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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Lange Zeit war auch der deutsche Arbeitsmarkt durch eine strukturelle Spaltung zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen geprägt. Dieses Bild hat sich inzwischen grundlegend gewandelt. Mit 41,5 Millionen Menschen hat die Beschäftigung 2012 einen historischen Hochpunkt erreicht. Doch die Gefahr einer Spaltung des Arbeitsmarktes durch die ungleiche Verteilung von Chancen und Sicherheit ist weiterhin präsent. Ist eine faire Arbeitsmarktordnung trotzdem möglich? Darüber diskutieren Experten aus Wirtschaft und Politik in der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Es ist vor allem die neue Vielfalt an unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen, die uns danach fragen lässt, ob und wie es gelingen kann, Ein- und Aufstiegschancen zwischen Jung und Alt, zwischen Gering- und Hochqualifizierten und zwischen Männern und Frauen fair zu gestalten. Wie kann unsere Arbeitsmarktordnung reformiert werden, damit alle Bürger sich ihren Talenten entsprechend entwickeln können?

Mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft diskutierten Experten auf einer eintägigen Fachkonferenz mit Interessierten und Betroffenen.

Ein Überblick

Arbeitsmarktreformen: Fairness am Arbeitsmarkt ist umsetzbar
Deutschland ist es gelungen, zwei Millionen Bürger mehr in dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Arbeitsmarkt ist bunter geworden und diese Vielfalt an Beschäftigungsverhältnissen erleichtere vielen Menschen die Teilhabe am Arbeitsmarkt, so eröffnete Dr. Michael Borchard die Veranstaltung. Die Herausforderung bestehe nun darin, diese unterschiedlichen Erwerbsformen sinnvoll in die bestehende Arbeitsmarktordnung zu integrieren – mit dem steten Ziel vor Augen, mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen. Eine faire Arbeitsmarktordnung ist keine Utopie!

Generationengerechtigkeit: "Firmen werden in der Zukunft mit unbefristeten Verträgen werben"
Der deutsche Arbeitsmarkt ist im Wandel. Es gibt immer mehr Leihbeschäftigungsverhältnisse, befristete Verträge und die Rente mit 67. Die verschiedenen Generationen sind jedoch unterschiedlich von diesem Strukturwandel betroffen und es gilt daher auch individuelle Lösungen zu finden. Bei den Jungen spielt die Ausbildung die entscheidende Rolle für die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Älteren Generationen muss der Wiedereinstieg in ein normales, geregeltes Arbeitsverhältnis erleichtert werden. Überschattet wird diese Debatte vom demographischen Wandel und seinen Folgen.

Prekäre Beschäftigung: "Qualifizierung, Qualifizierung, Qualifizierung!"
Für Geringqualifizierte ist der Einstieg in Arbeit entscheidend, denn ohne Einstieg kann es keinen Aufstieg geben. Die Arbeitsmarktordnung muss daher gerade für sie offen und flexibel gestaltet sein. Im Mittelpunkt einer Arbeitsmarktpolitik für Geringqualifizierte muss daher die Befähigung zur Flexibilität stehen: Qualifizierung ist das Stichwort.

Frauenerwerbstätigkeit: "Gleichberechtigung bedeutet Wahlfreiheit!"
Demografischer Wandel und zunehmender Arbeitskräftemangel rücken die Bedeutung von Frauen als Arbeitnehmer zunehmend in den Mittelpunkt. Doch noch immer ist die Vereinbarkeit von Job und Familie häufig problematisch. Wichtig sind vor allem zwei Aspekte: ausreichend viele Betreuungsplätze für Kinder und bessere Bezahlung für klassische Frauenberufe.

Atypische Beschäftigung: "Wir können auf keinen verzichten"
Die Beschäftigung in Deutschland erreichte 2012 mit 41,5 Millionen einen historischen Hochpunkt. Durch die Reformen am Arbeitsmarkt entstanden jedoch auch sogenannte „atypische“ Beschäftigungsverhältnisse in großer Zahl. Sind sie ein Schlüssel zu einer fairen Arbeitsmarktordnung?

Kontakt

AbbildungMatthias Schäfer ›
Leiter des Teams Wirtschaftspolitik
Tel. +49 30 26996-3515
Matthias.Schaefer(akas.de


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