigkeit gleichermaßen gerecht werden
Bei der Debatte um die Vollverschleierung gilt es, abseits aller Emotionen nüchtern die Fakten und rechtlichen Möglichkeiten zu bewerten. Innenminister Thomas de Maizière weist zu Recht darauf hin, dass es dem Freiheitsverständnis des Grundgesetzes widerspricht, alles zu verbieten, was uns nicht gefällt. Andererseits gibt es keine unbeschränkte Freiheit: Grenzen setzen der Respekt vor der Freiheit des Anderen und die Akzeptanz der Grundlagen unserer freiheitlichen Demokratie. Stephan Eisel, 23. Aug. 2016 mehr...

Meilenstein oder Papier des Misstrauens?

Zum neuen Integrationsgesetz
Katharina Senge, Die Politische Meinung, 12. Aug. 2016 mehr...

Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention

Mit der Verabschiedung des „Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ vom 28. Juli 1951 reagierten die Unterzeichnerstaaten auf die Flüchtlingskrise in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis zum Jahr 2016 traten 147 Staaten dem Abkommen bei. Nach Angaben der UN hat die Konvention bislang zum Schutz von über 50 Millionen Menschen beigetragen. Christine Bach, 29. Juli 2016 mehr...

„Sprache ist die Drehscheibe für alles!“

Interview mit Prof. Dr. Hartmut Esser
Wie hängen Sprache und Identität zusammen? Wie kann Integration gelingen? Und welche Rolle spielt dabei der Erwerb der deutschen Sprache? Der Soziologe Hartmut Esser beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit diesen Fragen. Er ist unter anderem Leiter des Forschungsprojektes „Erwerb von sprachlichen und kulturellen Kompetenzen bei Migrantenkindern“ des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung. 29. Juni 2016 mehr...

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Kontakt

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Leiterin des Teams Religions-, Integrations- u. Familienpolitik
Dr. Karlies Abmeier
Tel. +49 30 26996-3374
Fax +49 30 26996-3551
Karlies.Abmeier(akas.de
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Koordinator für Integrationspolitik
Benedict Göbel
Tel. +49 30 26 996 3457
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