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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Vom 23. bis 25. Juni trafen sich in Cadenabbia junge Experten und erfahrene Praktiker aus den Bereichen internationale und Innere Sicherheit, Radikalisierungsprävention sowie Terrorismusbekämpfung. Es war das erste Treffen des neugegründeten Arbeitskreises (AK) der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Schwerpunkt „Terrorismus und Innere Sicherheit“.

Zusammengebracht wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von Dr. Kristina Eichhorst, Koordinatorin für Terrorismusabwehr und Krisenmanagement der KAS und Leiterin des AK. Die Stiftung reagiert mit der Gründung des AK auf die rasant gestiegene Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus sowie die zunehmende globale Verschränkung von Innerer und äußerer Sicherheit.

Das Arbeitsprogramm des ersten AK-Treffens war ambitioniert und wurde trotz tropisch anmutender Außentemperaturen konzentriert abgearbeitet: In sechs Diskussionsrunden bearbeiteten die Teilnehmer ein breites Themenfeld, das von der terroristischen Bedrohungslage und ihren Ursachen über gesetzliche und behördliche Sicherheitsmaßnahmen bis hin zu Fragen der Deradikalisierung und der Zukunft der Terrorismusabwehr reichte. Intensiv wurden zahlreiche Fragen diskutiert: Wie gut sind die Sicherheitsbehörden aufgestellt? Welche Grenzen sind der Terrorismusabwehr in einem Rechtsstaat gesetzt? Wie effizient sind Maßnahmen der Radikalisierungsprävention und der Deradikalisierung international und in Deutschland? Welche Rolle spielt die Türkei bei der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus? Was ist Horizon-scanning und wie kann Big Data dabei helfen, den Terrorismus einzudämmen? Und wie wird sich die terroristische Herausforderung verändern, wenn der „Islamische Staat“ (IS) in seinem Kernland besiegt wird?

Austausch und Verschränkung von Expertise

Dies waren nur einige der Fragen, die an dem Wochenende erörtert wurden. Hierbei traf wissenschaftlich geschultes Expertenwissen auf Erfahrungen von Praktikern aus Sicherheits- und Bundesbehörden sowie aus der Politik. Die unterschiedlichen biographischen und disziplinären Horizonte der AK-Mitglieder sorgten dabei für einen überaus fruchtbaren Austausch. Schnell wurde klar, dass sich hier ein hochmotiviertes Team zusammengefunden hat. Insbesondere der Netzwerk-Gedanke des AK wurde vielfach gelobt, weil hierdurch ermöglicht werde, was bislang mitunter zu kurz gekommen sei: die Verschränkung von Expertise zu internationaler und Innerer Sicherheit angesichts der zunehmenden globalen Verschränkung von Innerer und äußerer Sicherheit.

Quo vadis AK?

Der inhaltliche Schwerpunkt des AK liegt nun vorerst auf der globalen und nationalen Herausforderung durch den islamistischen Terrorismus. Deutlich wurde in den Diskussionen während dieses Wochenendes aber auch, dass Rechts- und Linksextremismus bzw. -terrorismus gleichermaßen in den Fokus genommen werden müssen. Gerade die in Ansätzen spürbare Dynamik zwischen islamistischer und rechtsextremistischer bzw. islamfeindlicher Gewalt zeigt, dass eine isolierte Perspektive der gegenwärtigen Problemlage den aktuellen Herausforderungen nicht gerecht werden kann. Zukünftig wird sich der AK zweimal im Jahr regulär, bei Bedarf auch häufiger treffen, um den fortgesetzten Austausch unter den Mitgliedern sowie mit externen Experten sicherzustellen. Langfristig soll die Bildung dieses Netzwerkes von Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Behörden, Zivilgesellschaft, Medien und Wirtschaft dazu beitragen, aktuelle Fragestellungen unter Einbringung vielfältiger unterschiedlichster Perspektiven und Erfahrungen zu diskutieren, spezifische Hintergrundinformationen bereitzustellen und konkrete Handlungs- und Politikempfehlungen zu entwickeln.

Kontakt

AbbildungDr. Kristina Eichhorst ›
Koordinatorin für Terrorismusabwehr und Konfliktmanagement
Tel. +49 30 26996 3398
kristina.eichhorst(akas.de


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