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Auf den Erfolg des Eröffnungsworkshops des ASEAN Security Connectivity (ASC) Projekts aufbauend, führte KASPDA das Projekt nun in die zweite Runde. Vom 19. Bis 21. März brachte das Regionalprogramm gemeinsam mit unserem Partner, Diplomatic Academy of Vietnam (DAV) und dem Länderbüro Vietnam, die ASC Expertengruppe abermals zusammen, um in Hanoi die Zukunftsoptionen einer ASEAN basierten Sicherheitskooperation zu definieren.

In Hanoi konnten wir uns über die Teilnahme des stellvertretenen Außenministers Vietnams freuen. Minister Nguyễn Quốc Dũng ist für ASEAN Angelegenheiten in der vietnamesischen Außenpolitik verantwortlich und gab der anwesenden Arbeitsgruppe einen Einblick in diesbezügliche Prioritäten und Erwartungen Hanois sowie die Selbstauffassung hinsichtlich der eigenen Rolle in der ASEAN. Die gewünschten Ergebnisse der ASC Projektlinie, bestehend aus drei Workshops und einer öffentlichen Präsentation Anfang 2019, sind sowohl eine Buchpublikation als auch eine Liste mit klaren politischen Handlungsempfehlungen, die in die beiden kommenden ASEAN Vorsitze eingespeist werden sollen. Da Vietnam und Minister Nguyễn den Vorsitz im Jahr 2020 innehaben und diesen im Jahr 2019 vorbereiten werden, war dessen Teilnahme eine ebenso große Freude wie Chance. Hanoi sei zu einer tieferen Sicherheitskooperation in der Region bereit, so lange diese nicht entgegen essentieller nationaler Sicherheitsinteressen steht. „ASEAN kann und muss generell das Medium für eine regelbasierte und auf gegenseitigem Verständnis beruhende regionale Sicherheitskooperation sein“, so der Minister. Minister Nguyễn zeigte ich sehr an den politischen Handlungsempfehlungen interessiert und werde diese in die Planungen für den Vorsitz einbeziehen.

In ihren jeweiligen Begrüßungsreden betonten der Präsident des DAV, Prof. Nguyen Vu Tung, KASPDA Direktor Christian Echle und KAS Vietnam Direktor Peter Girke, dass regionale Integration die beste Antwort auf die wachsende Zahl transnationaler Sicherheitsherausforderungen sei. Solche Herausforderungen könne man nicht in nationaler Isolierung sondern nur im Rahmen regionaler Kooperation begegnen. Die Teilnehmer stimmten dem zu und folgten dementsprechend mit ihrem Input. Der ehemalige thailändische Außenminister H.E. Kasit Piromya begann mit Einblicken in ASEAN Sicherheitskooperation aus erster Hand. Während seiner Zeit als Außenminister trat die ASEAN effektiv als Mediator in einem südostasiatischen interstaatlichen Konflikt auf. Im thai-kambodschanischen Grenzkonflikt von 2008 bis 2011 vertrat Herr Kasit die thailändische Seite und schilderte in Hanoi unter anderem wie effektiv und proaktiv der damalige ASEAN Vorsitz Indonesien in der Krise vermittelte. Insbesondere sei der schlussendliche Erfolg der diplomatischen Bemühung Marty Natalegawas, damaliger indonesischer Außenminister, zu verdanken. Ferner fühlten sich weitere Mitgliedsstaaten durch ASEANs Initiative in die Lage versetzt, Druck auf die beiden Parteien ausüben zu können. Beides habe letztendlich zu einer Beendigung der Auseinandersetzungen geführt.

Von diesem erfolgversprechendem Start motiviert, konnte die ASC Arbeitsgruppe die Ziele des zweiten Workshops erfüllen und die Kernbestandteile der ASC herausarbeiten. Gemeinsam erarbeiteten wir die die Notwendigkeiten und beleuchteten zahlreiche Optionen aus verschiedenen Perspektiven. Prof. Leszek Buszynski beispielsweise analysierte die Bedeutung von vertikaler Sicherheitskonnektivität zwischen regionaler und nationaler sowie öffentlicher und privater Hand. Weitere Diskutanten, etwa Dr. Vannarith Chheang und Frau Hoang Thi Ha, erarbeiteten den Multiakteursansatz des Konzepts und definierten regionale und nationale Akteure sowie horizontale Kooperationsmöglichkeiten verschiedener ASEAN Institutionen untereinander. Am Folgetag konnten große Fortschritte hinsichtlich der Definition der Handlungsoptionen erreicht werden. Die ASC wurde mit verschiedenen Möglichkeiten und einer schrittweisen Implementierung versehen, welche der Öffentlichkeit Anfang 2019 vorgestellt werden sollen.

Bitte verfolgen Sie unsere Webseite oder kontaktieren Sie unseren Projektverantwortlichen für Updates und Ergebnisse. KASPDA freut sich bereits auf den dritten und letzten Workshop im September 2018. Dort werden die erste Fassung der Buchpublikation diskutiert sowie die politischen Handlungsempfehlungen geschrieben. Das gesamte KAS Team und die DAV möchten sich an dieser Stelle bei unseren Gästen und Freunden bedanken. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im September.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Herausgeber
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.


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