Der missbrauchte Antifaschismus
DDR-Staatsdoktrin und Lebenslüge der deutschen Linken
Freiburg, 19. Aug. 2002
Hrsg.: Manfred Agethen/Eckhard Jesse/Ehrhart Neubert; im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., ISBN 3-451-28017-5
Ziel des Buches ist es, den Missbrauch des Antifaschismusbegriffes durch die kommunistische Ideologie zu zeigen. In der DDR war der Antifaschismus eine Art Staatskult. Mit der Behauptung einer völligen eigenen Abkehr vom Nationalsozialismus durch eine „antifaschistisch-demokratische Umwälzung“ legitimierte die SED ihre Herrschaft nach innen...
und rechtfertigte ihre Angriffe auf die angeblich „faschistisch“ gebliebene Bundesrepublik.
Letztlich richtete dich dieser Antifaschismus gegen die Werte der westlichen Gesellschaft überhaupt, insbesondere gegen die bürgerlich-demokratischen Kräfte der politischen Mitte. In der westdeutschen Linken der 60er und 70er Jahre fand die unterschiedslos gegen „rechts“ gerichtete Antifaschismuslüge vielfältige Resonanz, bei der PDS lebt sie fort, bei linksextremistischen Gruppen kommt sie zum Teil in gewalttätigen Formen zum Ausdruck. Das Buch tritt für einen anti-extremistischen, nicht faschistischen Konsens aller Demokraten ein und warnt vor der Gefahr von „links“ und „rechts“ in gleicher Weise.
Leseproben
Herfried Münkler: Antifaschismus als Gründungsmythos der DDR. Abgrenzungsinstrument nach Westen und Herrschaftsmittel nach innen, S. 81f., 87f., 92f.
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Hubertus Knabe: Die missbrauchte Vergangenheit. Die Instrumentalisierung des Nationalsozialismus durch SED und Staatssicherheitsdienst, S. 250-254.
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Manfred Wilke: Die "antifaschistische" Republik, S. 420-422.
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