Medienpolitik

Sicherung der Meinungsvielfalt in einer digitalen Medienordnung

Die Medien sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft sichern die demokratische Gesellschaft in Deutschland und Europa. Solange Medien über Audio und Video verbreitet werden - unerheblich auf welchen Bildschirmen - wird die Medienpolitik die Plattform sein, auf der eine moderne nationale und europäische Medienordnung weiterentwickelt werden kann.

Die traditionellen Medien wie Presse, Rundfunk, Fernsehen sind dabei, ihre Deutungshoheit zu verlieren, die Kommunikation und Meinungsbildung werden immer mehr auf die sozialen Medien verlegt. Ebenso verschwimmen die Grenzen zwischen Mediennutzern und Medienmachern. Was bedeutet das für die Informations- und Kommunikationsfreiheit? Mediendemokratie funktioniert nur mit einem unabhängigen professionellen Journalismus: Für einen offenen Meinungs- und Willensbildungsprozess braucht die Gesellschaft Medien, die aus verlässlichen und glaubwürdigen Quellen Sachverhalte und Werte vermitteln, erklären und einordnen. Werden die sozialen Medien und die großen Gatekeeper der Intermediäre sich selbst ethisch in die Pflicht nehmen, um den Schutz der Grundwerte, den Jugend- und Verbraucherschutz zu gewährleisten? Oder bedarf es einer Regulierung, die unsere Werte und die Verankerung wichtiger gesellschaftspolitischer Interessen sichert? Wie lauten die medienpolitischen Antworten für ein digitales Leitmedium eines unabhängigen Journalismus? Die Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet diese Diskussionen mit Fachgesprächen, Studien und Veranstaltungen.

Publikationen

Das Recht auf Information und die Meinungsfreiheit

In Zusammenarbeit mit dem European Center erschien im September das Handbuch: „Recht auf Information und die Meinungsfreiheit“. Das Handbuch richtet sich an Mitarbeitern der öffentlichen und lokalen Verwaltung, Journalisten und Bürgern, die keinen juristischen Hintergrund haben. Das Recht auf Meinungsfreiheit und Zugang zu Information zählt zu den politisch-bürgerlichen Menschenrechten. Es fördert die Umsetzung anderer Menschenrechte, wie z.B des Rechts auf Teilnahme an öffentlichen Angelegenheiten. Gleichzeitig ist seine Verwirklichung eine wichtige Voraussetzung für gute Regierungsführung. 15. Sept. 2017 mehr...

Die Disruption der Meinungsbildung

Die politische Debatte in Zeiten von Echokammern und Filterblasen
Auch die politische Meinungsbildung erfolgt zunehmend über die sozialen Netzwerke. Offenbar trägt die Netzwerkstruktur der Social Media-Anbietern zu einem Bedeutungsverlust der traditionellen Medien bei und wirft damit große theoretische Fragen nach der demokratischen Meinungsbildung insgesamt auf. Insbesondere die Begriffe „Filterblase“ und „Echokammer“ werden häufig herangezogen, um dieses neue Phänomen zu beschreiben. Ist die Meinungsbildung durch das Netz in Gefahr, oder zeigt sich hier nur eine fortschrittsfeindliche Grundeinstellung? Simon Hegelich, Morteza Shahrezaye, Analysen und Argumente, 3. Juli 2017 mehr...

Social Bots

Invasion der Meinungs-Roboter
Die vorliegende Kurzstudie soll erklären, was Bots sind, wie Social Bots funktionieren und welche Gefahren damit verbunden sind. Darüber hinaus werden Beispiele für politische Aktivitäten von Social Bots aufgeführt. Abschließend wird prognostiziert, welche Entwicklungen in diesem Bereich in naher Zukunft zu erwarten sind. Simon Hegelich, Analysen und Argumente, 27. Sept. 2016 mehr...

Pressefreiheit und Medienregulierung in Kambodscha

Die Medienstudie der Konrad-Adenauer-Stiftung analysiert den derzeitigen Stand der Medienentwicklung und des Rechtsrahmens der Medien in Kambodscha und empfiehlt Optionen für die Weiterentwicklung der positiven Medienregulierung zur Stärkung von Pluralität, Meinungsfreiheit und Objektivität in den kambodschanischen Medien. Die Studie kann auf der englischen Sprachversion der Webseite heruntergeladen werden. Denis Schrey, 1. Mai 2015 mehr...

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Kontakt

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Koordinatorin Medienpolitik
Daphne Wolter
Tel. +49 30 26996-3607
Fax +49 30 26996-53607
daphne.wolter(akas.de