Heimat und Integration
Die Politische Meinung, (7/2005) 428
Die Juliausgabe der Politischen Meinung stellt in ihrem Schwerpunkt die Frage nach dem Zusammenhang von Heimat und Integration. Dabei wird klar, dass ein wohlverstandener Patriotismus im Sinne auch geistiger Zugehörigkeit Vorraussetzung eines konstruktiven kulturellen Dialoges ist und mit Ausgrenzung nicht vereinbart werden kann. Aspekte einer solchen Verständigung sind die Aufgabe der Politik als praktischer Zusammenführung der theoretisch Unvereinbaren und die Demokratiefähigkeit und zivilgesellschaftliche Grundlegung des Islam . Der pragmatischen Seite von Integration durch Sprach- und Begabtenförderung widmet sich ein eigener Beitrag. Buchrezensionen zum Thema behandeln Publikationen zum antiintegrativen und frauenfeindlichen Impetus islamistischer Gruppierungen sowie zum Schicksal der deutschen Vertriebenen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die sich anschließende Rubrik „Schule und Studium“ beschäftigt sich mit der Auswertung der PISA-Studie sowie mit dem Stand der Hochschulreform in Deutschland. „Zeitgeschichte“ greift die Rezeption der Widerstandsbewegungen gegen das nationalsozialistische Regime ebenso auf wie die politischen Debatten um die Zukunft der Stasi-Akten-Behörde. Die Rubrik „Medien“ beschreibt die Entwicklung der Medienlandschaft und die Besonderheiten des Konsumverhaltens in Ostdeutschland und geht auf die weltweit sich entwickelnden Tendenzen zur Zensur des Internets ein. Unter „Fragen der Gegenwart“ findet sich eine Analyse der bundespolitischen Chancen der Union nach der Nordrheinwestfalenwahl, ein europapolitisches Resümee der Referenden in Frankreich und den Niederlanden, eine Betrachtung der Funktion von journalistischer Skandalisierung an verschiedenen Beispielen sowie ein Ausblick auf den Weltjugendtag 2005.
Wer Heimat hat, ist nicht verloren
Eine Skizze über Patriotismus
Patriotismus meint das Wissen darum, eine auch geistige Zugehörigkeit zu haben. Sie ist ein Ausdruck der Menschenwürde, die mit Ausgrenzung nicht vereinbart werden kann. Christoph Böhr mehr...
Kampf der Kulturen – ein Sachzwang?
Die Integration des Unvereinbaren als Aufgabe der Politik
Die religiöse Dimension im kulturellen Spannungsfeld wird meist überhöht. Aufgabe der Politik ist die praktische Integration des theoretisch Unvereinbaren. Norbert Lammert mehr...
Alphabet der Freiheit
Ein Gespräch mit dem syrischen Koranexegeten Muhammad Shahrour
Im Gespräch mit der Politischen Meinung legt der syrische Koranexeget dar, dass der Islam demokratischen und zivilgesellschaftlichen Grundprinzipien nicht widersprechen muss. Muhammad Shahrour mehr...
Der erfolgreichen Integration ein Gesicht geben
Das Förderprogramm der Hertie-Stiftung
Sprach- und Begabtenförderung leistet einen konkreten Beitrag zur Einbindung von Zuwandererkindern in die deutsche Gesellschaft. Ein Einblick. Roland Kaehlbrandt mehr...
Bildung im Aufbruch
Zu den Fakten und Mythen der PISA-Studie
Wider alle Hysterie befindet sich Deutschland exakt in der Mitte der jüngsten PISA-Rangliste. Kritische Anmerkungen zu Potenzialen und Defiziten im deutschen Schulwesen. Jörg-Dieter Gauger, Josef Kraus mehr...
Und sie bewegt sich doch
Zur Hochschulreform in Deutschland
Die Hochschulreform in Deutschland läuft derzeit auf Hochtouren. Umstrukturierungen von Studiensystemen und eine mögliche Erhebung von Studiengebühren zielen auf die Optimierung der Lehre. Wolfgang Bergsdorf mehr...
Das Vermächtnis des Widerstandes
Gewissensentscheidungen zwischen Anerkennung und Ächtung (Teil I)
Das Verhältnis der Gesellschaft zu den im 20. Juli 1944 gipfelnden Bewegungen gegen Adolf Hitler war ambivalent. Die Rezeption ihrer Geschichte ist dennoch von Achtung geprägt (Teil I). Peter Hoffmann mehr...
Umgestaltung in der Erinnerungspolitik
Zur Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde
Die Debatte um die Zukunft der Stasi-Akten-Behörde zeigt, wie eine ursprünglich auf Enthüllung ausgerichtete Institution wiederum politisch instrumentalisiert werden kann. Manfred Wilke mehr...
Zwischen Realitätssinn und Illusion
Zur Rolle der Medien in den neuen Ländern
Es gehört zum Auftrag der Medien in Ostdeutschland, eine Kultur des Kennenlernens zu fördern, die dem Ziel der inneren Einheit und der Schulung des geschichtlichen Bewusstseins dient. Ernst Elitz mehr...
Internet-Zensur auf dem Vormarsch
Immer mehr Staaten greifen die Presse-und Meinungsfreiheit im Internet an
Presse- und Meinungsfreiheit sind trotz des Internets weltweit bedroht; Web-Inhalte werden bereits für Menschenrechtsgruppen und Journalisten unzugänglich gemacht. Holger Haibach, Stephan Zeidler mehr...
Die Chance des Neubeginns
Zu den Aufgaben der Union
Nach der Landtagswahl in NRW hat Angela Merkel die Chance, die Sanierung der Bundesrepublik einzuleiten und die Lufthoheit über den Stammtischen wieder zu gewinnen. Karl Feldmeyer mehr...
Europas Richtungswechsel
Nach dem „Nein“ der Franzosen und Niederländer.
Die Referenden in Frankreich und den Niederlanden bedeuten für Europa einen historischen Richtungswechsel. Dennoch muss es nach außen hin mit einer Stimme sprechen. Dominique Moïsi mehr...
Im Reich der Skandale
Moralische Skandale und die Bedeutung der Intellektuellen
Öffentliche Enthüllungen von politischen und moralischen Verfehlungen folgen einem bestimmtenSchema. Zur Rolle der Intellektuellen als Ankläger und Katalysatoren. Norman Domeier mehr...
Die mittleren Jahre (II)
Zur Logik der Produktivitätssteigerung – Teil II
Die Zeit aktiver Berufstätigkeit verkürzt sich in den Einzelbiografien immer mehr. Gesellschaftliche Veränderungen erklären sich durch die Logik der Produktivitätssteigerung (Teil II) Karl Otto Hondrich mehr...
Mehr als ein katholisches Woodstock
Zum XX. Weltjugendtag 2005
Der Dialog zwischen Kirche und Jugend muss offenherzig, klar und mutig sein. Ein Ausblick auf den XX. Weltjugendtag 2005. Matthias Kopp mehr...
„Ich weiß, Europa, dass Dein Ende naht!“
gelesen
gelesen: Ayaan Hirsi Ali: Ich klage an. Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen / Sabine Adler: Ich sollte als Schwarze Witwe sterben. Aschot Manutscharjan mehr...
Deutschland: Zuhause, nicht Heimat
gelesen
gelesen: Ulrich Völklein: „Mitleid war von niemand zu erwarten.“ Das Schicksal der deutschen Vertriebenen. Alexander Gruber mehr...
Kein Wohlstand ohne Kulturwandel?
gelesen
gelesen: Samuel P. Huntington/Lawrence E. Harrison: Streit um Werte. Wie die Kulturen den Fortschritt prägen Manfred Funke mehr...
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Rita Anna Tüpper-Fotiadis

Rita Anna Tüpper-Fotiadis
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