Beteiligung und Bürgerengagement

Politisches mit institutionellem Engagement verbinden

Zahlreiche Proteste und zum Teil spektakuläre Aktionen gegen verschiedene Großprojekte haben in den letzten Jahren beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So entstand der Eindruck, die Bürger seien unzureichend in die politischen und verwaltungsmäßigen Entscheidungsprozesse eingebunden und hätten keine echten Beteiligungsmöglichkeiten. „Mehr Beteiligung“, „mehr Transparenz“ und „mehr Dialog“ mit den Bürgern sind seitdem häufig verwendete Schlagworte.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung sucht nach Wegen, wie das politische Engagement in der Gesellschaft mit dem institutionellen Engagement – vor allem in Parteien – besser verbunden werden kann. Dabei gehen wir der Frage nach, wie politisch engagierte Akteure der Bürgergesellschaft einen modernen Zugang in die Parteiarbeit finden und wie die Parteien die verschiedenen Formen des Bürgerengagements erreichen können.

Die Distanz zu den etablierten politischen Institutionen bei Jugendlichen besonders weit verbreitet. Die Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert Möglichkeiten der Partizipation von Jugendlichen in politischen Parteien. Wir wollen deutlich machen, wie lohnenswert langfristiges und stetiges politisches Engagement gegenüber punktueller Teilhabe ist.

Zunehmend geraten auch die verschiedenen Beteiligungsformen, die das Internet ermöglicht, in die Diskussion. Digitale Partizipation birgt das Potenzial zur Integration gesellschaftlicher Gruppen, die von der etablierten Politik nicht angesprochen werden. Die Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht den Einfluss der digitalen Willensbildungsprozesse auf politische Entscheidungsprozesse.

Publikationen

Bilanz der Nur-Briefwahl

In Bonn bleibt die Plebiszit-Beteiligung signifikant unter der Wahlbeteiligung
Im April 2017 fand zum ersten Mal ein Bürgerentscheid in der Bundesstadt Bonn statt. Dies verdient besondere Aufmerksamkeit, weil dabei erstmals in einer größeren Stadt das Verfahren einer ausschließlichen Briefwahl praktiziert wurde. Das heißt, alle Wahlberechtigten erhielten ihren Stimmzettel zugesandt und konnten ihn innerhalb von drei Wochen zurückschicken. Die Urnenwahl an einem bestimmten Tag entfiel. Stephan Eisel, 28. Apr. 2017 mehr...

Fachprogramm 2017 Ehrenamt & Bürgergesellschaft

Informieren | Orientieren | Aktivieren | Vernetzen
Die Stärkung der aktiven Bürgergesellschaft ist und bleibt eine wichtige Säule der Christdemokratie und damit auch ein Kernbestandteil unserer politischen Bildungsarbeit. Deshalb finden Sie in diesem Heft wieder zahlreiche Angebote zur Qualifizierung und Professionalisierung für bürgerschaftliches Engagement. Gleiches gilt für die Auseinandersetzung mit strukturellen Fragen, konkreten Handlungsfeldern und Ansatzpunkten für Partizipation und bürgerschaftliches Engagement. Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Diskussion mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu beteiligen. 9. Jan. 2017 mehr...

Berlin gehört keiner Partei

Bürgerbeteiligung benötigt einen veritablen Richtungswechsel
Volker Hassemer, Die Politische Meinung, 17. Juni 2016 mehr...

Jugendliche wollen keine Absenkung des Wahlalters

Auch erstmaliges Wählen ab 16 in Thüringen ohne Resonanz
In Thüringen waren am 5. Juni 2016 Minderjährige erstmals bei Kommunalwahlen wahlberechtigt. Das Wahlrecht ab 16 wurde im Jahr zuvor in diesem Bundesland auch mit der Begründung eingeführt, so lasse sich die Wahlbeteiligung steigern. Jugendliche seien an der Teilnahme an Wahlen besonders interessiert. Stephan Eisel, 6. Juni 2016 mehr...

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