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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

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Im Mittelpunkt des Seminars stand die Untersuchung von zwischenstaatlichen Beziehungen im Rahmen der Globalisierung und das Verhandeln von regionalen Verträgen, mit dem Ziel herauszufinden zu welchem Grade diese die Regierungsführung beeinflussen und nachhaltige Entwicklung, Kooperation und sozialen Zusammenhalt fördern.

Das Seminar, „Entwicklung, Infrastruktur und regionaler Zusammenhalt: Erfahrungen aus der europäischen Union und Südamerika“, des Jean-Monnet-Lehrstuhls wurde vom Betriebsrat der nationalen Entwicklungsbank (AFBNDES) mit der Unterstützung des Regionalprogramms Energiesicherheit und Klimawandel in Lateinamerika (EKLA) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) organisiert.

Das Seminar, welches vom 16. bis am 17. Oktober in Rio de Janeiro im Hauptsitz der brasilianischen Entwicklungsbank (BNDES) stattfand, befasste sich mit den Fortschritten und Perspektiven der regionalen Integration. Im Zentrum der Debatte standen Fragen zu der, in den regionalen Verträgen vorgesehenen, gesellschaftlichen Beteiligung und zu den Rollen der Entwicklungsbanken als technische und finanzielle Unterstützer von Infrastrukturprojekten. Besondere Aufmerksamkeit kam der brasilianischen Entwicklungsbank (BNDES), dem Hauptakteur bei der Implementierung der staatlichen Anlagepolitik, zu.

Der thematische Schwerpunkt des Events lag auf der Rolle der Infrastruktur für Entwicklung mit einer Analyse der Potenziale und Herausforderungen im Rahmen der Initiative für Integration regionaler Infrastruktur in Südamerika (IIRSA), dem Kohäsionsfonds der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik (CAP). Der Analyse folgte eine Debatte über die Einführung einer gemeinsamen Agrarpolitik in Südamerika, über die Entwicklungszusammenarbeit in Europa, Südamerika und Asien und die Konjunkturaussichten und zukünftigen Rollen der Entwicklungsbanken.

Im Laufe der Jahre haben die Länder Südamerikas einige Initiativen zur Förderung der regionalen Integration mit Fokus auf verbesserte Bürgerbeteiligung, Reduzierung von Ungleichheiten und eine saubere und ökologisch ausgewogene Umwelt erarbeitet. Zu solchen Initiativen gehören unter anderem der MERCOSUR, die Andengemeinschaft, die Organisation des Amazonaspaktes (OTCA) und seit neuerem auch die IIRSA, welche im Jahre 2000 gegründet wurde und seit 2011 als technisches Forum von COSIPLAN (Infrastruktur- und Planungsrat) Teil der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) ist. Die Integrationsstrukturen in Südamerika sind allerdings noch stark fragmentiert und Aspekte wie Regierungsführung und Rechtssicherheit sollten verbessert werden. Angesichts dieser Defizite und mit dem Ziel wissenschaftliche Akteure sowie Akteure aus dem Privat- und Finanzsektors stärker zu verpflichten, konzentrierte sich die Debatte auf die Analyse der aktuellen Situation, auf Vergleiche mit Integrationsmodellen aus Europa und Asien und auf das Ausarbeiten von Vorschlägen für die Zukunft Südamerikas.

Kontakt

AbbildungKarina Marzano Franco
Projektkoordinatorin
Tel. +55 21 2220 5441
Karina.Marzano(akas.de


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