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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Ein Podium im Campus Muengersdorf in Köln sollte sich mit "Herausforderung der Demokratie im 21. Jahrhundert" auseinandersetzen. Es biss sich an der Migrationsfrage fest, und das zu Recht! Mehr solche Podien, und wir kommen aus der Diskurssackgasse heraus!

In einer gemeinsam mit dem Campus Muengersdorf durchgeführten Podiumsdiskussion gestern in Köln sollte zu Herausforderungen der Demokratie“ diskutiert werden, daraus wurde nichts, und das war gut so! Sehr schnell hatten sich die Diskutanten, Serap Güler, Staatssekretärin für Integration in der Landesregierung NRW, Prof. Dr. Christian Hillgruber, Staatsrechtler an der Uni Bonn, und der Publizist und Medienunternehmer Klaus Kelle, am Thema Migration und Integration festgebissen!

Es war für den Abend ein Segen, dass sie nicht gezwungen worden sind, alle Herausforderungen durchzuhecheln, sondern sich auf eine konzentrieren konnten. Es war deswegen eine so weiterführende Diskussion, weil sich die Podiumsteilnehmer nahestanden, sich aber in der Sache nicht schonten. Alle waren sich in zwei Dingen einig: Erstens, rein „technische“ Integrationskriterien wie Bildung, Arbeit und Sprache reichen für die Integration nichts aus, es muss einen grundsätzlichen Wertekonsens geben. Serap Güler nannte –in Topform - dies „Leitkultur“ und verwahrte sich gegen die linke Verunglimpfung des Wortes als Umschreibung von Schweinebraten und Gartenzwerge“. Zweitens, und das war das wichtigste Signal der Veranstaltung: Wir können es uns nicht mehr leisten – wie es 50 Jahre lang, so Hillgruber, geschehen ist – über Zuwanderung, Einwanderung, Flüchtlingspolitik verdruckst, ausweichend zu diskutieren und die Politik dazu irgendwie geschehen zu lassen. Dieses Land muss sich klarer werden, was es eigentlich will! Aber der Diskurs darüber darf sich nicht so lagergespalten und unversöhnlich abspielen wie in den mittlerweile fast drei Jahren nach der neuerlichen Migrationswelle. Eine lagerübergreifende „Koalition der Vernunft“ ist notwendig, wie sie sich an diesem Abend vor den Augen der über 60 Teilnehmer abgespielt hat.

Am Ende war der kritische Konservative Klaus Kelle von Serap Gülers Positionen begeistert und gab das Bonmot des Abends von sich: „Ich hoffe, ich schade Ihnen nicht, wenn ich Sie jetzt lobe“! Wir brauchen mehr solcher Debatten!

Kontakt

AbbildungDr. Johannes Christian Koecke ›
Koordinator Politische Grundsatzfragen und Transatlantische Beziehungen
Tel. +49 2241 246 4400
Christian.Koecke(akas.de


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