zur Navigation springen
Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Veranstaltungsberichte

Zukunft braucht Erinnerungen

Gewinner des Denktags 2009 ausgezeichnet


Berlin, 23. Jan. 2009


Das Projekt „Zukunft braucht Erinnerungen. Auf den Spuren des Petr Ginz“ von Lara und Thiemo Ewert aus Meschede (Nordrhein-Westfalen) hat den Denktag-Wettbewerb 2009 gewonnen.

  • Denktag 2009

    Schirmherr des Denktages Prof. Norbert Lammert gratulierte den Teilnehmern persönlich. (alle Fotos © Marco Urban)

  • Norbert Lammert

  • Denktag 2009

  • Dr. Gerhard Wahlers

    Der stellvertretende Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Gerhard Wahlers: Die Beschäftigung mit der Geschichte hilft uns zu begreifen, wo wir heute sind und was morgen sein kann.“

  • Denktag 2009

    Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland und erstmalig auch aus Belgien nahmen am Denktag-Wettbewerb 2009 teil.

  • Christina Rommel

    „Mach die Augen auf, wohin die Reise geht“, Musikact Christina Rommel. (alle Fotos © Marco Urban)

  • Denktag-Preisverleihung 2009

    Gewinner: Lara und Thiemo Ewert vom Gymnasium der Stadt Meschede

  • Denktag

    Zweiter Platz: Realschule Maschstraße, Braunschweig

  • Denktag

    Dritter Platz: Internationale Deutsche Schule Brüssel

  • Denktag

    Vierter Platz: Robert-Bosch-Gymnasium, Gerlingen

  • Denktag

    Fünfter Platz: Kyffhäuser-Gymnasium, Frankenhausen

  • Denktag

    Sechster Platz: Stätte der Begegnung e.V., Vlotho

  • Denktag

    Siebter Platz: BBS Rotenburg, Rotenburg

  • Denktag

    Achter Platz: Gymnasium am Hoptbühl, Villingen-Schwenningen

  • Denktag

    Neunter Platz: Gymnasium Uslar, Uslar

  • Denktag

    Zehnter Platz: Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim

Auf einer Internetseite wird das Schicksal des Tschechen Petr Ginz, der 1942 im Alter von 14 Jahren nach Theresienstadt deportiert und kurz vor Kriegsende in Auschwitz zu Tode kam, beleuchtet. Der Leser wird mit auf Spurensuche genommen. So eröffnen sich z.B. Einblicke in das Tagebuch von Petr Ginz. Neben einer geschichtlichen Einordnung bietet die Seite auch Erinnerungen der von Ginz Schwester, Chava Pressburger, die den Holocaust überlebte. Von einer Reise nach Prag zu den Lebensorten des Petr Ginz haben die Gewinner, die beide auf das „Gymnasium der Stadt Meschede“ gehen, eindrucksvolle Fotos mitgebracht, die sie kommentiert den Tagebucheintragungen zur Seite stellen.

Der Schirmherr des Wettbewerbs Bundestagspräsident, Prof. Norbert Lammert, gratulierte den Preisträgern persönlich. Er lobte alle eingegangenen Beiträge, sowie den Wettbewerb an sich. Dieser stelle eine „neue Form der Erinnerungskultur“ dar, die immer wichtiger werde, da „Zeitzeugen und damit ein Stück Authentizität wegfallen“, so Lammert und betonte, dass „wir auch zukünftig die offene Auseinandersetzung mit dem Holocaust brauchen, da es abwegig ist, dass Deutschland die Ereignisse aus seiner Biographie löschen kann.“

Petr Ginz war der Sohn eines jüdischen Vaters und einer tschechischen Mutter, der während des Holocaust im Ghetto Theresienstadt lebte. Er war ein talentierter Zeichner und schrieb Geschichten und Romane, die sich an Jules Verne orientierten. Im Alter von 14 Jahren wurde er der erste und einzige Herausgeber der Jugendzeitschrift Vedem im Ghetto Theresienstadt.

Auch der stellvertretende Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Gerhard Wahlers, gratulierte den Teilnehmern und zeigte sich fasziniert von „der Vielfältigkeit und der Kreativität der Beiträge“, die helfen würden, uns zu erinnern und die Geschichte nicht ruhen zu lassen.

Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ist der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz – seit 1996 in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Ende 2005 hat auch die UN-Vollversammlung diesen Tag zum weltweiten Holocaust-Gedenktag bestimmt. Die Konrad-Adenauer-Stiftung nimmt dies seit einigen Jahren zum Anlass für eine Reihe von bundesweiten Projekten im Umfeld des 27. Januars. In zahlreichen Bundesländern werden Zeitzeugengespräche und Vortragsveranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen durchgeführt. In dem bundesweiten Internetwettbewerb „DenkT@g“ werden überdies junge Leute dazu aufgerufen, sich mit der Erinnerung an Shoa und NS-Diktatur, aber auch mit aktuellen Fragen von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

 

Themen

 
 

Kontakt

AbbildungAndreas Kleine-Kraneburg ›
stellv. Leiter Hauptabteilung Politische Bildung und Leiter Bildungsforen
Tel. +49 30 26996-3257
Andreas.Kleine-Kraneburg(akas.de

 

zum Anfang springen