Wolfgang Schäuble

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zur Griechenland-Krise

"Wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden, zerstört man Vertrauen"

Das deutsche Volk bekennt sich in der Präambel des Grundgesetzes zu seiner Verantwortung in einem vereinten Europa, sagte Wolfgang Schäuble. Damit sei „Europa“ Teil der deutschen Staatsräson. Umso mehr ärgere ihn, wie die neue griechische Regierung mit ihrem Handeln Vertrauen verspiele. mehr…

Zitate

„Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Das Haus Deutschland, unser Haus, muss unter einem europäischen Dach gebaut werden. Das muss Ziel unserer Politik sein.“

Helmut Kohl (Kanzler der Einheit)

„Wenn Europa einmal einträchtig sein gemeinsames Erbe verwalten würde, dann könnten seine drei- oder vierhundert Millionen Einwohner ein Glück, einen Wohlstand und einen Ruhm ohne Grenzen genießen.“

Winston Churchill (zweimaliger Premierminister Großbritanniens)

„Der Glaube gibt uns Halt; und der Optimismus ist eine konstruktive Kraft, wenn es darum geht, ein großes politisches und menschliches Ideal zu realisieren, wie es die europäische Einigung darstellt.“

Alcide de Gasperi (Ministerpräsident Italiens)

„Unser Ziel ist es, dass Europa einmal ein großes, gemeinsames Haus für die Europäer wird, ein Haus der Freiheit.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Wir einigen keine Staaten, wir bringen Menschen einander näher.“

Jean Monnet (französischer Unternehmer und einer der Wegbereiter der europäischen Einigungsbestrebungen)

„Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten.“

Winston Churchill (zweimaliger Premierminister Großbritanniens)

„Ich bin Deutscher und bleibe Deutscher, aber ich war auch immer Europäer und habe als solcher gefühlt.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Man muss die nationalen Interessen als Formen von sozialem Egoismus überwinden.“

Alcide de Gasperi (Ministerpräsident Italiens)

„Ich war immer schon der Überzeugung und bleibe dabei, dass ein guter Europäer kein schlechter Patriot sein muss.“

Richard von Weizsäcker (Bundespräsident 1984-1994)

„Europas Seele ist die Toleranz. Europa ist der Kontinent der Toleranz. Um das zu lernen haben wir Jahrhunderte gebraucht.“

Angela Merkel (Bundeskanzlerin)

„Als Endziel muss uns vorschweben, dass eines Tages die Vereinigten Staaten von Europa entstehen.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Europäer wird man nicht durch Geburt, sondern durch Bildung.“

Robert Schuman (französischer Außenminister und einer der Gründerväter der Europäischen Gemeinschaften)

„Der erste Schritt bei der Neubildung der europäischen Familie muss ein Zusammengehen zwischen Frankreich und Deutschland sein.“

Winston Churchill (zweimaliger Premierminister Großbritanniens)

„Nur wenn Europa mit einer Stimme spricht und seine Kräfte bündelt, kann es sein Gewicht angemessen zur Geltung bringen.“

Helmut Kohl (Kanzler der Einheit)

„Die Schaffung Europas ist die Aufgabe, die unser Zeitalter uns Europäern gestellt hat. Sie zu lösen, geht uns alle gleichermaßen an, ohne Rücksicht darauf, welche Sprache wir sprechen, ganz besonders aber uns Deutsche und Franzosen, weil unsere Völker am schwersten an der Geschichte tragen.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Die große Hoffnung scheint jeden Tag mehr Leben und Geschichte des neuen Europa zu werden. Und Europa wird jeden Tag mehr Garantin für Frieden und eine sichere Kraft, die sich Achtung verschafft.“

Alcide de Gasperi (Ministerpräsident Italiens)

„Warum sollte nicht eine europäische Gruppierung möglich sein, welche den verwirrten Völkern dieses unruhigen und mächtigen Kontinents ein erweitertes Heimatgefühl und ein gemeinsames Bürgerrecht zu geben vermöchte?“

Winston Churchill (zweimaliger Premierminister Großbritanniens)

„Es gibt in Europa zwei Arten von Ländern: Kleine Länder, die sich ihrer Unwichtigkeit bewusst sind, und kleine Länder, die es nicht sind.“

Jacques Delors (Präsident der EG-Kommission von 1985-1995)

„Kein europäisches Volk ist allein in der Lage, sich militärisch zu schützen oder wirtschaftlich zu entwickeln. Bestünde man darauf, in der heutigen Welt die traditionellen Begriffe des Nationalismus hochzuhalten, so bedeutete dies die Aufgabe Europas.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Europa ist auf der Suche nach sich selbst; Es weiß, dass es sein eigenes Schicksal in den Händen hält. Nie war es dem Ziel so nahe. Gebe Gott, dass es seine Schicksalsstunde, die letzte Chance zu seinem Wohle nicht versäumt.“

Robert Schuman (französischer Außenminister und einer der Gründerväter der Europäischen Gemeinschaften)

„Nicht ein Europa der Mauern kann sich über Grenzen hinweg versöhnen, sondern ein Kontinent, der seinen Grenzen das Trennende nimmt.“

Richard von Weizsäcker (Bundespräsident 1984-1994)

„Viele sagen, die Nationen Europas seien überholt. Ich glaube dieses nicht, sondern der nationale Charakter der Handlungsbefugnisse der Nationen wird sich natürlich verändern. Aber die Nation als Ausdruck der Identität der Völker wird erhalten bleiben.“

Hans-Gert Pöttering (MdEP, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung; ehem. Vorsitzender des EP)

„Die Verwirklichung der Europäischen Integration darf nicht unmöglich gemacht werden durch eine Krankheit unserer Zeit, den Perfektionismus. Die Europäische Integration darf nicht starr sein, sie muss so dehnbar und so elastisch sein wie eben möglich.“

Konrad Adenauer (Erster Bundeskanzler von 1949-1963)

„Lassen Sie Europa entstehen!“

Winston Churchill (zweimaliger Premierminister Großbritanniens)

Die europäische Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise dominiert aktuell die Debatten in und über Europa. Doch die Europäische Union ist mehr: Sie ist seit über 60 Jahren Garant für Frieden, Freiheit und Wohlstand für die Völker des alten Kontinents. Und sie hat weiterhin aufgrund ihrer Werte und Errungenschaften eine ungebremste Attraktivität auf viele Regionen dieser Welt.

Die Europäische Union sieht sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber: Von der anhaltenden Krise des gemeinsamen Währungsraums bis zu neuen Bedrohungsszenarien durch Russland, von immensen Flüchtlingsströmen über das Mittelmeer bis zu den Wahlerfolgen europakritischer Parteien. Insbesondere die südlichen Mitgliedstaaten sind durch Wirtschaftsschwäche, Jugendarbeitslosigkeit und enorme Staatsschulden gekennzeichnet. Und das Vertrauen in die europäischen Institutionen erreicht neue Tiefstwerte, was nicht zuletzt an niedrigen Wahlbeteiligungen und zahlreichen Protestbewegungen deutlich wird. Die Konrad-Adenauer-Stiftung nimmt sich dieser Herausforderungen an. Durch Analysen und Publikationen, Expertengespräche, Konferenzen und Informationsveranstaltungen sollen Ursachen erörtert, Potenziale ausgelotet und konkrete Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden. Der Arbeit liegen dabei drei zentrale Überlegungen zugrunde: Erstens muss Europa das Vertrauen seiner Bürger zurückgewinnen, denn der europäische Integrationsprozess lässt sich nur unter deren Zuspruch erfolgreich bestreiten. Die europäischen Institutionen müssen daher demokratischer und transparenter ausgestaltet, Kompetenzen – wenn sinnvoll – auf die nationale Ebene zurückverlagert werden.

Der Krise im Euroraum muss – zweitens – mit weiteren Reformmaßnahmen begegnet werden. Einheitliche, belastbare und verbindliche Regeln sind ebenso gefragt wie Strukturreformen in den Krisenstaaten. Dabei müssen die Interessen der Nicht-Eurostaaten berücksichtigt werden, um eine sinnvolle und tragfähige Koordinierung unter allen Mitgliedstaaten zu erreichen. Schließlich wird Europa in einer globalisierten Welt nur dann seinen Einfluss auch weiterhin geltend machen können, wenn es auf internationaler Ebene mit einer Stimme spricht. Die europäische Außen-, Sicherheits-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik muss daher konsequent weitergedacht und um neue Instrumente bereichert werden.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt sich dafür ein, im Dialog und über Ländergrenzen hinweg an einem stärkeren und zukunftsfähigen Europa zu arbeiten. Denn längst ist die EU zu einer Werte- und Schicksalsgemeinschaft geworden, die einen großen Mehrwert für alle Völker Europas darstellt.

Publikationen

Ferne "Brüsseler Welt"

Populismen und europäische Integration
Patrick Moreau, Die Politische Meinung, 12. Aug. 2016 mehr...

Ausnahmezustand als Normalfall?

Wie Frankreich auf die Terrorgefahr reagiert
Noch in seinem Sommerinterview am 14. Juli 2016 kündigte Staatspräsident François Hollande ein Ende des Ausnahmezustands für den 26. Juli an. Dieser war seit den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 bereits dreimal verlängert worden und sollte, so der Präsident, nicht zum Normalfall werden. Ohne größere Zwischenfälle war die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich verlaufen; das Land schien aufzuatmen. Nino Galetti, Nele Katharina Wissmann, Länderberichte, 3. Aug. 2016 mehr...

Erweiterung gen Norden? Schweden, Finnland und die NATO

Schweden und Finnland rücken immer näher an die NATO heran, bislang aber ohne die Vollmitgliedschaft anzustreben. Daran wird sich wohl auch vor den Parlamentswahlen 2018 bzw. 2019 nichts ändern. „ Für die NATO wäre die Aufnahme der Nordeuropäer unkompliziert und brächte zahlreiche Vorteile, vor allem für die nordisch-baltische Sicherheit, aber auch bei Themen wie der NATO-EU-Kooperation und der Politik der Offenen Tür. Trotz gewisser Risiken, allen voran die absehbare Reaktion Russlands, könnte Deutschland zwei wichtige und verlässliche Partner in der NATO gewinnen. Aurélie Domisse, 2. Aug. 2016 mehr...

Griechenland: fragile Stabilität

Ein gutes Jahr nach dem denkwürdigen griechischen Referendum über die Sparauflagen dauern die Wandlungen in der griechischen Parteienlandschaft an: die SYRIZA-ANEL-Koalition vollzieht weiterhin mit der Mehrheit ihrer Regierungsbeschlüsse in kleinen Schritten die Annäherung an die politische Realität. Derweil werden Nebenschauplätze von der Regierung zur ideologischen Profilierung benutzt. Und der griechischen Bevölkerung droht ein nächster Schub an finanziellen Belastungen, die in ihrer breiten Wirkung für weitere Frustration und Enttäuschung sorgen werden. Susanna Vogt, Jeroen Kohls, Länderberichte, 1. Aug. 2016 mehr...

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