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Cover: Sackgasse für die Flüchtlingsbewegung?

Sackgasse für die Flüchtlingsbewegung?

Susanna Vogt im Inforadio-Interview über die schwierige Situation Griechenlands in der Flüchtlingskrise


Berlin, 24. Feb. 2016

 
 

Tagtäglich kommen tausende Flüchtlinge auf den griechischen Inseln an. Zugleich lässt Mazedonien nur noch wenige Menschen durch. Die Herausforderung für Griechenland ist riesig, sagt Susanna Vogt. Das schwierige Verhältnis zu Mazedonien macht die Situation nicht unbedingt leichter.

 

Die Situation werde immer problematischer, sagt Susanna Vogt im Interview, denn immer noch kämen durchschnittlich 4.000 Menschen täglich über die Ägäis nach Griechenland. Nach wie vor sei Griechenland administrativ nicht ausreichend aufgestellt und die griechische Regierung gebe in der Flüchtlingskrise ein eher unglückliches Bild ab. Allein aufgrund der geografischen Lage sei die Herausforderung für das Land enorm groß.

"Potenzial für weitere Konfrontationen"

Zuletzt hatte sich die Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze verschärft: Mazedonien schloss seine Grenze zeitweise und lässt mittlerweile nur noch Iraker und Syrer ins Land. Die bilateralen Beziehungen, die von schweren außenpolitischen Verwerfungen in der Vergangenheit gezeichnet sind, könnten sich wieder verschlechtern: Zwar gebe es jetzt wieder eine Annäherung und Gespräche zwischen Griechenland und Mazedonien, „aber eben mit dem Potenzial für weitere Konfrontationen“, so Vogt.

Griechenlands Stimme wird nicht gehört

Auch die angesetzte Konferenz zwischen Österreich und den Balkan-Staaten, durch die die Flüchtlinge reisen, kritisiert Griechenland. Denn dort könnten Schritte eingeleitet werden, die Griechenland und seine Grenzen unmittelbar betreffen, „aber gleichzeitig wird die Stimme Griechenlands dabei nicht gehört“, sagte Vogt. Und so gebe es „die Befürchtung, dass sich Griechenland zur Sackgasse für die Flüchtlingsbewegung entwickelt“ und das Land in Europa allein gelassen werde.


Das ganze Interview können Sie hier nachhören. Bitte beachten Sie, dass Inhalte der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten nur zeitlich begrenzt abrufbar sind.

 

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