Zeitgeschichte in der Kontroverse
Die Politische Meinung, (8/2004) 417
Die Zeitgeschichtlichen Kontroversen – Schwerpunkt der Augustausgabe der Politischen Meinung – werden derzeit vor allem um die Bewertung von Flucht und Vertreibung von Deutschen aus den Ostgebieten in Polen und Tschechien geführt. Insbesondere das Zentrum gegen Vertreibungen und die Entschädigungsforderungen einer „Preußischen Treuhand“ stehen in ihrem Focus. Die Politische Meinung lässt im August die gegensätzlichen Ansichten zu Wort kommen und ergänzt sie um eine Analyse der Darstellung des historischen deutschen Ostens in Schulbüchern sowie um die Auseinandersetzung um die Aufarbeitung der DDR-Geschichte, die durch die Konzentration auf das Ministerium für Staatssicherheit einer Verzerrung unterliegt. Die weiteren Beiträge greifen aktuelle europapolitische Fragen nach der Führungskrise der EU und dem Wahlausgang insbesondere in den wichtigsten jungen Beitrittsländern Polen und Ungarn auf. Die Rubrik „Medien im Wandel“ unternimmt eine Funktionsbestimmung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, einen visionären Entwurf einer europäischen Medienordnung sowie eine Beobachtung zur Rolle der Frau in den deutschen Medien. Rückblicke auf den vor 90 Jahren begonnen 1. Weltkrieg und die Geschichte der Einwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik der USA wollen zugleich die Wahrnehmung deutscher Gegenwart und Zukunftsperspektiven schärfen.
Versöhnung in die Zukunft tragen
Außenpolitische Aspekte der Debatte um das „Zentrum gegen Vertreibungen“
Die Vertreibung von Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten sollte weniger unter dem Aspekt des Unrechtes, als mehr unter dem der Sühne betrachtet werden. Nur so lässt sich Versöhnung auch außenpolitisch konstruktiv umsetzen. Peter Molt mehr...
Der Kampf gegen das Verbrechen der Vertreibung
Das „Zentrum gegen Vertreibungen“ soll anprangern
Das „Zentrum gegen Vertreibungen“ soll nicht nur die Geschichte eines sich wiederholenden Unrechtes anprangern, sondern vor allem dessen empörende weltweite Gegenwart. Peter Glotz mehr...
Streit über die deutsch-polnische Geschichte
Über die polnische Perspektive auf das Zentrum gegen Vertreibungen
Die Auseinandersetzung um das Zentrum gegen Vertreibungen belastet den ohnehin schwierigen Dialog zwischen Polen und Deutschen. Eine Darstellung aus polnischer Perspektive. Anna Wolff-Poweska mehr...
Erziehung zu Frieden und Miteinander
Der historische deutsche Osten im Unterricht
Das Bild des historischen deutschen Ostens war im Laufe der letzten Jahrzehnte auch in der Unterrichtsvermittlung einem deutlichen Wandel unterlegen. Von einer Ignorierung problematischer Fakten kann keine Rede sein. Jörg-Dieter Gauger mehr...
Die verdrängte Geschichte der SED
Die Konzentration der Historiker auf das MfS führt zu Verzerrungen
Beim Rückblick auf die DDR führt die Konzentration auf das Ministerium für Staatssicherheit zu einer verzerrten Wahrnehmung der deutschen Teilung und ihrer Folgen. Manfred Wilke mehr...
Die Europäische Union in der Führungskrise
Zwischen Anspruch und Verantwortung
Einzelnen Akteuren mangelt es an Bereitschaft, sich der gemeinschaftlichen Disziplin zu unterwerfen. Vor allem die Europäische Kommission mit ihrer Fähigkeit zur Synthese muss als Gemeinschaftsorgan Anerkennung finden. Thomas Jansen mehr...
Europawahlen auf Polnisch
Über die Ursachen der niedrigen Wahlbeteiligung
Allgemeine Politikverdrossenheit und populäre Europa-Skepsis erklären die extrem niedrige Wahlbeteiligung in Polen. Hinzu kommt eine defizitäre Informationspolitik im Vorfeld. Hubert Wohlan mehr...
Die Ungarn strafen ab
Europawahl als innenpolitisches Ventil
Als große Koalitionspartei traf die Sozialisten das Schicksal der meisten europäischen Regierungsparteien: Sie wurden für ihre desolate Wirtschaftspolitik bestraft. Zoltán Kiszelly mehr...
Qualität statt Quote
Plädoyer für ein Rundfunk-Ranking
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein kultureller Katalysator und beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Im Rahmen der Gebührendebatte empfiehlt sich ein Ranking, das Qualitätsfaktoren honoriert. Ernst Elitz mehr...
Europäische Visionen einer pluralen Medienordnung
Das Privatfernsehen in Deutschland zeigt Perspektiven auf
Aufgabe europäischer Medienpolitik ist es, die Verwirklichung des Binnenmarktes und kulturelle Ziele in Einklang zu bringen. Die Vielfalt der europäischen Medienlandschaft sollte dabei erhalten bleiben. Viviane Reding mehr...
Abschwellender Bocksgesang
Über Frauenmacht in der Bewusstseinsindustrie
Frauen erobern sich eine zunehmende Bedeutung in der deutschen Medienlandschaft, ohne jedoch die Positionen der Männer ernsthaft zu gefährden. Über die „Frauenmacht“ in der Bewusstseinsindustrie. Anton Sterzl mehr...
Auslieferung der Staatsvernunft an die Dämonie der Macht
Vor neunzig Jahren begann der Erste Weltkrieg.
Vor neunzig Jahren begann mit dem Ersten Weltkrieg die „Urkatastrophe“ für Europa. Außenpolitische Fehleinschätzung und nationaler Selbstbetrug führten dazu, dass der Mensch in einem ungekannten Ausmaß zum Material wurde. Manfred Funke mehr...
Innovative Elite in Deutschland?
Spurensuche in Amerika
Die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika kann auch hierzulande ein Beispiel dafür geben, wie mutige Einwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik kreatives Potenzial freisetzen kann. Dietmar Herz, Heike Grimm mehr...
Eine europäische Nachbarschaft
gelesen: Andreas Lawaty, Hubert Orlowski (Hrsg.): Deutsche und Polen Konrad Weiß mehr...
Brücken schlagen
gelesen: Brigitte Jäger-Dabek: Polen. Eine Nachbarschaftskunde für Deutsche; Manfred Raether: Polens deutsche Vergangenheit; Klaus Otto Skibowski: Wolken über weitem Land. Eine Familiengeschichte aus Masuren Burkard Steppacher mehr...
„Erinnerung, sprich“
gelesen: Ulla Hahn, Unscharfe Bilder; Klaus Modick, Der kretische Gast; Uwe Timm, Am Beispiel meines Bruders Michael Braun mehr...
Die islamistische Herausforderung
gelesen: Friedbert Pflüger: Ein neuer Weltkrieg? Andreas Schwegel mehr...
Aktuelles intern
Neue Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung mehr...
Kontakt
Rita Anna Tüpper-Fotiadis

Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
Rita.Tuepper-Fotiadis[at]kas . de
Die gedruckte Fassung der Monatsschrift ist über oben genannte Kontaktadresse, über den Verlag oder über den Buchhandel erhältlich. Die Politische Meinung erscheint zehnmal im Jahr. Der Bezugspreis für zehn Hefte beträgt 50,- € zzgl. Porto. Einzelheft 6,- €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird.
