Partei der „digital natives“?

Eine Analyse der Genese und Etablierungschancen der Piratenpartei

Fabian Blumberg, Berlin, 7. Feb. 2010

Dieser Parteienmonitor trifft Aussagen zur Genese der Partei, dem Debattenstand und den Erfolgsbedingungen der Piratenpartei.

Es war eine hitzige Debatte: „Stasi 2.0“, „chinesische Verhältnisse“, „Kulturkampf zwischen analoger und digitaler Welt“ oder „Der Krieg um das Internet“ – so lauteten einige Kampfbegriffe und Überschriften, die in den letzten Monaten im Debattengeflecht über Freiheit und rechtliche Grenzen des Internets und der entstehenden digitalen Kultur genutzt wurden. Die einen beklagen den Informations-Overkill durch neue digitale Medien, die anderen sehen das Pendel schon zurück schwingen und plädieren für „slow media“. Jedenfalls, so die Publizistik, kündigen sich Umwälzungen von historischen Ausmaßen beim Blick auf das Internet an. Wer kritisch fragt und analysiert, worin diese Umwälzungen bestehen, Überforderung angesichts der täglichen Informationsflut formuliert und Versuche unternimmt, sich diesen zu entziehen, wird rasch als Gestriger abgetan; als Angehöriger der Kugelschreiber-Generation, allenfalls noch als „Zaungast, der einer wilden Party gleichermaßen neugierig wie irritiert aus der Ferne zuschaut“.

Die leitenden Fragen der Analyse lauten:

  1. Welcher Gründungsimpetus lag der Piratenpartei zugrunde?
  2. Was sind ihre dominierenden Themen und wie kann ihre Programmatik charakterisiert werden?
  3. Welche Zielgruppe spricht sie an? Wie setzt sich ihre Mitgliedschaft zusammen?
  4. Wie schnitt sie bei den Wahlen des „Superwahljahres“ 2009 ab?
  5. Wie sind die Etablierungschancen der neuen Partei im bundesdeutschen Parteiensystem einzuschätzen und was folgt für die etablierten Parteien?

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Fördern Sie den christlich-demokratischen Einfluss in Gesellschaft und Politik.

Jetzt spenden!