Die Politische Meinung, (4/2000) 365
Die Aprilausgabe der Politischen Meinung setzt sich insbesondere mit der Frage nach der Richtungsbestimmung der Christlich Demokratischen Union Deutschland auseinander. Die Finanzaffären der vergangenen Wochen stellen dabei zugleich den Auslöser einer breiten Reformdebatte über Rolle und Macht der Parteien dar, in die sowohl vertiefende Einblicke als auch ein strukturierender Überblick gegeben wird. Der zentralen Aufgabe einer bildungspolitischen Neuorientierung durch die Union schenkt die vorliegende Ausgabe ebenso besonderes Augenmerk wie der Abgrenzung gegenüber der PDS und der Instrumentalisierung des Grundgesetzes für die Zwecke einer bloß symbolisch agierenden Politik. Eine Darstellung der Trübung des deutsch-italienischen Verhältnisses durch fragwürdige Äußerungen Gerhard Schröders reflektiert die sich andeutenden außenpolitischen Verschiebungen, während der 20. Todestag Jean Paul Sartres Anlass ist für eine rückblickende Einsicht in die Ambivalenz des revolutionären Intellektuellen.
Vor dem Schritt in eine neue Ära
Die Elemente der aufgebauschten Krise müssen klar definiert werden
Die Finanzaffäre der CDU ist das verspätete Symptom des schwierigen Übergangs nach 25 Jahren Führung durch Helmut Kohl und zugleich der stärkste Katalysator der notwendigen Erneuerung. Arnulf Baring mehr...
Wer Wagt Gewinnt
Umbruch und Aufbruch der CDU
Die Union sollte für eine Ordnung des Marktes und eine Stärkung der Zivilgesellschaft stehen. Im direkten Kontakt zum Bürger kann sie glaubwürdig ihr Ziel einer sozialen Balance vertreten. Christoph Böhr mehr...
Zurück zur Politik
Führungs- und Orientierungsfähigkeit ist das Gebot der Stunde für die CDU
Die CDU braucht keine Personal-, sondern eine Strukturdebatte, um Fehlerquellen zu beheben. Führungskompetenz und programmatische Orientierung sind derzeit medial vernebelt. Rupert Scholz mehr...
Haben die Parteien zu viel Einfluss?
Mehr Macht dem Partei- und dem Wahlbürger in personellen Fragen
Der übermäßige Anti-Parteien-Affekt in Deutschland wurzelt im Kaiserreich und beinhaltet einen populistischen Angriff auf das repräsentative System. Dieses muss durch mehr Mitbestimmung bei der personellen Auswahl belebt werden. Eckhard Jesse mehr...
Macht und Mehrheiten
Zur Zukunft der Parteien in Deutschland
Über der Kritik an den Parteien darf deren zentrale demokratische Funktion nicht in Vergessenheit geraten; Parteiarbeit ist auch auf bürgerliches Engagement angewiesen. Heinrich Oberreuter mehr...
Transparenz, Diskurs und Führung
Nach der selbst verschuldeten Krise muss die CDU ihre Glaubwürdigkeit neu erarbeiten
Bei der anstehenden Strukturänderung muss die CDU pragmatisch orientiertem Wählerverhalten Rechnung tragen ohne ihre ideellen Grundlagen preiszugeben. Entschiedene Positionen stehen nicht im Widerspruch zu einer offenen Meinungsbildung. Dieter Althaus, MdL mehr...
Die Reformdebatte - Ein Überblick
Die Affären der letzten Wochen haben eine Vielzahl von Vorschlägen zur Zukunft der Parteiendemokratie hervorgebracht
Die Vorschläge zur Verbesserung der Parteiendemokratie kranken vielfach an einem wenig aussichtsreichen Streben nach institutionalisierbaren Lösungsstrategien. Jürgen Hoffmann mehr...
Braucht die Union keine Bundesgenossen?
Das Bekenntnis zu Leistung und Werten in der Bildung bedeutet keine Reduktion auf Effizienz
Die bildungspolitische Ausrichtung der CDU bedarf einer klaren Positionierung auf ihrem Fundament des christlichen Menschenbildes. Erst Verbündete machen handlungsfähig. Kurt Reumann mehr...
Leitbild lernende Gesellschaft
Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens fordert die Bildungsinstitutionen heraus, ihre Rolle neu zu bestimmen
Sowohl die demographische Entwicklung als auch der Anspruch, den Menschen nach seinen Begabungen und Fähigkeiten zu fördern, begründet die gewachsene Relevanz der lebenslangen und praktischen Weiterbildung. Annette Schavan mehr...
Die Gladiatoren und ihre Juroren
Viele Medienvertreter agieren immer häufiger als Ersatzsouverän
Medienvertreter agieren immer häufiger als Ersatzsouverän. Diesen gilt es durch staatsbürgerliches Selbstbewusstsein und politischen Realitätssinn zu entlarven. Michael Mertes mehr...
Kein Pardon für die PDS
Es ist fatal, wie stark selbst in der Union die antidemokratischen Absichten der "Sozialisten" unterschätzt werden
Die radikale Linke ist der Union nach wie vor diametral entgegengesetzt. Ihre antidemokratischen Absichten werden weitgehend unterschätzt. Eine Zusammenarbeit ist daher gefährlich. Vera Lengsfeld mehr...
Grundgesetz als Werbeträger
Eine Staatsziel Tierschutz liefe auf ein unerfüllbares Versprechen des Verfassungsgebers hinaus
Die Verankerung des Staatszieles Tierschutz im Grundgesetz hätte allenfalls symbolischen Charakter; sie würde die Gestaltungsmacht von der Politik auf die Gerichte verschieben. Friedrich Karl Fromme mehr...
Italienische Einigkeit gegen Schröders Entgleisung
Italia all’arrabbiata oder wie es ein deutscher Kanzler schafft, eine gesamte Nation zu erzürnen
Durch die Androhung europäischer Sanktionen gegen Italien analog zu denen gegenüber Österreich hat der deutsche Kanzler einen schweren diplomatischen Fauxpas begangen. Damian Grasmück mehr...
Regisseur der "Geworfenheit"
Vor zwanzig Jahren starb Jean-Paul Sartre
Er empfand in sich die Ambivalenz eines zugleich klassischen und revolutionären Intellektuellen. Vor zwanzig Jahren starb Jean-Paul Sartre. Wolf Scheller mehr...
Helmut Kohl zum 70. Geburtstag
Worte von internationalen Politikern zu Helmut Kohl. Zusammengetragen zu seinem 70. Geburtstag mehr...
Die Europäische Demokratische Union
Angemerkt
Franz Horner mehr...
In meinem Innern klingt
Gedicht
Gabriele Metzler mehr...
Konrad Adam - Staat machen - Warum die neue Mitte keine ist und wir die alte Mitte brauchen
Gelesen
Norbert Lammert mehr...
Ottfried Höffe - Demokratie im Zeitalter der Globalisierung
Gelesen
Elke Mack mehr...
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Rita Anna Tüpper-Fotiadis

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