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In der Welt und für die Welt

40 Jahre Internationale Zusammenarbeit 1962-2002

Broschüre zur Ausstellung

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Ausstellung vom 24. Juli bis zum 31. August 2002

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Stiftungsarbeit: Was ist das?

Die politischen Stiftungen in Deutschland, heute sechs an der Zahl, sind in ihrer Art und Form weltweit einzigartig. Kein anderes Land verfügt über ähnliche Organisationen. Das Nebeneinander verschiedener Stiftungen ist praktizierter Pluralismus auf der Basis freiheitlich-demokratischer Prinzipien. International arbeiten sie komplementär zu den staatlichen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Dazu könne sie ähnlich wie die NGOs nach dem Subsidiaritätsprinzip öffentliche Mittel des Bundes in Anspruch nehmen.

Allerdings sind die Stiftungen nur selten so prominent in den Medien wie NGOs, die sich karitativen Zielen widmen oder mit spektakulären Maßnahmen bewusst öffentliches Interesse wecken wollen. "Im öffentlichen Bewusstsein spielen die Stiftungen häufig eine geringere Rolle als ihrer politischen Bedeutung entspricht", stand bereits 1982 in der Einladung zu einer Konferenz, zu der die Evangelische Akademie Hofgeismar Vertreter aller deutschen Stiftungen, Entwicklungsexperten und Fachjournalisten auf Initiative des BMZ eingeladen hatte. Mit der Tagung wollte man auch dazu beitragen, in der Öffentlichkeit vorhandene Informationsdefizite abzubauen.

Wie alle anderen Entwicklungsorganisationen arbeiten auch die Stiftungen im Lichte der Öffentlichkeit, sind an Förderrichtlinien der Zuwendungsgeber von BMZ und AA gebunden und werden vom Bundesrechnungshof streng kontrolliert. Kein Grund für Misstrauen, allerdings verlangt die Arbeit Diskretion und Taktgefühl, denn nicht selten findet die Zusammenarbeit in brisanten und politisch sensiblen Bereichens statt. Der spezielle Ansatz, mit dem die Stiftungen entwicklungspolitisch arbeiten, ist politischer Natur. Es geht um die Durchsetzung politischer Ideen durch fachlich kompetente Lösungsstrategien und durch den Aufbau politisch einflussreicher und wirkungsvoller Organisationen und Bewegungen. Dazu sucht die KAS Partner, die mit der Stiftung eine ausreichende Basis an ethisch-politischen Grundwerten teilen.

Südafrika: Überwindung der Apartheid

Um die Apartheidsära nachhaltig zu überwinden, engagiert sich die Stiftung insbesondere in den Bereichen "Förderung demokratischer bzw. rechtsstaatlicher Strukturen", "Weiterentwicklung des pluralistischen Parteienspektrums" und "Menschenrechte". Dementsprechend hat sich die Bandbreite der Projektaktivitäten in Südafrika in den letzen Jahren immer mehr entwickelt. Primär findet der Dialog in Form von Konferenzen, Workshops und Roundtable-Gesprächen statt. Dazu arbeitet die Stiftung mit lokalen Partnern zusammen, die von Parteien und Verbänden über Bildungs- und Forschungsinstitute bis hin zu Universitäten und Organisationen der Zivilgesellschaft reichen.

Israel und Palästina: Hilfe zur Verständigung

In Jerusalem ist die KAS bereits seit 1982 mit einem eigenen Büro vertreten und seit 1994 setzt sie mit der Palästinensischen Autonomiebehörde Projekte um. Die 1995 begonnene, inzwischen enge Kooperation mit dem renommierten "Harry S. Truman Institute for the Advancement of Peace" der Hebräischen Universität Jerusalem, widmet sich insbesondere dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Mit ersten gemeinsamen, von der KAS initiierten israelisch-palästinensischen Aktivitäten hat die Stiftung 1997 begonnen. Und trotz der seit Ende 2000 eskalierenden Situation erhielt die KAS im Jahr 2002 vom israelischen Premier Ariel Scharon und vom Präsidenten Yassir Arafat die ausdrückliche Zustimmung, das seit 2001 in Jerusalem laufende israelisch-palästinensische Verhandlungsprojekt mit offiziellen Regierungsvertretern weiterzuführen.

Die Rahmenbedingungen gestalten

Die internationale Arbeit basiert nach wie vor auf einem christlichen Menschenbild, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt und zu Verständnis und Toleranz auffordert. Die KAS hat die Herausforderungen der heutigen Zeit angenommen. In ihren Veranstaltungen nimmt sich die Stiftung der drängenden Zukunftsfragen an.

"Megacities - Schreckbild oder Chance für die Entwicklungsländer?", "Rettungsaktion Planet Erde", "Der tropische Regenwald und seine Bedeutung für das Erdklima". "Aktionsraum Erde: Entwicklungsländer im Zeitalter der Globalisierung", "Soziale Marktwirtschaft global" - mit ihren Konferenzen, Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden hat die Stiftung stets die Hand am Puls der Zeit. So kann sie, wenn erforderlich, neue Entwicklungen und Erkenntnisse rasch in die Gesamtstrategie, in ihre weltweit laufenden Projekte und Programme und in ihre Beratungsleistungen aufnehmen. Damit leistet die Stiftung einen wichtigen Betrag, um die Weichen zu Beginn des 21. Jahrhunderts richtig zu stellen, in eine friedliche, demokratische und sozial ausgewogene Zukunft.

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Kontakt

Dr. Martin Sieg

martin.sieg@kas.de

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