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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Das Archiv für Christlich-Demokratische Politik konnte jüngst das Berliner Gästebuch der Konrad-Adenauer-Stiftung übernehmen. Zahllose Staatsmänner und -frauen sowie weitere Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland haben die Stiftung seit Eröffnung der Akademie im Jahre 1998 mit ihrem Besuch beehrt und sich dabei im ledergebundenen Gästebuch verewigt.

Nicht jedem ist bekannt, dass die Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik neben ihren Kernaufgaben – Archivalien zur Christlichen Demokratie sammeln, sie Nutzern zugänglich machen sowie wissenschaftliche Forschungen fördern und deren Ergebnisse veröffentlichen – noch eine weitere wichtige Aufgabe hat: die Archivierung und Aufarbeitung der eigenen Aktenbestände der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Aufgrund der Archivordnung für das Archivgut der Konrad-Adenauer-Stiftung aus dem Jahr 2008 sind Vorstand, Geschäftsleitung und alle Arbeitseinheiten verpflichtet, dem ACDP alle im Rahmen ihrer Arbeit angefallenen Unterlagen anzubieten, die zur Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden. Dies betrifft Papierakten (Schriftstücke, Akten, Karteien, Pläne), aber auch digitale Datenträger jeder Art. Inzwischen umfasst der Bestand Konrad-Adenauer-Stiftung im ACDP (Archivsignatur: 12-001) beginnend mit dem Jahr 1957 mehr als 350 laufende Regalmeter Archivgut. Neben den „guten alten“ Aktenordnern, die immer noch den Hauptteil des Archivgutes ausmachen, werden digitale Daten – nicht zuletzt auch durch die Verfilmung von Papierakten – immer wichtiger.

Inhaltlich weist der Bestand eine enorme Spannbreite auf: von Bauunterlagen zu den Häusern in Sankt Augustin und Berlin, von Gremiensitzungen wie Mitgliederversammlungen, Kuratoriums- und Vorstandssitzungen über Arbeitsplanungen und Geschäftsberichte, von Programmen der Politischen Bildung über internationale Projekte und Veranstaltungen bis hin zur weltweiten Einrichtung von Außenstellen sind alle Arbeitsbereiche der Konrad-Adenauer-Stiftung umfassend dokumentiert.

Dazu kommen Objekte, die die Geschichte und Entwicklung unserer nun über 60 Jahre jungen Stiftung greifbar machen: Fotoalben aus den Anfängen auf Schloss Eichholz, Werbe- und Repräsentationsmittel der KAS oder Gästebücher der verschiedenen Standorte. Prunkstück ist dabei das Berliner Gästebuch der KAS im ledernen Schmuckeinband.

Das ACDP hat unlängst im Rahmen eines langfristigen Projektes mit der archivischen Aufarbeitung der umfangreichen KAS-Akten begonnen. Diese umfasst vereinfacht gesagt zwei Aspekte: einerseits konservatorische Maßnahmen im Sinne der dauerhaften Erhaltung und Lagerung der Archivalien. Auf der anderen Seite wird – auf Grundlage der Bewertungs- und Kassationsrichtlinien des Archivs – über die inhaltliche Archivwürdigkeit der Unterlagen entschieden. Diese Materialien werden anschließend in der Archivdatenbank Faust detailliert erschlossen. Die Aufarbeitung nach archivfachlichen Kriterien ist Voraussetzung für den Erhalt und die sinnvolle Nutzung des Archivbestandes als „Gedächtnis“ der Konrad-Adenauer-Stiftung. Damit werden in Zukunft interne und (natürlich nur nach sorgfältiger Prüfung!) externe Recherchen zu Geschichte und Entwicklung unseres Hauses wesentlich erleichtert.

Frei nach dem Zitat unseres Namensgebers: „Eine gewissen Kenntnis der Geschichte ist ja doch die Grundlage jedes politischen Denkens“ (zitiert aus Gespräch Konrad Adenauers mit Herbert Altschull am 14. Mai 1958), gilt auch für die Konrad-Adenauer-Stiftung: Nur wer die EIGENE Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gut und dauerhaft gestalten.

Kontakt

AbbildungPeter Crämer
Sachbearbeiter
Tel. +49 2241 246-2510
Peter.Craemer(akas.de


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