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Im Jahr 2019 werden die Südafrikaner an den sechsten demokratischen Parlamentswahlen teilnehmen. Die Wahlen finden inmitten der allgemeinen Unzufriedenheit der Mehrheit der Wähler statt. Die politischen Parteien werden sehr hart arbeiten müssen, um die Unterstützung der Erstwähler zu gewinnen.

Im Jahr 2019 werden die Südafrikaner an den sechsten demokratischen Parlamentswahlen teilnehmen. Die Wahlen finden inmitten der allgemeinen Unzufriedenheit der Mehrheit der Wähler statt. Die politischen Parteien werden sehr hart arbeiten müssen, um die Unterstützung der Erstwähler zu gewinnen.

ICOUNT Seminare fanden im Mai 2018 an 20 Schulen in Ekurhuleni, Johannesburg und Soweto in der Provinz Gauteng statt. Sie wurden in Zusammenarbeit mit HDI for Good durchgeführt. Über 2000 Schüler der Klassen 10 und 11 nahmen an den Seminaren teil.

Die meisten Schulen befinden sich in den Townships, einige in den Vororten. Das Seminar begann mit einem Theaterstück von zwei Schauspielern mit den Künstlernamen Thandi und Sipho. Nach dem Stück folgten Diskussionen. Die Präsentation erfolgte in einer Mischung aus Englisch und lokalen afrikanischen Sprachen.

Die Präsentation wurde in 3 Phasen unterteilt:

  • Woher kommen wir (vor 1976) - mit Blick auf Südafrika zu Zeiten der Apartheid, als die Schwarzen kein Wahlrecht hatten;
  • Wo sind wir jetzt (nach 1994 bis heute) - wie weit Südafrika gekommen ist, ob sich das Leben im Vergleich zu 1994 verbessert hat;
  • Wohin gehen wir (Wahlen 2019) - es wurde diskutiert, welche Auswirkungen die Lernenden haben können, wenn sie aktiv am demokratischen Prozess teilnehmen.

Ziel der ICOUNT Eventreihe ist es, den Jugendlichen zu zeigen, dass sie wertvoll sind und einen Beitrag in der Gesellschaft leisten können. Sie sollen auch daran erinnert werden, dass ihre Stimme das gleiche Gewicht hat wie die aller anderen. Sie dürfen ihre Macht als Wähler nicht unterschätzen. Südafrika, wie die meisten Demokratien, erlebt eine Apathie jugendlicher Wähler. Die Mehrheit der Jugendlichen, insbesondere die Erstwähler, sind nicht an Wahlen und allgemeinen Bürgerpflichten interessiert.

Die Jugend ist die Zukunft, die Zukunft Südafrikas liegt in ihren Händen. Jugendliche nehmen sich jedoch nicht die Zeit, die Manifeste der politischen Parteien zu lesen, um zu sehen, welche Partei ihre Interessen am besten vertritt.

Wählen oder nicht wählen

EINIGE DER GRÜNDE, DIE FÜR DIE NICHTABSTIMMUNG GENANNT WURDEN, WAREN:

  • unsere Eltern wählen seit 1994, aber sie leben immer noch in Hütten;
  • unsere Eltern sind arbeitslos;
  • wir werden kein Geld haben, um für unsere weitere Bildung zu bezahlen, wenn wir die 12. Klasse bestehen;
  • wir leben in Armut; es gibt keine Dienstleistungen in unseren Gebieten, es gibt eine hohe Kriminalitätsrate und die Polizei hilft uns nicht, wir bekommen keine angemessene Gesundheitsversorgung.

EINIGE DER ANGEGEBENEN GRÜNDE FÜR DIE WAHL WAREN:

  • Ich glaube, dass meine Stimme wichtig ist und ich etwas bewirken kann;
  • Ich bin für eine bessere Zukunft;
  • Ich stimme ab in Erinnerung an die Freiheitskämpfer, die für meine Freiheit gestorben sind;
  • Ich bin für Veränderung.

Die Lernenden wurden aktiv in die Diskussionen einbezogen und konnten ihre Ansichten gut argumentieren. Einige hatten kritische Ansichten darüber, wie sie Veränderungen in ihren Gemeinden bewirken können.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Herausgeber
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.


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