Wirtschaftskrise in Deutschland

Die Politische Meinung, (2/2002) 387

Die Politische Meinung geht im Februar auf die aktuelle Wirtschaftskrise in der Bundesrepublik Deutschland ein. Dabei nehmen die Autoren aus Politik, Wirtschaft und Publizistik die sozial- und wirtschaftspolitischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Ursachen in den Blick und zeigen mögliche Wege aus dem Dilemma auf. Der Entwicklung des Arbeitsmarktes kommt hier besondere Bedeutung zu. Unter der Rubrik "kontrovers" bilanziert ein Beitrag die Debatte um den Begriff der "Leitkultur" und öffnet die innenpolitische Perspektive hin auf eine europäische Identität. Er leitet zur Rubrik "Europa" über, die in vier Essays das Gewicht der gemeinsamen Währung, die notwendige Neustrukturierung der EU und ihre rechtlichen Grundlagen thematisiert. Weitere Themen sind im Februar die russische Außenpolitik unter Vladimir Putin, die innenpolitische Lage der Slowakei sowie die vergessene Bedeutung Alfred Webers.

Putins Russland - Alliierter des Westens

Die Wende der russischen Außenpolitik
Die russische Außenpolitik hat nach dem 11. September eine Wende vollzogen. Russland bestimmt seine Position in der internationalen Politik neu. Gerhard Simon mehr...

Gefährdete Konsolidierung in der Slowakei

Die Demokratie ist infrage gestellt
Die Spaltung der Tschechoslowakei 1992 belastete den Transformationsprozess sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Die politischen Eliten der Slowakei sind stark polarisiert und die Gesellschaft in zwei politische Lager tief gespalten. Karel Vodicka mehr...

Handbuch der Wirtschaftsethik

gelesen
Rezension des vierbändigen Kompendiums, herausgegeben im Auftrag der Görres-Gesellschaft von Wilhelm Korf, Alois Baumgartner u. a. Gerhard Wegner mehr...

Alfred Weber heute

Ein „wirklicher Lehrer und Meister“
Der Bruder des inzwischen berühmteren Max Weber war mit seinem wissenschaftlichen und publizistischen Wirken einer der entscheidenden Helfer des geistigen und moralischen Neubeginns der westdeutschen Nachkriegsgeneration. Peter Molt mehr...

Nizza reicht nicht aus

Zur weiteren Reform der Institutionen
Die Zukunft der Europäischen Union wird von der Effizienz und Akzeptanz ihrer Institutionen abhängen. Eine mögliche Neustrukturierung darf nicht dazu führen, dass wichtige Politikbereiche einer demokratischen Kontrolle und Legitimation entzogen werden. Stefan Fröhlich mehr...

Europa als Rechtsgemeinschaft

Bekenntnisse reichen nicht aus
Die Friedensgemeinschaft der europäischen Völker, die tausend Jahre lang gegeneinander Krieg geführt haben, ist bereits durch ein stabiles Gefüge rechtlicher Regelungen gesichert. Es ist die Grundlage der 2004 anstehenden Ausarbeitung zur Verfassung. Siegbert Alber mehr...

Der Weg zur EWU

Geldpolitik als Vorreiter in Europa
Die Verwirklichung der gemeinsamen Geldpolitik von zwölf europäischen Staaten ist eine historisch beispiellose Erfolgsgeschichte. Ohne den Grundkonsens einer stabilitätsorientierten Geld-, Fiskal- und Wirtschaftspolitik könnte diese Währungsunion nicht funktionieren. Ernst Welteke mehr...

Ein großes Stück Europa

Eine Währung als Friedensmittel
Die Einführung des Euro ist Teil eines breiten europäischen Gesamtentwurfes. Sie ist eine Friedenspolitik mit anderen Mitteln. Jean-Claude Juncker mehr...

Gleichheit und Differenz - Leitkultur in Deutschland als Teil europäischer Kultur

kontrovers
Die „Leitkultur“ in Deutschland ist ein Teil der europäischen Kultur. Wie diese ist sie von der jüdisch-christlichen Tradition maßgeblich geprägt. Bilanz einer Debatte. Lothar Rilinger mehr...

Über die Arbeit und einen Markt, der keiner ist

Leistung muss sich wieder lohnen
Wenn sich Leistung mehr lohnen soll als Nichtstun, ist der Sozialstaat gefordert, seine Regelwerke zu ändern. Wege aus dem Dilemma der Massenarbeitslosigkeit. Peter Gillies mehr...

Selbstverpflichtungen der Wirtschaft

Ein wichtiges politisches Instrument für modernes Regieren
In einer gemeinsamen Studie haben die BASF und das Meinungsforschungsinstitut EMNID die Elite der wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträger zur eigenverantwortlichen Definition und Kontrolle von Pflichten befragt. Eine Auswertung. Klaus Escher mehr...

Modernes Arbeitsrecht für moderne Arbeitswelten

Konsequenzen der Flexibilisierung
An der weitreichenden Flexibilisierung von Arbeit gehen die rechtlichen Bestimmungen in Deutschland vorbei. Sie bedürfen dringend einer grundlegenden Korrektur. Reinhard Göhner mehr...

Überraschende Reformen und die alten Denkmuster

Die Modernisierer lassen nach
Die zunächst erstaunlich aktiv betriebene Modernisierung der rot-grünen Bundesregierung ist zum Stillstand gekommen. Mit dem hergebrachten sozialdemokratischen Umverteilungsdenken ist sie langfristig nicht in Einklang zu bringen. Hugo Müller-Vogg mehr...

Wirtschaftskrise oder Krise der Wirtschaftspolitik?

Perspektiven konsequenter Reformpolitik
Eine Reformpolitik im Schongang, die lediglich auf partielle Verbesserungen setzt, wird den komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gerecht. Erforderlich ist vielmehr eine konsistente Wirtschaftspolitik, die auch vor „heiligen Kühen“ der Klientelpolitik nicht zurückschreckt. Norbert Walter mehr...

Zwischen Betreuungsstaat und Bürgergesellschaft

Eigenverantwortung ist der Schlüssel zu Reformen
Die politische und ökonomische Orientierung am Leitbild eines mündigen, eigenverantwortlichen und aus sich selbst heraus solidarisch handelnden Bürgers wird zu heftigen, aber notwendigen Auseinandersetzungen führen. Peter Müller mehr...

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