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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Am 29.09.17 wurde auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit der Latvian Transatlantic Organisation sowie dem Centre for East European Studies der Film „Nemtsov“ mit anschließender Diskussion gezeigt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Elisabeth Bauer, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung für die Baltischen und Nordischen Staaten und Andis Kudors, Leiter des Centre of East European Studies. Der Autor des Films, Vladimir Kara- Murza gab zudem noch eine kurze Einführung mit welcher Intention er diesen Film gemacht hatte. Kara-Murza hat eine besondere familiäre Beziehung zu Lettland, da einer seiner Vorfahren u.a. der erste lettische Botschafter in England gewesen ist.

Der Film ist eine Dokumentation über die Person und das Leben des russischen Politikers Boris Nemtsov. Es wird sein Werdegang, seine Familie, sein Leben bis zu seinem Eintreten in die Politik, zunächst in Nischni Nowgorod auf lokaler Ebene, bis hin zu seinen Tätigkeiten in der nationalen Politik Russlands, dargestellt. Dazu werden Originalfotos und -videos gezeigt, Interviews mit Angehörigen, Bekannten und politischen Unterstützern oder Wegbegleitern gezeigt, die ihre persönlichen Sichtweisen auf die Person Nemtsov, seine Einstellungen und sein Handeln erläuterten. Der Film beschäftigt sich ausdrücklich nicht mit den Hintergründen oder Mutmaßungen über seinen Tod am 27. Februar 2015, sondern ausschließlich mit seinem Leben. Die Dokumentation ist in Russisch und mit englischen Untertiteln unterlegt.

In der anschließenden Disksussion stellte sich Vladimir Kara-Murza den Fragen und Kommentaren der Teilnehmer. Moderiert wurde die Diskussion von Andis Kudors. In der Diskussion betonte Kara-Murza die saubere und ehrliche Politik, die Boris Nemtsov vertreten hatte und erhielt dafür Zustimmung aus dem Publikum. Desweitern zeigt sich Kara-Murza davon überzeugt, dass der Widerstand gegen das autoritäre Regime Putins weiter wachsen wird. Hierbei legte er ein besonderes Augenmerk auf die vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in März und Juni gegen die politische Situation protestiert haben. In dieser Bevölkerungsgruppe wünschen sich viele einen Regierungswechsel, so Kara-Murza. Besondere Bedeutung kommt so Kara-Murza in Russland den soziale Netzwerken wie Facebook, Twitter oder auch online Nachrichtendiensten zu, da auf diesem Weg Nachrichten direkt ihre Adressaten finden können. Die Regierung könne zwar die russischen TV- und Radiosender kontrollieren, bei allen Versuchen das Netz zu kontrollieren, ist eine Kontrolle dort aber nicht möglich – trotz der stattgefundenen Schließungen von Websites etc..

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Herausgeber
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.


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