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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Bildung, Arbeitsmarkt, politische Teilhabe und Religion - diesen Kernthemen für gelingende Integration widmete sich die Berliner Integrationskonferenz am 4. Juni in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie war der zweite Teil einer Doppelkonferenz zu den Herausforderungen und Fortschritten in der Integrationspolitik in Europa.

In seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gerd Pöttering MdEP, die Bedeutung des Themas. Jeder fünfte Einwohner der Bundesrepublik hat eine Zuwanderungsgeschichte. Integration sei ein Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die meisten Zugewanderten eine Selbstverständlichkeit. Sie engagierten sich im Beruf, in Vereinen, in den Schulen ihrer Kinder. „Wir möchten ein Land“, so Pöttering weiter, „in dem jeder die Chance hat, seine Talente zu entwickeln und einzusetzen. Ein Land, für das sich Menschen gern engagieren und das mit Respekt vor der Geschichte und den Traditionen dieses Landes tun.“

In den letzten Jahren sei eine lösungsorientierte Integrationspolitik entstanden, die erste Erfolge zeige. „An manchen Stellen ist mehr zu tun, als in einer oder zwei Wahlperioden zu schaffen ist“, so der KAS-Vorsitzende weiter. Integration erfordere weiterhin Anstrengungen aller Beteiligten.

Die Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer forderte daraufhin einen gesellschaftspolitischen Klimawandel und eine neues Wir-Gefühl. In ihrer Grundsatzrede „Vielfalt als Chance“ betonte sie, dass wir in Zukunft von der nachholenden zur vorbereitenden Integration kommen müssten. Das bedeutet, dass Integration bereits vor der Ausreise im Heimatland beginnt: durch Informationen über die Arbeitsmöglichkeiten und die Anerkennung des Berufsabschlusses in Deutschland, durch Informationen zum Gesellschafts-, Rechts- und Bildungssystem und natürlich durch das Erlernen der deutschen Sprache. Individuelle und passgenaue Integrationsvereinbarungen seien ein sehr erfolgreiches Instrument, um Zuwanderer dann bei der möglichst schnellen und unkomplizierten Integration in verschiedenen Lebensbereichen zu unterstützen. Der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft sei keine Garantie für gelingende Integration, die sich vor allem durch eine gemeinsame Sprache, durch gute Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben realisiere. Maria Böhmer verwies auf die Meilensteine, die in den letzten Jahren erreicht worden sind, wie das Gesetz zur Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse und die Einrichtung von vier Zentren für Islamische Theologie in Deutschland.

Anschließend berichtete Dr. Ludger Gruber, stellvertretender Leiter der Politischen Bildung der KAS, vom ersten Teil der Doppelkonferenz „Integration in Deutschland – Was ist noch zu tun?“, die im März 2013 auf Schloss Eichholz stattgefunden hatte. Deren Erfahrungen flossen so in die Debatten der folgenden Arbeitsgruppen ein.

Ein Überblick

Forum I: Integration durch Bildung und Arbeit
Dr. Nils Abraham, der in der Konrad-Adenauer-Stiftung ein Projekt leitet, das Stipendiaten mit Zuwanderungsgeschichte fördert, wies auf den wichtigen Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeit und Integration hin. Jeder dritte Arbeitslose in Deutschland habe einen Migrationshintergrund; dies sei insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Deutschland bedeutsam. ...

Forum II: Politische Teilhabe und Soziale Platzierung
Im Forum 2 diskutierten John Monohan, Executive Director of Mosaic Institut aus Toronto und Bert De Wilde, von der niederländischen Botschaft. Die Moderation oblag Thomas Kufen, MdL NRW. ...

Forum III: Religion - Die Etablierung von Lehrstühlen für Islamische Theologie
Im 3. Forum diskutierten Coşkun Sağlam vom Osnabrücker Zentrum für Islamische Theologie, Dilwar Hussain aus Großbritannien und Dr. Umar Ryad von der Universität Leiden in den Niederlanden, moderiert von Katharina Senge, Koordinatorin für Zuwanderung und Integration der Konrad-Adenauer-Stiftung. ...

Abschlussdiskussion: Herausfoderungen der Zu- und Abwanderung von Fachkräften
Abschluss der Konferenz bildete ein Podiumsgespräch mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Bisher nicht diskutierte Aspekte wurden aufgegriffen, so die Frage der Diskriminierung am Arbeitsmarkt und die Zu- und Abwanderung von Fachkräften. ...

Kontakt

AbbildungBenedict Göbel ›
Koordinator für Integrationspolitik
Tel. +49 30 26 996 3457
benedict.goebel(akas.de


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