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Die SOPLA-Jahrespublikation 2016 widmet sich dem Thema „Innovationen“ und zeigt auf, wie der Übergang in eine zunehmend wissensbasierte Wirtschaft mit nationalen Innovationsystemen gelingen kann. Derzeit ist Lateinamerika schlecht auf diese post-industrielle Entwicklung vorbereitet.

Indikatoren wie der „Global Innovation Index“ zeigen, dass selbst die entwickelten Länder des Kontinents hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit lediglich im Mittelfeld verbleiben. Für die Verbesserung sozialer Indikatoren und der Pro-Kopf-Einkommen der Länder Lateinamerikas ist es von zentraler Bedeutung, die Innovationsfähigkeit der einzelnen Volkswirtschaften zu stärken. Das Thema „Bildung“ ist in diesem Zusammenhang bereits breit diskutiert worden, um dringend notwendige Produktivitätsschübe auszulösen. Allerdings bedarf es mehr als der Verbesserung der Breitenbildung, der Hochschulausbildung und der beruflichen Ausbildung.

Letztlich bilden Staat, Unternehmen und Gesellschaft ein System, welches durch wechselseitige Stimulierung zu gesellschaftlichem Fortschritt führen kann. Die Publikation soll aufzeigen wie dies gelingen kann und folgende Leitfragen thematisieren:

• Was sind Innovationen und wie misst man sie (Patentanmeldungen, Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Produktivität, Exportanteil)?

• Welche Bedeutung haben Innovationen für einzelne Volkswirtschaften der Region?

• Wer innoviert und erfindet? Welche Rolle hat der Staat?

• Länderprofile: Wo stehen die Länder im Innovationswettbewerb?

• Lateinamerikanische Innovationen: Erfolgsbeispiele, Start-ups aus einzelnen Ländern

• Welche Rahmenbedingungen sind dafür notwendig?

• Welche politischen und gesellschaftlichen Veränderungen sind notwendig, um private und staatliche Innovationen anzustoßen?

• Welche Bedeutung haben Innovationen für die Entwicklung eines Landes?

• Was behindert Innovationen?

• Welche Rolle spielen Großunternehmen, mittelständische Unternehmen, Start-Ups, private und staatliche Forschungsinstitute, staatliche Bildungseinrichtungen (Hochschulen), Verbraucher?

Hintergrund: Die wirtschaftliche Dynamik in Lateinamerika ist verglichen mit Süd- und Ostasien seit vielen Jahren unzureichend. Ein wesentlicher Grund dafür, sind die geringeren Wachstumsraten in der Region. Diese Wachstumsschwäche ist auf ein Bündel von Problemen zurückzuführen. Zudem ist es den meisten Ländern des Kontinents nicht gelungen sich aktiv und zum eigenen Nutzen in den Weltmarkt zu integrieren und ihre Ressourcenabhängigkeiten zu minimieren.

Der anhaltende Verfall von Rohstoffpreisen auf breiter Front zeigt, dass der Export von nicht oder nur primär verarbeiteten Ressourcen nicht Träger eines nachhaltigen Entwicklungspfades sein kann. Vielmehr ist es notwendig, dass die Länder Lateinamerikas sukzessive mit wissensintensiveren Produkten und Dienstleistungen international konkurrenzfähig werden und selbst zu Innovationen und technologischen Entwicklungen in der Lage sind.

Dieser Prozess ist abhängig von einem komplexen Innovationsystem, das heißt guten staatlichen Rahmenbedingungen und einem Institutionengefüge, das durch leistungsfähige Forschungseinrichtungen, innovationsorientierten Unternehmen und einer engen Rückkopplung von Technologiegebern und Technologienehmern gekennzeichnet ist. Wie der Aufbau eines solchen Systems gelingen kann soll im Mittelpunkt der Publikation stehen. Politische Handlungsempfehlungen ergänzen die länderspezifischen Analysen.

Unsere Veröffentlichung ist auch auf der digitalen Publikationsplattform ISSUU hinterlegt und kann hier abgerufen werden.


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