Die Politische Meinung, (6/2000) 367
Die Juniausgabe der Politischen Meinung focussiert die Zukunftsperspektiven der Schicksals- und Wertegemeinschaft Europa. Dabei werden sowohl die notwendigen Reformen der Europäischen Union und der familienpolitische Aspekt einer möglichen europäischen Verfassung diskutiert, als auch die europaweite Dimension der christdemokratischen Bewegung und die Osterweiterung der EU, insbesondere im Hinblick auf Polen. Ein Beitrag zu der für die europäische Identität so wichtigen geistigen Verankerung im Christentum und Berichte über den Stand der Befriedung des Kosovo stecken das Spektrum der themenbezogenen Auseinandersetzung ab. Die aktuellen Debatten um die wenig erkennbare Europapolitik der Bundesregierung - angeregt durch die Rede des Außenministers Fischer - und um die Reform der Bundeswehr werden im Editorial reflektiert und in einem Positionspapier zur Zukunft der Bundeswehr mit einer Einführung von CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz aufgegriffen. Die in der Maiausgabe angeregte sozialpolitische Diskussion führt eine Analyse des Widerspruchs zwischen der heutigen Form des Sozialstaates und dem historischen Leitbild des Sozialen weiter. Darüber hinaus findet die brisante Situation Nigerias zum Jahrestag des jüngsten Demokratieversuches eine ausführliche Darstellung. Neben der 600jährigen Geschichte des Buchdrucks, die mit Johannes Gutenberg begann, würdigt Die politische Meinung den 125. Geburtstag Thomas Manns und seine Erkenntnisse über den Zusammenhang von Brutalität und Geist.
Europa - Herausforderung und Symbol
Die institutionelle Festigung und Erweiterung der Schicksals- und Wertegemeinschaft bedarf lebendiger Impulse
Die Europäische Union ist auf eine Schicksals- und Wertegemeinschaft gegründet. Sie bedarf daher einer institutionelle Festigung und Reform sowie einer gelgenkten Erweiterung. Hans-Gert Pöttering mehr...
Grundrechte-Charta der EU
Die familiäre Lebenseinheit ist für das europäische Gesellschaftsmodell konstitutiv
Auf dem Weg zu einer inzwischen vielfältig und nachhaltig befürworteten verfassungsmäßigen Grundlage der Europäischen Union stellt die Schaffung einer Grundrechte-Charta einen wichtigen Zwischenschritt dar. Max Wingen mehr...
In Europa drängt alles in die Mitte
Die Zukunftsfähigkeit der Christdemokraten ist keine Schicksalsfrage
Die Ergebnisse einer gemeinsamen Tagung der Hanns-Seidel-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung beschreiben die Situation der Christdemokraten in gesamteuropäischer Perspektive. Marianne Kneuer mehr...
Goldene Sterne vom blauen Himmel holen
Über Ursachen und Formen des polnischen Europasketizismus
Die europaskeptische Kritik in Polen richtet sich nicht gegen die kulturelle und historische Gemeinschaft; sie ist Ausdruck der Abwehr gegen die Rücknahme ökonomischer Liberalisierung und gegen eine mögliche Einmischung in die nationale Politik. Marcin Konrad Lipnicki mehr...
Wird das Christentum noch Prägekraft entfalten?
Aus den spirituellen Wurzeln des Abendlandes erwächst eine neue Zukunftsperspektive
Für die europäische Identität ist das Christentum von entscheidender Bedeutung. Die Kraft für eine spirituelle Belebung vermag es aus seinem aktiven Glaubenzentrum zu schöpfen. Eugen Biser mehr...
Deutscher Alltag im Kosovo
In ihrem Einsatz für den europäischen Frieden geht die Bundeswehr an ihre Kraftgrenzen
Die für die europäische Stabilität so wichtige Befriedung des Kosovo wird noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Die konkrete Situation der Soldaten vor Ort macht das Ausmaß der Beanspruchung deutlich. Josef Kraus mehr...
Hoffnungsträger für Afrika?
Nigeria sieht sich ein Jahr nach der Wiedereinführung der Demokratie einer Zerreißprobe ausgesetzt
Seit seiner Unabhängigkeit wurde Nigeria überwiegend von Militärdiktaturen regiert. Vor einem Jahr begann ein erneuter Demokratieversuch, der die Vorreiterrolle des Landes auf dem Kontinent zu bestätigen schien. Susanne Greiter mehr...
600 Jahre Johannes Gutenberg
Die „unerkannte Revolution“ des Buchdrucks büßt auch in Zeiten des Internets ihre Bedeutung nicht ein
Die Konsequenzen der Erfindung des Buchdrucks sind kaum zu überschätzen. Sie gilt der Forschung der immer als "unerkannte Revolution". Jürgen Wilke mehr...
Geist und Leben im "Zauberberg"
Dem ursächlichen Zusammenhang von Brutalität und Verabsolutierung des geistigen Prinzips vermochte Thomas Mann wie kaum ein anderer literarischen Ausdruck zu geben. Am 6. Juni vor 125 Jahre wurde er geboren. Christian Bergmann mehr...
Die Last des politischen Systems
Die Herausforderung des Sozialstaates (Teil 2)
Systemimmanente Gründe führen immer tiefer in einen Widerspruch zwischen Sozialstaat und historischem Leitbild des Sozialen. Der Autor knüpft an seinen Beitrag in der Politischen Meinung 366, Mai 2000 mit dem Schwerpunkt „Sozialpolitik am Scheideweg“ an. Hans F. Zacher mehr...
Der Hauptwunsch
Gedicht
Gabriele Wohmann mehr...
Positionspapier: Die Zukunft der Bundeswehr
Dokumentiert
Ruprecht Polenz, Friedbert Pflüger mehr...
Familie als Beruf
Kontrovers
Christian Leipert mehr...
Die Avantgarde Europas
Angemerkt
Die Investitionen in Menschen und zukunftsweisende Projekte im Kosovo tragen ungeahnte Früchte. Jochen Thies mehr...
Michael Salewski, Geschichte Europas. Staaten und Nationen von der Antike bis zur Gegenwart
Gelesen
Klaus Hildebrand mehr...
Beate Neuss: Geburtshelfer Europas? Die Rolle der Vereinigten Staaten im europäischen Einigungsprozess 1945 bis 1958
Gelesen
Burkard Steppacher mehr...
Heidi Roth, Der 17. Juni 1953 in Sachsen
Gelesen
Hermann Wentker mehr...
Astrid Luise Mannes, Heinrich Brüning. Leben - Wirken - Schicksal
Gelesen
Christoph H. Werth mehr...
Kontakt
Rita Anna Tüpper-Fotiadis

Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
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