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Nordkorea: Entspannung oder weitere Eskalation?

Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung berichten über die sich zuspitzende Lage in Ostasien

18. Okt. 2017Kommentieren


Die koreanische Halbinsel steht in diesen Wochen mehr denn je im Fokus der globalen Aufmerksamkeit. Seitdem Kim Jong Un die Macht von seinem Vater übernommen hat, reiht der nordkoreanische Diktator einen Raketen- und Nukleartest an den nächsten. Die Nervosität in Ostasien wächst – die Weltgemeinschaft sucht nach einer Strategie. Über die Reaktionen auf die jüngeren Eskalationen und die Folgen für die Sicherheitslage in Ostasien berichten die Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung aus der Region und aus anderen Teilen der Welt. Ihre wichtigsten Beiträge finden sie auf dieser Seite.

Nordkorea bedrohte Australien direkt - und dennoch könnte Canberra einen wichtigen Beitrag für den Frieden leisten. Im Video erläutern Dr. Beatrice Gorawantschy und Peter Jennings den Ernst der Lage und wie Australien zum Dialog beitragen könnte. | Foto: © Uwe Brodrecht / Flickr / CC BY-SA 2.0

Die Konstellation könnte kaum komplizierter sein. Nordkorea, wohl das isolierteste Land der Welt, folgt seiner eigenen Staatsräson und forciert den Aufbau eines Arsenals an Nuklearwaffen. Zugleich provoziert das Land die Nachbarn durch immer regelmäßigere Raketen- und zuletzt auch erneut einen Wasserstoffbombentest. Das internationale Sanktionsregime wurde zwar nach und nach verschärft, und selbst von China mitgetragen. Doch gerät diese Maßnahme der Weltgemeinschaft ob der augenscheinlichen Wirkungslosigkeit zunehmend in die Kritik.

Die USA reagieren scharf auf die Vorkommnisse in Ostasien und die offenen Drohungen aus Pjöngjang und bringen gar eine militärische Lösung ins Spiel. China zeigt sich kooperationsbereiter und beteiligte sich an den Verschärfungen der Sanktionen. Von Nordkorea als Pufferstaat zum amerikanisch gestützten Süden scheint sich Peking allerdings vorerst nicht lösen zu wollen. Japan steht allein schon geographisch im Fadenkreuz Nordkoreas: Alle Testraketen können letztendlich nur in Richtung Nippon fliegen. Premier Abe muss Stärke zeigen und forciert die Umgestaltung der japanischen Selbstverteidigungskräfte. Südkorea sitzt zwischen den Stühlen: Die Initiativen der neuen Regierung unter Staatspräsident Moon zu mehr Offenheit und Kommunikation mit dem Norden sind angesichts der Eskalationen ins Leere gelaufen. Seoul muss sich schützen, ist zugleich in jeglicher militärischer Konstellation stets der totalen Zerstörung ausgeliefert.

Schon werden Stimmen laut, dass der de facto Atomstatus Nordkoreas nun endgültig zementiert ist und Gespräche initiiert werden müssen. Ob sich mit der vermeidlichen Sicherheit, in der sich das Regime dann wiegen würde, etwas in der Verhandlungsbereitschaft ändert? Eine Konstellation wie bei den Verhandlungen mit dem Iran wird von verschiedenen Seiten ins Spiel gebracht. An einem Konflikt kann keine Seite Interesse haben. Zugleich: Wer ist tatsächlich bereit, für eine friedliche Lösung der Korea-Frage seine eigenen Standpunkte aufzugeben?

Antworten auf diese Fragen geben unsere Auslandsmitarbeiter in Ihren Publikationen und Interviews, die Sie im Folgenden und in der Seitenspalte finden.

Aktuelle Berichterstattung, Publikationen und Veranstaltungshinweise finden Sie auf den Seiten der Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ostasien und der Pazifik-Region: Korea | Japan | China | Australien | USA

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