Vor der Bundestagswahl

Die Politische Meinung, (10/2001) 383

Die Oktoberausgabe der Politischen Meinung setzt sich zunächst mit der weltweiten Bedrohung durch Terrorismus anlässlich der Katastrophe des 11. September auseinander. Neben drei Beiträgen, die das Phänomen aus sicherheitspolitischer, historisch-politikwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive betrachten, widmet sich auch das vom Herausgeber Bernhard Vogel verfasste Editorial diesem Thema. Den zweiten Schwerpunkt bildet die in knapp einem Jahr stattfindende Bundestagswahl. In diesem Kontext werden Situation und Programmatik der Parteien, insbesondere von Christdemokraten, Grünen, SPD und PDS ebenso analysiert wie Bedeutung und Verhalten der Nichtwähler und mögliche Anregungen durch das Konzept des "Compassionate conservatism". Zudem beschäftigen sich Sammelrezensionen mit aktuellen Büchern zur Vorbereitung von Wahlsiegen sowie mit Mechanismen der Macht. Die weiteren Beiträge beleuchten einen vermeintlichen Bedeutungsverlust des Parlamentes in Deutschland, die russische Sicherheitspolitik unter Putin nach den Anschlägen von 1999 und den Einsatz der NATO in Mazedonien.

Der „erste Krieg des 21. Jahrhunderts“?

Zur neuen Dimension des Terrorismus
In das weltweite Entsetzen über den Terror in den USA mischt sich Angst um die eigene Sicherheit. Karl-Heinz Kamp mehr...

„Schock durch Gewalt“

gelesen
Ziel des von Peter Gerhard herausgegebenen Bandes ist es, das Phänomen des Terrorismus grundsätzlich zu beschreiben und seine unterschiedlichen Ausprägungsformen sowie Zielsetzungen und eventuelle Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen auf den neuesten Stand zu bringen. Manfred Funke mehr...

Gewalt als „Furie des Verschwindens“

Zur Herausforderung der inneren Grenzen sozialer Systeme
Dort, wo das Paradies als Lohn für Selbstvernichtung versprochen wird, folgen Terror und totalitäre Formierungen. Jakob Schissler mehr...

Mobilisierung als Schicksalsfrage?

Auch Nichtwähler entscheiden die Bundestagswahl 2002
Die Nichtwähler werden das Ergebnis der Bundestagswahl 2002 erheblich mitentscheiden. Michael Eilfort mehr...

Compassionate conservatism

Eine bürgerliche Zukunftshoffnung auf christlicher Grundlage?
Die Republikaner in den USA können europäischen Mitte-Rechts-Parteien wichtige Anstöße geben. Unmittelbar übertragbar sind ihre Konzepte jedoch nicht. Günther Burkert-Dottolo mehr...

Über den Tag hinaus: Schwarz-Grün

Vom theoretischen Gedankenspiel zur realistischen Option
Mit ihrem neuen Grundsatzprogramm haben die Grünen ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt. Trotz vieler Unterschiede ist die Annäherung an die Union unübersehbar. Stephan Eisel mehr...

Erfolg, Misere und Aufbruch der Union

Personell und programmatisch Farbe bekennen
Einen Rückblick auf vergangene Erfolge sowie die Entschlossenheit zu raschen Personalentscheidungen und deutlichen Grundsatzpositionen können im Wahlkampf Kraft verleihen. Günter Müchler mehr...

Die SPD vor der Bundestagswahl

Zwischen neuem Stil und traditionellen Inhalten
Mit ihrer programmatischen Unverbindlichkeit und stilistischen Amerikanisierung entspricht die SPD einem modischen Trend. Die Loslösung von ihrer eigenen Tradition birgt jedoch Gefahren. Hartmut Kühne mehr...

Schreibt die PDS eine Erfolgsgeschichte?

Wie eine Partei von ihrer unheilvollen Geschichte profitiert
Die Nachfolgepartei der SED profitiert paradoxerweise heute vom Desaster des „real existierenden Sozialismus“, obwohl sie den Unrechtscharakter der DDR nicht eingestehen will. Eckhard Jesse mehr...

Ist die PDS auf dem Weg nach "Godesberg"?

Entwicklung der Programmdebatte
Das Grundsatzprogramm der PDS hat einen klaren antikapitalistischen, antidemokratischen Kern. Seine Änderungen sind vor allem stilistischer Art. Viola Neu mehr...

Das Parlament zwischen Verfassungsnorm und Alltagsarbeit

Weder machtlos noch allmächtig
Immer wieder ist von einer Entmachtung der Legislative in Deutschland die Rede. Doch die Neigung, wichtige Sachverhalte durch Gesetz zu regeln, nimmt zu. Norbert Lammert mehr...

Russlands Sicherheitspolitik am Scheideweg

Putin zwischen überkommenen Vorbehalten und neuen Herausforderungen
Wladimir Putin trägt kühlen Pragmatismus zur Schau. Doch seine enge Verbindung zu den Streitkräften und mangelnde Abgrenzung gegenüber einigen „Schurkenstaaten“ werfen Fragen auf. Aschot Manutscharjan mehr...

Die Ernte wird eingefahren. In Mazedonien entwaffnet die NATO die albanische UCK.

angemerkt
Anmerkungen zur erfolgreich angelaufenen Operation "Essential Harvest" zur Entwaffnung der UCK-Terroristen in Mazedonien. Andreas Michael Klein mehr...

Von der umstrittenen „Leichtigkeit“ des Vergleichens

Zwei Diktaturen in Deutschland im Visier der Historiker
Anmerkungen zur Veranstaltung der Politischen Akademie Tutzing zum Thema „NS- und SED-Diktatur im Vergleich“ Eduard Gloeckner mehr...

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