Erwacht Europa?

Die Politische Meinung, (3/2002) 388

Unter dem Schwerpunkt "Erwacht Europa?" setzt sich die Politische Meinung im März erneut mit der weltpolitischen Verantwortung des Kontinentes und der Problematik seiner Selbstbestimmung auseinander. Dabei stehen die spezifisch europäischen Antworten auf die kulturellen und ökonomischen Implikationen der Globalisierung im Zentrum. Eine Analyse des für die europäische Integration höchst relevanten Zypernkonfliktes, einige Bemerkungen zur Einführung des Euro, sowie die Vorstellungen der neuesten Publikationen zum kulturhistorischen und ethnischen Profil Europas ergänzen den Diskurs um die globalen Aufgaben, und die europäische Identität. Einen zweiten Themenschwerpunkt bildet die PDS, ihre Programmatik, ihre Wahrnehmung im Westen, sowie die Konsequenzen ihrer Regierungsbeteiligung in Berlin. Zu dem wird der Person und der Lebensleistung Gerhard Stoltenbergs gedacht, an den die Konrad-Adenauer-Stiftung im nächsten Monat mit einer Gedenkveranstaltung erinnern wird. Der 80. Geburtstag des großen Politikwissenschaftlers und Historikers Karl Dietrich Bracher ist der freudige Anlass der Würdigung seines brillanten und prägenden Oeuvres. Die Rubrik "Literatur" nimmt Andreas Maier in Form einer Miniatur und Ingo Schulze mit einer ausführlichen Analyse der Hauptmotive des Gesamtwerkes in den Blick.

Europas Antwort auf die globale Herausforderung

Ein altbekanntes Phänomen in neuen Dimensionen
Von der Liberalisierung des internationalen Handels hat nicht zuletzt die EU profetiert. Die europäischen Staaten sollten an ihre historische Vorreiterrolle in diesem Prozess anknüpfen. Norbert Walter mehr...

Europa im Sturm der Globalisierung

Eine Weltmacht verharrt im Wartestand
Den Widerspruch zwischen Globalisierung, europäischer Integration und lokaler Verwurzelung zu lösen, ist eine der historischen Aufgaben Europas im 21. Jahrhundert. Die EU hat Modellcharakter weit über den eigenen Kontinent hinaus und konkrete Handlungsoptionen. Friedbert Pflüger mehr...

Zivilisierung von Kulturen

Zu einer notwendigen Selbstreflexion Europas
Die breite Ablehnung der Huntington-These bevorstehender Kulturkriege überdeckt einen wunden Punkt bei der Selbstbestimmung Europas. Heinz Theisen mehr...

Schwierige Gespräche auf Zypern

Bemerkungen zu den aktuellen Direktverhandlungen
Die deutsche Berichterstattung über Zypern sorgt für eine von Denktasch durchaus beabsichtigte Verwirrung. Zu den komplexen Fakten einer brisanten Konfliktlinie an der Grenze Europas. Jürgen Reuter mehr...

Rosen inmitten von Ruinen

Neue Literatur zur Kulturgeschichte Europas
Neben seiner politischen und ökonomischen Identität steht Europa auch für eine Geschichte tiefer Verletzungen und Brüche. Einige exzellente Neuerscheinungen skizzieren das markante und höchst differenzierte kulturhistorische und ethnische Profil des Kontinentes. Marc-Christoph Wagner mehr...

Euro-Visionen

Auf dem Weg zum Vielvölkerstaat?
Die neue Währung ist ein Instrument der wirtschaftlichen Selbstbehauptung Europas. Ihre gegenständliche Erfahrbarkeit kann zudem – ungeachtet aller Hysterie – ein Katalysator des gesellschaftlichen Wandels zum Vielvölkerstaat sein. Ansgar Oswald mehr...

Die PDS und ihr Verhältnis zum Grundgesetz

„Freiheit als Schlüssel zum Sozialismus“
Reformer und Orthodoxe in der PDS stimmen in ihrem rein instrumentellen Verhältnis zur Verfassung der Bundesrepublik überein. Ihr Ziel einer sozialistischen Gesellschaft wird lediglich mit unterschiedlicher Intensität verbrämt. Jürgen P. Lang, Viola Neu mehr...

Die PDS als Problem des Westens

Zu den unterschätzten Relikten des Sozialismus
Auch die mangelnde Auseinandersetzung mit den sozialen Folgen der DDR hat der Mythenbildung der PDS den Boden bereitet. Eine Analyse sozialistischer Relikte in Deutschland. Claus Detjen mehr...

Wer frisst wen?

Zur Kooperation zwischen Sozialdemokraten und PDS
Die Berliner Koalition zwischen SPD und PDS verwischt die Grenzen zwischen freiheitlich-demokratischen und extremistischen Parteien. Eine verheerende Rückwirkung auf die Konsistenz sozialdemokratischer Positionen kann auch ein Imagewechsel der PDS nicht aufhalten. Harald Bergsdorf mehr...

Gerhard Stoltenberg - Ein Leuchtturm der deutschen Politik

Erinnerung an einen großen Politiker
Sein Leben hatte der große Politiker ganz in den Dienst der Res publica gestellt und so die Geschichte der Bundesrepublik wesentlich mitbestimmt. Am 24. April wird die Konrad-Adenauer-Stiftung an sein politisches Vermächtnis mit einer ihm gewidmeten Veranstaltung erinnern. Bernhard Vogel mehr...

Lernen aus der Geschichte

Karl Dietrich Bracher zum 80. Geburtstag
Am 13. März 2002 feiert Karl Dietrich Bracher seinen 80. Geburtstag. Der nationalen Perzeption historischer Prozesse hat er schon in den fünfziger Jahren eine Absage erteilt. Wolfgang Bergsdorf mehr...

Eine Miniatur zu Andreas Maier: Wäldchestag

„Er, der Leser, habe...“ – Eine Miniatur zum Roman. Roman Luckscheiter mehr...

"Nomaden des Raumes und der Zeit"

Über Ingo Schulze
Das Interesse Ingo Schulzes gilt insbesondere der Lesbarkeit der Stadt. Die diffus erscheinenden Räume sind mit autobiografischen Erfahrungen gesättigt. Walter Schmitz mehr...

Kontakt

Abbildung
Die Politische Meinung / Redaktion
Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
Rita.Tuepper-Fotiadis[at]kas . de

Die gedruckte Fassung der Monatsschrift ist über oben genannte Kontaktadresse, über den Verlag oder über den Buchhandel erhältlich. Die Politische Meinung erscheint zehnmal im Jahr. Der Bezugspreis für zehn Hefte beträgt 50,- € zzgl. Porto. Einzelheft 6,- €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird.