Aktive Bürgergesellschaft

Das Verhältnis von Staat und Bürger ist nach beiden Seiten hin zunehmend erodiert: Auf der einen Seite steht ein sich omnipotent gebender Staat, der immer mehr an die Grenzen seiner Handlungs- und Leistungsfähigkeit gerät und das Geld seiner Bürgerinnen und Bürger immer schneller ausgibt. Auf der anderen Seite steht der Bürger, der sich zunehmend vereinnahmt, entmündigt und betreut sieht, dem zugleich aber – als Folge allgegenwärtigen Staatshandelns einerseits und einer Mentalitätsanpassung andererseits – die notwendige Balance von Rechten, Pflichten und Tugenden abhanden gekommen ist.

Es bedarf daher einer Neubestimmung der originären Staatsaufgaben. Es bedarf aber auch der Wiederentdeckung eines Menschen- und Gesellschaftsbildes, das den aktiven Bürger im Mittelpunkt sieht. Es geht nicht primär darum, aktuelles Krisenmanagement und symbolische Politik zu betreiben, sondern eigenverantwortliches Handeln zu aktivieren.

Notwendig ist dafür vor allem Nachhaltigkeit. Die Konrad-Adenauer-Stiftung will mit diesem Leitprojekt Begriffe klären, Voraussetzungen in Bildung, Erziehung und Gesellschaft für eine aktive Bürgergesellschaft benennen, bürgerschaftliches Engagement fördern und zu einem Bewusstseinswandel beitragen.»

Publikationen

Forum: Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen

Austausch von Erfahrungen und Strategien
Das Länderbüro Mexiko der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) führte am 17.11.2011 im Hotel Quality Inn Chihuahua das Forum "Austausch von Erfahrungen und Strategien zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen" durch. Die Veranstaltung wurde durch die Organisationen Centro para el Fortalecimiento de la Sociedad Civil en Chihuahua (CFOSC), Fundación Merced, Procura, Fundación del Empresariado Chihuahuense (FECHAC) sowie der Unidad de Estudios Históricos y Sociales (UEHS) der Universidad Autónoma de Ciudad Juárez (UACJ) unterstützt. Martin Friedek, Veranstaltungsbeiträge, 17. Nov. 2011 mehr...

„Auf dem Weg in die Stimmungsdemokratie? Und was dann?“

Dr. Hugo Müller-Vogg sprach am Abend vor rund 100 Gästen im Hilton Hotel über die Frage „Auf dem Weg in die Stimmungsdemokratie? Und was dann?“ Kritisch betrachtete er die Legitimität von Bürgerbewegungen und unterzog aktuelle Phänomene von Stuttgart 21 bis zur Piratenpartei einer demokratietheoretischen Analyse. Robert Kühltau, Veranstaltungsbeiträge, 7. Okt. 2011 mehr...

Demokratische Kultur – Eine Herausforderung für die Weltgemeinschaft

Am 6. Oktober 2011 organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit der Gewerkschaft CENPROS ein Forum zum Thema „Demokratische Kultur- Eine Herausforderung für die globale Gesellschaft“. Die eingeladenen Referenten sprachen dabei über die Herausforderungen an die parlamentarische Demokratie sowie über die Rolle der aktiven Bürgerpartizipation. Martin Friedek, Marie Ciobanu LL.M., Veranstaltungsbeiträge, 6. Okt. 2011 mehr...

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