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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

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„Struggles of the working class“ war das Thema des dritten Discourse Cafés mit der Gastrednerin Wendy Pekeur. Die Veranstaltung fand am 15. Mai 2018 an der Stellenbosch Universität statt und ist Teil der Discourse Café Reihe, welche gemeinsam von dem Frederik van Zyl Slabbert Institute (FVZSI) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) organisiert wird. Das Ziel dieser Reihe ist es, eine sachkundige Diskussionskultur über aktuelle Themen zu fördern.

Die Gastrednerin Wendy Jasmine Pekeur hat die erste auf Frauen fokussierte Gewerkschaft in Südafrika gegründet, welche vor allem für die Rechte von Arbeiterinnen in der Landwirtschaft kämpft. Frau Pekeur arbeitet vor allem in der Westkap Provinz, der führenden Weinanbauregion Südafrikas. Durch die Anwendung des Gewerkschaftsmodells im landwirtschaftlichen Sektor wird Frauen (überwiegen Saisonarbeiterinnen) geholfen, den Kreislauf aus Armut, Entmündigung und Alkoholismus zu durchbrechen.

Um ihre Arbeit für die Gewerkschaft besser einordnen zu können, gab Frau Pekeur zu Beginn ihres Vortrags ein paar Hintergrundinformationen über sich selbst. Sie wuchs auf einer staatlichen Farm in der Westkap Provinz auf. Ihr erster Job war auf einer Obstplantage als Saisonarbeiterin. Dort erlebte sie zum ersten Mal, dass es Saisonarbeitern im Gegensatz zu Arbeitern mit festem Arbeitsvertrag nicht möglich war, einer Gewerkschaft beizutreten, obwohl dieses Recht im Artikel 23 der südafrikanischen Verfassung fest verankert ist. Um diese Ungleichheit zu ändern, gründete Frau Pekeur eine Gewerkschaft mit Fokus auf weiblichen Saisonarbeitern.

Im weiteren Verlauf ihres Vortrags verdeutlichte Frau Pekeur sowohl die Herausforderungen und Probleme von Arbeitern im landwirtschaftlichen Sektor, als auch die Fortschritte und Verbesserungen, welche in den letzten Jahren bereits erzielt wurden. Zum Schluss plädierte sie noch für eine stärkere Sensibilisierung von Konsumenten. Konsumenten hätten die Macht durch ihr Kaufverhalten Druck auf Einkäufer und Produzenten auszuüben, um eine ethisch und sozial verantwortliche Produktionsweise zu fördern.

Kontakt

AbbildungChristina Teichmann
Programmbeauftragte (Büro Kapstadt)
Tel. +27 21 422 3844
Christina.Teichmann(akas.de


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