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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Als Auftakt für die zweite Runde des „energylabs“ fand am 11. September 2017 in Brüssel das hochkarätig besetzte „Symposium Europäische Energiepolitik“ statt. Der Fokus lag dabei auf der marktwirtschaftlichen Neuausrichtung der Energiewende am Standort Deutschland und Europa.

Für die notwendige Weiterentwicklung des Europäischen Energiebinnenmarkts und die europäische Einbettung der deutschen Energiewende braucht es neue Impulse aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Deshalb engagiert sich die Konrad-Adenauer-Stiftung seit dem Jahr 2016 im "energylab 2030" des Wirtschaftsrats der CDU

Neben der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützen ARGE Netz, E.ON, Iberdrola, Tennet und VERBUND als namhafte Energieunternehmen das „energylab“. Die 2016 gestartete Initiative hat zum Ziel, unter Einbeziehung von Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft Konzepte für einen wettbewerbsfähigen, verlässlichen und innovativen EU-Energiemarkt bis zum Jahr 2030 zu entwickeln. Hierzu werden in einem Design-Thinking-Prozess Lösungsvorschläge zu Fragen der Versorgungssicherheit, Preisbildung, Energieeffizienz, Integration Erneuerbarer Energie, Sektorkopplung, des Klimaschutzes sowie rund um das Themenfeld „Innovation und Digitalisierung“ erarbeitet.

Als Auftakt für die zweite Runde des „energylabs“ fand am 11. September 2017 in Brüssel das hochkarätig besetzte „Symposium Europäische Energiepolitik“ statt. Der Fokus lag dabei auf der marktwirtschaftlichen Neuausrichtung der Energiewende am Standort Deutschland und Europa. In seiner Keynote betonte der für Energiepolitik zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Dr. Maroš Šefčovič die Wichtigkeit einer gemeinsamen Europäischen Energiestrategie als Voraussetzung für mehr Wohlstand in Europa. Ein neuer legislativer Rahmen sei notwendig, um die weitere Entwicklung hin zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden System zu meistern. Eine große Herausforderung auf diesem Weg sei die Überwindung nationaler Egoismen, um eine für alle Mitgliedstaaten moderne, das heißt eine sichere, kostengünstige und klimaverträgliche Energieversorgung zu gewährleisten. Mit Blick auf den Klimaschutz seien wiederum die einzelnen Mitgliedstaaten gefordert, in den nächsten Monaten an den europäischen Klimazielen orientierte nationale Klimaschutzpläne vorzulegen. Auch hierbei gelte es, so Šefčovič, Innovationsmut und Unternehmertum zu unterstützen!

In den anschließenden Diskussionsrunden brachten die verschiedenen Wirtschaftsvertreter ihre Kernanliegen für eine zukunftsfähige Energieversorgung zum Ausdruck, die sich mit den folgenden Schlagworten zusammenfassen lassen: Investitions- und Versorgungssicherheit, politische Verlässlichkeit, angemessene Lastenverteilung, Systemmanagement bei der Stromnetzinfrastruktur, beschleunigte Sektorkopplung, Energieeffizienzsteigerung und Korrekturen im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz, insbesondere hinsichtlich der ausgeuferten finanziellen Förderzusagen und der wettbewerblichen Abschottung der Erneuerbaren vom restlichen Energiemarkt.

Kontakt

AbbildungJasper Eitze ›
Koordinator für Energie-, Klima- und Umweltpolitik
Tel. +49 30 26996-3635
Jasper.Eitze(akas.de


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