Soziale Marktwirtschaft

Alexander Rüstow
„Freie Wirtschaft, starker Staat“ - Bereits 1932 fasste Alexander Rüstow die Kernelemente der Sozialen Marktwirtschaft zusammen: Der Einzelne soll vor jeder Art von Zwang und Macht Dritter bewahrt bleiben. Dabei kommt dem Staat eine bedeutsame Rolle zu. Er soll diesem Wettbewerb einen Rahmen geben, die Spielregeln festlegen und starker Schiedsrichter sein, das Spiel aber niemals selbst machen.
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Vor 60 Jahren, am 20. Juni 1948, schufen die Aufhebung der Preisbewirtschaftung und die Durchführung der Währungsreform durch Ludwig Erhard, den Direktor der Verwaltung für Wirtschaft in den westlichen Besatzungszonen, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Sozialen Marktwirtschaft. Diese Entscheidungen hatten wegweisenden Charakter für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Christdemokratische Weichenstellungen
  • Die Soziale Marktwirtschaft ist die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland.
  • Größtmöglicher Wohlstand mit sozialer Balance
  • Unterbinden des Einflusses von Partikularinteressen (Macht und Geld)

  • Geprägt von den schmerzlichen Erfahrungen der historischen Irrwege (Walter Eucken) von Sozialismus und Laisser-Faire-Kapitalismus, die den Menschen zum Spielball staatlicher oder privater Machtinteressen gemacht hatten und im Angesicht von Zerstörung und grenzenloser Menschenverachtung des nationalsozialistischen Regimes sollte die Soziale Marktwirtschaft die Grundlage liefern, das wirtschaftlich, sozial und moralisch völlig darniederliegende Deutschland wieder aufzurichten. weiter... („Freie Wirtschaft, starker Staat“)

    Publikationen

    Lexikon Soziale Marktwirtschaft - Wirtschaftspolitik von A-Z

    Die neuveröffentlichte, überarbeitete Onlineausgabe des Lexikon Soziale Marktwirtschaft fasst die wesentlichen Gesichtspunkte und die teilweise schwierigen Sachfragen zu diesem wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Konzept in verständlicher Sprache zusammen. 12. Juni 2013 mehr...

    Lebensmittel-, Wasser- und Arbeitssicherheit (Chin.)

    Vor dem Hintergrund mehrerer Lebensmittelskandale versucht die chinesische Regierung die Implementierung ihrer Lebensmittel-, Wasser-, und Arbeitsaufsicht zu optimieren. Hierbei treten Probleme bei der Koordinierung der Aufsichtsbehörden auf zentraler und lokaler Ebene deutlich zutage. Auf einer internationalen Konferenz, gemeinsam organisiert vonder KAS und der Graduate School der CASS, im September 2009, diskutierten deutsche und chinesische Experten über die Thematik der Lebensmittel-, Wasser- und Arbeitssicherheit. Der daraus entstandene Konferenzband liegt heute vor. Dong Li Sheng, 25. Okt. 2010 mehr...

    Der Weg aus der Krise: Rückbesinnung auf eine wohlverstandene Ordnungspolitik

    Die Einsichten von John Maynard Keynes erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit. Das ist nicht verwunderlich, hat seine Analyse doch wesentlich dazu beigetragen, die Ursachen der Großen Depression besser zu verstehen. Daraus den Schluss zu ziehen, im Zeichen der aktuellen globalen Wirtschaftskrise wäre eine Renaissance seiner Ideen angezeigt, ist allerdings falsch. Vielmehr sollte die Krise zum Anlass genommen werden, sich mit einer wichtigen konkurrierenden Denkrichtung des Keynesianismus auseinanderzusetzen: der Ordnungspolitik. Michael Wohlgemuth, Joachim Zweynert, Analysen und Argumente, 9. Nov. 2009 mehr...

    Marktwirtschaft in der Kritik?

    Die Finanzkrise in historischer Perspektive
    Die aktuelle Finanzkrise entstand aus Verletzungen marktwirtschaftlicher Prinzipien. Geldwertstabilität ist die Grundlage funktionstüchtiger Wettbewerbsmärkte. Cordelius Ilgmann, Ulrich van Suntum, Die Politische Meinung, 3. Feb. 2009 mehr...

    Alle Publikationen zum Thema (22)
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    Ausschnitt aus dem Film "50 Jahre CDU" zum Marshall-Plan und den Anfängen der Sozialen Marktwirtschaft

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    „Glück der Freiheit“, Werbefilm für die Soziale Marktwirtschaft, zwischen 1951 und 1953

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    „Der Wirtschaftswunderbaum“ - Trickfilm zur Bundestagswahl 1957

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    Seit die Finanzkrise die Welt in Atem hält, wird allerorten über die richtige Wirtschaftspolitik diskutiert. Viele fordern eine Rückbesinnung auf die Sozialen Marktwirtschaft unter Ludwig Erhard. Was würde der heute tun? „Wir können ihn nicht mehr fragen“, antwortet Lars Vogel, Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung in Bonn. Im Interview äußert sich Vogel aber doch zu den Grundsätzen Erhard’scher Politik. Die Fragen stellt Wolfgang Kerler aus der Journalistischen Nachwuchsförderung der KAS.