Beteiligung und Bürgerengagement

Politisches mit institutionellem Engagement verbinden

Zahlreiche Proteste und zum Teil spektakuläre Aktionen gegen verschiedene Großprojekte haben in den letzten Jahren beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So entstand der Eindruck, die Bürger seien unzureichend in die politischen und verwaltungsmäßigen Entscheidungsprozesse eingebunden und hätten keine echten Beteiligungsmöglichkeiten. „Mehr Beteiligung“, „mehr Transparenz“ und „mehr Dialog“ mit den Bürgern sind seitdem häufig verwendete Schlagworte.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung sucht nach Wegen, wie das politische Engagement in der Gesellschaft mit dem institutionellen Engagement – vor allem in Parteien – besser verbunden werden kann. Dabei gehen wir der Frage nach, wie politisch engagierte Akteure der Bürgergesellschaft einen modernen Zugang in die Parteiarbeit finden und wie die Parteien die verschiedenen Formen des Bürgerengagements erreichen können.

Die Distanz zu den etablierten politischen Institutionen bei Jugendlichen besonders weit verbreitet. Die Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert Möglichkeiten der Partizipation von Jugendlichen in politischen Parteien. Wir wollen deutlich machen, wie lohnenswert langfristiges und stetiges politisches Engagement gegenüber punktueller Teilhabe ist.

Zunehmend geraten auch die verschiedenen Beteiligungsformen, die das Internet ermöglicht, in die Diskussion. Digitale Partizipation birgt das Potenzial zur Integration gesellschaftlicher Gruppen, die von der etablierten Politik nicht angesprochen werden. Die Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht den Einfluss der digitalen Willensbildungsprozesse auf politische Entscheidungsprozesse.

Publikationen

Partizipation oder doch nur Privilegien – wofür steht die Jugend am Golf ein?

Wie Politik für junge Menschen im 21. Jahrhundert aussieht – Golf-Staaten
Jahrelang gab es für die Jugend am Golf keinen bedeutenden Grund, den Anspruch zu erheben, das politische System mitgestalten zu wollen, garantierte der herrschende "contrat social" doch ein Leben mit jeglichen (materiellen) Annehmlichkeiten im Gegenzug für politische Abstinenz. Dieses Herrschaftsmodell kommt im 21. Jahrhundert nun jedoch ins Wanken. Gidon Windecker, Länderberichte, 5. Feb. 2016 mehr...

Direktwahlen mit Legitimationsschatten

Geringe Beteiligung belegt klare Bürgerdistanz zu plebiszitären Verfahren
Die Demokratie des Grundgesetzes entfaltet sich als repräsentative Demokratie und hat sich so bewährt. Dennoch werden in den letzten Jahren plebiszitäre Verfahren ausgeweitet und sind inzwischen in allen Bundesländern etabliert. Aber die Beteiligung sowohl an plebiszitären Sachabstimmungen als auch an Direktwahlen liegt so niedrig, dass sich ernsthafte Legitimationsfragen stellen. Stephan Eisel, 28. Jan. 2016 mehr...

Fachprogramm 2016 Ehrenamt & Bürgergesellschaft

INFORMIEREN | ORIENTIEREN | AKTIVIEREN | VERNETZEN
Die Stärkung der aktiven Bürgergesellschaft ist und bleibt eine wichtige Säule der Christdemokratie und damit auch ein Kernbestandteil unserer politischen Bildungsarbeit. Deshalb finden Sie in diesem Heft wieder zahlreiche Angebote zur Qualifizierung und Professionalisierung für bürgerschaftliches Engagement. Gleiches gilt für die Auseinandersetzung mit strukturellen Fragen, konkreten Handlungsfeldern und Ansatzpunkten für Partizipation und bürgerschaftliches Engagement. Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Diskussion mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu beteiligen. 10. Dez. 2015 mehr...

Hurra, sie leben noch!

Sieben Aufgaben für einen anhaltenden Erfolg der Volksparteien
Nico Lange, Die Politische Meinung, 9. Dez. 2015 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (77)