Parteien im Fokus
Die Politische Meinung, (3/2011) 496
Im Schwerpunkt ihrer Märzausgabe „Parteien im Fokus“ nimmt die Politische Meinung die aktuelle Situation der Volksparteien insbesondere der Unionsparteien in den Blick. Dabei sind sich die Autoren aus Politik und Wissenschaft auch in Hinsicht auf die Landtagswahlen 2011 einig in der positiven Bewertung der grundsätzlichen Zukunftsfähigkeit einer milieuübergreifenden, an christlichen Prinzipien orientierten politischen Partei. Die Analyse der Schwächen und die Entwürfe effektiver Erfolgsstrategien unterscheiden sich jedoch deutlich und evozieren einen Disput etwa zu der Frage nach Bedeutung programmatischer Profilierung und verbesserter Dialogfähigkeit, nach der Rolle von Führungspersönlichkeiten und dem Bedürfnis nach Zusammenhalt in einer fragmentierten Gesellschaft. Mit der Strategie der Partei DIE LINKE, der es mit zweifelhaften Methoden gelungen ist, das Vier-Parteien-Spektrum auf ein Fünfparteien-Spektrum zu erweitern, befasst sich ein eigener Beitrag. Ein Blick nach Österreich und auf die Lage der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) macht deutlich, wie sehr die Schwierigkeiten der Volksparteien heute das Problem einer klaren Vermittlung der bestehenden Fakten und Sachzwänge reflektieren. Die Rubrik „Vertrauenskrise in der katholischen Kirche“ erörtert die tieferen Ursachen des aktuellen Vertrauensverlustes, die auch in der kirchenpolitischen Rolle der päpstlichen Kurie und der aus ihr folgenden moralischen Lethargie zu sehen sind. Als positive Leitfigur in Zeiten der Verunsicherung erscheint Kardinal Joseph Höffner und die Erinnerung an seine Positionen in der christlichen Soziallehre. „Rückblicke und Perspektiven“ beschäftigt sich zunächst mit der nationalen Identität der Deutschen unter den Bedingungen von Migration und Integrationsproblemen um sich dann der Persönlichkeit und Lebensleistung Michael Gorbatschows anlässlich seines 80. Geburtstages und Lou Andreas-Salomes post mortem zu ihrem 150.Geburtstag zuzuwenden. Ein Nachruf auf den jüngst verstorbenen Künstler Ernst Günter Hansing würdigt sein Werk auch jenseits der Porträtmalerei.
Die Volksparteien am Scheideweg
"Stiller Tod - oder Comeback aus dem Geist der Gründer?
Während den einstmals großen Parteien in Deutschland ein stiller Tod prognostiziert wurde, ist bei der Union ein Comeback aus dem Geist der Gründer zu beobachten. Anders als die SPD wurzelte sie nie in beschränkten Milieus, sondern in einer antitotalitären Geisteshaltung. Stefan Mappus mehr...
Christliche Parteien als Volkspartei - ein Zukunftsmodell
Das christliche Bild vom Menschen gibt Orientierung, ohne einzuengen
Die auf dem christlichen Menschenbild aufbauenden Traditionen stärken das Funktionieren der Gesellschaft durch Familiensinn, Ehrlichkeit und karitatives Engagement. Einen politisch-pragmatischen Niederschlag findet diese Haltung allein bei den Unionsparteien. Julia Klöckner mehr...
Das Ganze im Blick haben
Zu den zukünftigen Herausforderungen der Volksparteien
Nur eine glaubwürdige und dialogfähige Volkspartei der Mitte ist in der Lage, extreme Kräfte zu bändigen und politische Entscheidungsprozesse so transparent und nachvollziehbar zu machen, dass die bevorstehenden schmerzhaften Einschnitte verständlich werden. Tamara Zieschang mehr...
Die Volkspartei der Mitte
Suche nach den Kräften und Werten des Bewährten
Die Zukunft der Union ist weniger von programmatischer Profilierung abhängig als von der konkreten politischen Arbeit für eine Mittelschicht, die die Gesellschaft trägt. Mario Voigt mehr...
Totgesagte leben länger
Anmerkungen zur Debatte um die Zukunft der Volksparteien im Wahljahr 2011
In einer pluralen, fragmentierten Gesellschaft wächst das Bedürfnis nach Zusammenhalt. Es ist kurzsichtig, die Akten des Kapitels Volksparteien schließen zu wollen. Volker Kronenberg mehr...
Volksparteien im politischen Marathonlauf 2011
Zur ketzerischen Frage nach der Sinnhaftigkeit von Wahlen
Erst glaubwürdige Führungspersönlichkeiten, die ihre programmatischen Aussagen überzeugend vertreten, können das immer noch hohe Potenzial der Volksparteien entfalten. Die politische Ausgangslage ist aufgrund der wirtschaftlich positiven Zahlen für die Union sehr günstig. Tilman Mayer mehr...
"Grundlegende Umgestaltung der Gesellschaft"
DIE LINKE - Die deutsche Einheit und die Systemfrage
Die Äußerungen der Parteivorsitzenden Christine Lötzsch über „Wege des Kommunismus“ offenbaren den wahren Kern der LINKEN. Machtpolitische Erwägungen aber erfordern einen programmatischen Spagat, aus dem ein neues Parteiprogramm vor den nächsten Bundestagswahlen hervorgehen wird. Udo Baron, Manfred Wilke mehr...
Wo sind sie geblieben, die Döblinger Regimenter?
Die österreichische Parteienlandschaft und die Herausforderung für die ÖVP
Der Erfolg des Populismus der FPÖ hat in Österreich unter anderem die Volkspartei ÖVP in eine schwierige Lage gebracht. Sie benötigt dringend unkonventionelle Visionen. Eine klare Vermittlung des notwendigen Sparkurses ist erforderlich. Herbert Vytiska mehr...
Welche Krise der Kirche?
Der katholische Zentralismus hat durch Machtansprüche moralische Kraft verspielt
Es spricht vieles dafür, dass das herrschende kirchliche Selbstverständnis und die moralischen Probleme der Kurie einer Aufarbeitung kirchlicher Krisenerscheinungen im Wege steht. Franz-Xaver Kaufmann mehr...
Leitfigur für christlich orientierte Politik und für eine verunsicherte Kirche
Überlegungen zu Orientierung und Anregung durch Joseph Kardinal Höffner (1905 bis 1987)
Der 1906 geborene und 1987 verstorbene Joseph Kardinal Höffner hat mit sozialpolitischem und volkswirtschaftlichem Sachverstand Meilensteine für die christliche Soziallehre aufgestellt. In einer Zeit der Verunsicherung kann die Erinnerung an ihn Orientierung bieten. Hermann Kues mehr...
Nationale Identität in einer zusammenwachsenden Welt
Zum deutschen Problem, sich selbst ernst zu nehmen
Die Herausforderungen, mit denen sich die deutsche Gesellschaft durch Migration und Integrationsprobleme gegenübersieht, rufen das Bedürfnis nach einer lange abgewerteten Identität hervor. Norbert Lammert mehr...
"Flink mit der Zunge"
Anlässlich des 80. Geburtstages von Michail S. Gorbatschow sprach Joachim Hildebrandt mit seinem Biografen György Dalos
Anlässlich des 80. Geburtstags von Michail Gorbatschow am 2. März äußert sich György Dalos im Interview mit der Politischen Meinung zur historischen Rolle und zum Werdegang des Staatsmannes. György Dalos, Joachim V. Hildebrandt mehr...
Die Löwenjägerin
Lou Andreas-Salomé zum 150. Geburtstag
Der 150. Geburtstag Lou Andreas-Salomés erinnert an eine eigenständige Denkerin und Gefährtin großer Männer, die ihren Weg von der Philosophie über die Literatur und Lyrik zur Psychoanalyse nahm. Wolf Scheller mehr...
Zum Tode eines kosmischen Gestalters
Zum Tod von Ernst Günter Hansing am 31. Januar 2011
Ernst Günter Hansing verstarb am 31. Januar 2011 in Rhöndorf. Er war als Porträtmaler so erfolgreich, dass zentrale Aspekte seines OEuvres verkannt wurden. Rita Anna Tüpper-Fotiadis mehr...
Wutbürger
"Der ruhige Bürger greift zur Wehr"
Wenn auch der „Bürger“ mit Ruhe und Ordnung assoziiert wird, so ist doch die bürgerliche Revolte vielfach historisch belegt. Zum Wort des Jahres 2010. Helmut Berschin mehr...
Eine ungelöste Aufgabe
- gelesen -
Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik Christian Hacke mehr...
Wann beginnt die Gegenwart? Linien des Jahres 1979 in die Gegenwart
- gelesen -
Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1979, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amtes vom Institut für Zeitgeschichte Ulrich Schlie mehr...
Aktuelles intern
Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung
mehr...
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Rita Anna Tüpper-Fotiadis

Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
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