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In Gedenken an die Opfer der Shoah

Offizieller Holocaust-Gedenktag, KAS 'Denkt@g', Kunst aus dem Holocaust in Berlin

Von Anna Jandrey27. Jan. 2016


Bereitgestellt von: Auslandsbüro Israel
Hrsg.: Konrad-Adenauer-Stiftung Israel


"Die hier gezeigten Bilder mahnen uns ‑ jedes Bild auf seine eigene Art und Weise ‑, das, was geschehen ist, für immer im Gedächtnis zu behalten, das Andenken an die Opfer zu bewahren und uns mit ganzer Kraft für das 'Nie wieder!' einzusetzen". (Bundeskanzlerin Angela Merkel, 25. Januar 2016)

Heute, am internationalen Holocaust-Gedenktag, erinnert auch die KAS Israel an die vielen Opfer und an das große widerfahrene Leid der jüdischen Glaubensgemeinde durch die Shoah.

Am sogenannten ‘Denkt@g‘ führt die Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin in diesem Zusammenhang einen jährlichen Internetwettbewerb unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Norbert ‪Lammert‬ durch, der junge Leute dazu aufruft, sich mit der Erinnerung an ‪die Shoa‬ und NS-‪Diktatur‬, aber auch mit aktuellen Fragen zu ‪Rechtsextremismus‬ und ‪Fremdenfeindlichkeit‬ auseinanderzusetzen. Mehr Infos zu dem Wettbewerb unter www.kas.de/denktag.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete im Rahmen des Gedenktages am Montag (25.01) die Ausstellung „Kunst aus dem Holocaust – 100 Werke aus der Gedenkstätte Yad Vashem“ im Historischen Museum in Berlin. Die ca. 100 Malereien, Grafiken und Zeichnungen entstammen der Sammlung des Holocaust-Gedenkmuseums in Jerusalem („Yad Vashem“) und sind Werke jüdischer Künstler, entstanden in den Jahren von 1939 bis 1945. Die Leihgabe der Kunst aus Israel sei eine „symbolische Geste“ so der Präsident des internationalen Ausschwitz-Rates, Christoph Heubner.

Die israelischen Medien berichteten in dem Zusammenhang von der „bisher größten Ausstellung mit Holocaust-Kunstwerken“ außerhalb Israels. Merkels Rede bei der Eröffnung der Ausstellung - und vor allem ihre Ausführungen über die Gefahren und den Kampf gegen ansteigenden Antisemitismus in Deutschland - wurden zahlreich zitiert und aufgegriffen. In dem wöchentlichen Online-Podcast von Angela Merkel am Sonntag (24.01.) hatte sich die Kanzlerin diesem Thema ebenfalls und ausschließlich gewidmet. Die Bundeskanzlerin kündigte „intensives Vorgehen“ gegen antisemitische Strömungen in Deutschland an, die leider weiter verbreitet seien als man annehme. „Aber man muss auch im Kampf gegen den Antisemitismus einfach klare Grenzen setzen. Man kann versuchen zu argumentieren, immer wieder und immer wieder, aber es muss auch klar sein: Das hat keinen Platz in unserer Gesellschaft.“ Für die Sammlung fand sie lobende Worte: „Ich glaube, dass diese Ausstellung etwas sehr Besonderes ist. Sie zeigt dadurch, dass Yad Vashem uns die Exponate zur Verfügung gestellt hat, dass es hier doch eine sehr enge Zusammenarbeit gibt – und auch ein gewisses Vertrauen, dass eine solche Ausstellung in Deutschland auch die Würde hat, dass man diese Exponate weggibt. Das ist also etwas sehr Emotionales.“

Die Ausstellung im DHM Berlin läuft noch bis zum 3. April und bildet den Abschluss der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen.

Link zum Podcast der Kanzlerin: http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Mediathek/Einstieg/media-thek_einstieg_podcasts_node.html?cat=podcasts

Textversion zum Download:

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Podcast/2016/2016-01-23-Video-Podcast/links/download-PDF.pdf?__blob=publicationFile&v=4


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