Umbrüche im Maghreb und im Nahen Osten
Unterstützung für den Aufbruch zur Demokratie
Sehen Sie hier ein Video zur Rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung im Arabischen Frühling.
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Es begann mit einem Akt größter Verzweiflung: Als Mohamed Bouazizi sich am 17. Dezember 2010 in Sid Bouzid - 250 Kilometer südlich von Tunis - aus Protest gegen seine Behandlung durch die Behörden selbst verbrannte, sah eine ganze Generation junger Tunesier die Zeit gekommen, um sich aktiv gegen ihre bedrückenden Lebensumstände zu wehren. Mit einer nicht abreisende Protestwelle und trotz der Gewaltanwendung durch den Staat erreichten sie am 14. Januar 2011 die Abdankung von Präsident Ben Ali. Zehn Tage später erhoben sich die Menschen in Ägypten gegen Präsident Husni Mubarak, und auch er musste sich dem Druck der Straße beugen und am 11. Februar zurücktreten.
Nach diesen beiden Erfolgen breitete sich der Protest gegen autoritäre Herrscher und für demokratische Reformen über ganz Nordafrika und die arabische Halbinsel aus. Teilweise wurden dadurch Zugeständnisse erreicht, teilweise wurden die Demonstranten aber auch mit äußerster Brutalität zurückgeschlagen - in Libyen brach gar ein Bürgerkrieg in Folge der Proteste aus.
In einer Regierungserklärung zum Umbruch in der arabischen Welt hat Außenminister Guido Westerwelle im März 2011 den Transformationsstaaten die deutsche Unterstützung für den Aufbruch zur Demokratie zugesichert. "Eine besondere Rolle beim Aufbau und Ausbau der Zivilgesellschaft in diesen Ländern kommt den politischen Stiftungen zu", sagte Westerwelle in seiner Erklärung.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist mit sieben Auslandsbüros in der Region tätig. Schon viele Jahre knüpfen die Auslandsmitarbeiter dort Kontakte zu demokratischen Kräften und informieren über Rechtsstaatlichkeit und die Umsetzung der Sozialen Marktwirtschaft. Die Experten vor Ort beschreiben und analysieren die Umbrüche aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei haben neben den Transitionen in der arabischen Welt auch die Entwicklungen im Nahost-Konflikt einen großen Stellenwert.
Klicken Sie auf die Standorte, um Berichte aus der jeweiligen Region zu sehen.
Nachrichten
- Tunesien und Ägypten: Wie entwickelt sich der Umbruch?
- Nach Festsetzung von Mitarbeitern: "Verhalten hat nichts mit Rechtstaatlichkeit zu tun"
- Chronologie: Ermittlungen gegen die Konrad-Adenauer-Stiftung in Ägypten
- Ägypten: "Die Konfliktparteien haben die Kontrolle über ihre Anhänger verloren."
- Pöttering interveniert in Kairo: „Ägyptisches Vorgehen nicht akzeptabel“
Publikationen
Austausch statt Abschottung
Die Lage Tunesiens und Ägyptens ein Jahr nach dem Umbruch
Vier Experten unterhielten sich mit RBB-Radiomoderatorin Sabine Porn in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung über die aktuelle Lage in den Ländern des Arabischen Frühlings. Als der Tunesier Mohamed Bouazizi sich vor einem Jahr in Brand steckte, weil er für seinen Gemüsestand angeblich mehrmals keine Genehmigung vorweisen konnte, löste er eine Protestwelle im ganzen Land aus. Josephine Landertinger Forero, Veranstaltungsbeiträge, 10. Feb. 2012 mehr...
"Tiefer Schatten auf bislang guter Zusammenarbeit"
Interview mit Hardy Ostry
Nach der Festsetzung zweier Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung hat sich der Teamleiter für Afrika und Nahost, Hardy Ostry, gegenüber dem WDR erschrocken und entsetzt gezeigt. 8. Feb. 2012 mehr...
"Verhalten hat nichts mit Rechtstaatlichkeit zu tun"
Pöttering kritisiert ägyptische Behörden aufs Schärfste
Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, hat das Verhalten der ägyptischen Behörden aufs Schärfste kritisiert und erwartet nun eine politische Lösung. 8. Feb. 2012 mehr...
Veranstaltungen
| Datum/Ort | Titel |
|---|---|
| 13. - 14. Feb. Wiesbaden | Arabellion: Chancen und Risiken des Umbruchs |
| 7. März Dresden | Die Veränderungen in der Arabischen Welt Regionale Entwicklungen und die Folgen für Israel und Palästina |
| 26. - 27. März Wiesbaden | Arabellion: Chancen und Risiken des Umbruchs |
| 29. - 30. Mai Wiesbaden | Arabellion: Chancen und Risiken des Umbruchs |
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