Vermächtnis des Widerstandes

Die Politische Meinung, (7/2004) 416

Zum 60. Jahrestag des 20. Juli 1944 befaßt sich die Politische Meinung mit der historischen Bewertung des Attentatversuches auf Hitler, seinen Voraussetzungen, Motiven und Auswirkungen auf die Grundlagen der Bundesrepublik. In den Beiträgen zum Thema wird unter anderem auch die ethische Absicherung des Widerstandes durch christliche Grundsätze deutlich, die eine langfristige Tiefenwirkung entfaltet hat. Unter der Rubrik „Perspektiven“ werden die aktuellen Gemeinwohldiskurse analysiert sowie die Entwicklungen der Schweiz, Tschechiens und der Slowakei und ihre Rolle in Europa dargestellt. Die Essays zu Kunst und Literatur erinnern im Juli an den 30. Todestag Erich Kästners und stellen die diesjährigen Träger des höchstdotierten europäischen Skulpturenpreises vor.

Editorial

Wolfgang Bergsdorf mehr...

Wege zum 20. Juli 1944

Zu Bedingungen, Formen und Motiven des Widerstands
Der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime hat mit dem 20. Juli ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt. Trotz seines Scheiterns bildete er den Kern der bundesrepublikanischen Demokratie. Karl Dietrich Bracher mehr...

Vermächtnis des Widerstandes

Eine Würdigung der „Lichtgestalten in finsteren Zeiten“
Das Attentat vom 20. Juli 1944 bedeutet ein Orientierung stiftendes Fundament für eine menschenwürdige Ordnung. Nach 1945 erleichterte der Widerstand Deutschlands Wiederaufnahme in den Kreis der Völkerfamilie. Helmut Kohl mehr...

Triumph des Bösen - beinahe

Stauffenberg und die deutsche Dankesschuld
Eine Relativierung des mutigen Attentatversuches vom 20. Juli 1944 spielt der nationalsozialistischen Strategie noch nachträglich in die Hände. Allein eine Ehrung der Verdienste des Widerstandes wird seiner Bedeutung für Deutschland gerecht. Christian Müller mehr...

Handeln gegen die Diktatur

Die Geschichte meines Vaters
Im Leben von Hans-Alexander von Voss spiegeln sich die tragischen Abläufe des Widerstandes: Erinnerung des Sohnes an seinen Vater, der sich am 8. November 1944 das Leben nahm, um der Gestapo zu entrinnen. Rüdiger von Voss mehr...

„Aufstand des Gewissens“

Der 20. Juli 1944 – 60 Jahre danach
Der weit verzweigte Widerstand gegen den Nationalsozialismus suchte seine ethische Absicherung übereinstimmend im Christentum. Diese Selbstvergewisserung hatte prägenden Einfluss auf die Bundesrepublik und die Versöhnung Europas. Klaus Gotto mehr...

Verschwörer ohne Uniform

Widerstand abseits vom "20. Juli"
Auch in der Bewertung des Widerstandes war Deutschland geteilt. Der Huldigung einer Bewegung „von unten“ stand die historische Registrierung eines „Widerstandes ohne Volk“ entgegen. Manfred Funke mehr...

Religiöse Motive im deutschen Widerstand

Christlicher Glaube als Fixpunkt der Auflehnung
Von den „religiösen Sozialisten“ bis zur konservativen Auflehnung gegen Hitler wurden Elemente des christlichen Glaubens zu Fixpunkten. Klemens von Klemperer mehr...

Wandlung hin zum Widerstand

Politische Schriften und Briefe Carl Friedrich Goerdelers.
Sabine Gillmann/Hans Mommsen (Hrsg.): Politische Schriften und Briefe Carl Friedrich Goerdelers. Detlef J. Blesgen mehr...

Widerstand zwischen Wahrheit und Wahrnehmung

Joachim Fest: Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli; Peter Steinbach: Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstandes. Harald Bergsdorf mehr...

Die Wiederentdeckung des großen Ganzen?

Zur Renaissance des Gemeinwohles im politischen Alltag
Angesichts sozioökonomischer Schwierigkeiten greifen politische Akteure auf den Gemeinwohldiskurs zurück. Bloße Rhetorik jedoch könnte zu politischem Zynismus führen. Karl-Sebastian Schulte mehr...

Die Schweiz und Europa – die Schweiz in Europa

Ein integrationspolitischer Sonderfall
In der Summe ihrer Eigenschaften ist die Schweiz nicht weiter vom europäischen Durchschnitt entfernt als die anderen Staaten. Und dennoch ist sie ein Sonderfall. Gerhard Schwarz mehr...

Demokratisierung mit Schlaglöchern

Zum Konsolidierungsprozess in Tschechien und der Slowakei
Im Konsolidierungsranking erhalten Tschechien und die Slowakei unterschiedliche Noten. Eine Evaluation der politischen Systeme und möglicher Risiken im Vergleich. Karel Vodicka mehr...

Vom Grundgesetz an der Spree zur planetarischen Utopie

Piepenbrock-Preis und Förderpreis für Skulptur 2004 verliehen an Dani Karavan und Björn Dahlem
Der Piepenbrock-Preis und Förderpreis für Skulptur ging als höchstdotierter Skulpturenpreis Europas an Dani Karavan. Den mit ihm verbundenen Förderpreis erhielt Björn Dahlem. Andreas Kaernbach mehr...

Emil unterm Hakenkreuz

Ein Nachruf auf Erich Kästner
Am 29. Juli 1974 starb vor dreißig Jahren der Schriftsteller und Satiriker Erich Kästner: Erinnerung an einen unverwechselbaren Chronisten seiner Zeit. Raoul Löbbert mehr...

Kein Witwenbuch

gelesen: Robert Havemann oder Wie die DDR sich erledigte.
Katja Havemann/Joachim Widmann: Robert Havemann oder Wie die DDR sich erledigte. Konrad Weiß mehr...

Die Wahrheit über den Krieg

gelesen: Anna Politkovskaja, Tschetschenien – die Wahrheit über den Krieg
Anna Politkovskaja: Tschetschenien – die Wahrheit über den Krieg. Friedbert Pflüger mehr...

Geschichte und Geschichten – Judentum in Europa

gelesen: Erinnern und Verstehen. Der Völkermord an den Juden im politischen Gedächtnis der Deutschen.
Hans Erler (Hrsg.): Erinnern und Verstehen. Der Völkermord an den Juden im politischen Gedächtnis der Deutschen; Scholem Alejchem: Ein Omelett wie bei den Reichen. Monologe und Zwiegespräche. Danja Bergmann mehr...

Neugier als Profession

gelesen: Das Menschenbild in der Kommunikationswissenschaft.
Maria Löblich: Das Menschenbild in der Kommunikationswissenschaft. Wolfgang Bergsdorf mehr...

Aktuelles intern

Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung Walter Bajohr mehr...

Kontakt

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Die Politische Meinung / Redaktion
Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
Rita.Tuepper-Fotiadis[at]kas . de

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