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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Analysen und Argumente

Für Luther waren Freiheit und Sicherheit nur im Glauben zu erreichen. Prägende Theologen im 19. Jahrhundert verstanden Freiheit als spirituelle Freiheit, die sich in vorgegebenen politischen Strukturen verwirklichen konnte. Die Nachwirkungen zeigen sich noch heute in Bestrebungen, dem Staat Instrumente einzuräumen, um die öffentliche Ordnung zu garantieren oder um soziale Ungleichheiten zum mildern. Beide bergen freiheitsgefährdende Züge. Christliche Entscheidungsträger müssen immer wieder nach der Rechtfertigung von Einschränkungen der Freiheit zugunsten von Sicherheit fragen. +++ NUR ONLINE

Der katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Gespräch mit Bundeswehrsoldaten. | © KS / Doreen Bierdel© KS / Doreen Bierdel
„Die Aufgabe des öffentlichen Christentums ist es, die Spannung von Sicherheit und Freiheit bewusst zu halten und aus dem Glauben heraus beständig nachzufragen, mit welchen Gründen die Freiheit der Menschen aufgrund staatlichen Handelns eingeschränkt wird. Im Bild: Der katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Gespräch mit Bundeswehrsoldaten.

Zum Mitnehmen

  • Die Gewährleistung von Sicherheit und Freiheit sind in modernen Gesellschaften wichtige Aufgaben der Politik. Der lutherische theologische Ansatz, dass beide nur im Glauben erlangt werden können, genügt nicht mehr.
  • In der Auseinandersetzung mit den Freiheitsgefährdungen des 19. Jahrhunderts verstand eine strukturkonservative evangelische Theologie Freiheit als innere Freiheit, die in vorgegebenen Ordnungen verwirklicht werden kann.
  • Diese bis heute prägenden Vorstellungen zeigen sich in Bestrebungen, dem Staat möglichst viele Instrumente zu geben: zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung oder zur Milderung sozialer Ungleichheiten. Sie bergen aber die Gefahr, antifreiheitlich zu wirken.
  • Die Aufgabe des öffentlichen Christentums ist es, die Spannung von Sicherheit und Freiheit bewusst zu halten und aus dem Glauben heraus beständig nachzufragen, mit welchen Gründen die Freiheit der Menschen aufgrund staatlichen Handelns eingeschränkt wird.

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Kontakt

AbbildungElisabeth Enders
Redakteurin
Tel. +49 2241 246-2264
Elisabeth.Enders(akas.de


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