Perspektiven der Parteien
Die Politische Meinung, (6/2001) 379
Im Juni wirft die Politische Meinung die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der deutsche Parteien auf. Führende Unionspolitiker stellen die Notwenigkeit von Innovation gegen die postmoderne Beliebigkeit der SPD sowie der Vermittlung von Tradition und Fortschritt heraus. Politikwissenschaftliche Analysen beleuchten ein erfolgversprechendes Verhältnis von image- und kompetenzgeleiteter Politik, die ernüchternde Altersstruktur der Parteien und die Rolle der Semantik für die Mobilisierung der Wählerschaft. Den Strategien der PDS zur Verharmlosung ihres extremistischen Grundsatzes ist ebenso wie den Ursachen der Politik- und Parteienverdrossenheit ein jeweils eigener Beitrag gewidmet. Sie werden ergänzt durch einen Kommentar zu den Jugendorganisationen der Parteien. Im engen Zusammenhang mit dem Themenschwerpunkt steht ein Essay zu der Frage, ob ein "mehr" an Demokratie durch die Reduzierung repräsentativer Funktionen und die Stärkung plebiszitärer Elemente zu erzielen ist. Weitere Themen sind der anstehende Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik - ergänzt durch einen Tagungsbericht zu Zukunft der Geisteswissenschaften - die Gründung von Donum Vitae sowie eine Annäherung an György Konrád, dem diesjährigen Karlspreisträger, dem ein Interview mit dem Geehrten folgt. Zudem finden sich Kommentare zur Begriffsgeschichte des "Stolzes" sowie zum Umgang mit Anglismen in der Deutschen Sprache.
Jan Roß: Der Papst.
Johannes Paul II. - Drama und Geheimnis
Esther-Maria Wedler mehr...
Armin Pongs: In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?
Gesellschaftskonzepte im Vergleich
Günther Frieß mehr...
Karl Dietrich Bracher: Geschichte als Erfahrung
Betrachtungen zum zwanzigsten Jahrhundert
Manfred Funke mehr...
Die Zukunft der Geisteswissenschaften
Anmerkungen zu einer Tagung der Konrad Adenauer Stiftung Jörg-Dieter Gauger mehr...
Mehr Deutsch und weniger Gesetze
Plädoyer für ein stärkeres Selbstbewusstsein
Norbert Lammert mehr...
Stolz - eine widersprüchliche Topografie
Hanna-Renate Laurien mehr...
Die "Generation Golf" und die Politik
Alexander Gruber mehr...
Europa ist ein literarischer Kontinent
Wolf Scheller im Gespräch mit György Konrád
György Konrád antwortet auf die Fragen von Wolf Schellers Wolf Schellers mehr...
Der Antipolitiker aus Budapest
Den diesjährigen Karlspreis erhielt der ungarische Schriftsteller György Konrád. Das Engagement für einen "euroamerikanischen Humanismus" wurzelt in den dramatischen Erfahrungen seiner jüdischen Familie. Wolf Scheller mehr...
Das weltliche Recht und der kirchliche Gehorsam
Zum Konflikt m Donum vitae
Bei der Auseinandersetzung um die Gründung von Donum Vitae setzen Unionspolitiker auf die normative Kraft des freien Gewissens und das Verantwortungsgefühl der Frauen. Rudolf Uertz mehr...
Zukunftsorientierte Weiterbildung - Ein Paradigmenwechsel
Eigenverantwortung und Selbstorganisation stärken
Eine gezielte Förderung von Eigenverantwortung und Selbstorganisation ist für die Realisierung lebenslangen Lernens unerlässlich. Werner Lensing mehr...
Mehr Demokratie ohne Repräsentation?
Wenn das Volk selbst entscheidet
Dem Politikengagement der Bürger steht heute vor allem durch Parteien ein beispielloses Spektrum an Mitwirkungsmöglichkeiten offen. Plebiszite stellen eher ein emotionales Ventil als eine objektive Bereicherung dar. Hans-Detlef Horn mehr...
Deutschlands latenter Verfassungskonflikt
Politikverdrossenheit entsteht durch Missverständnisse
Die Politikverdrossenheit trifft vor allem Parteien. Manche Enttäuschung aber resultiert aus der Unkenntnis über Funktionszusammenhänge der parlamentarischen Demokratie. Werner J. Patzelt mehr...
SPD/PDS zwischen Dichtung und Wahrheit
Zur Verharmlosung kommunistisher Relikte
Die Strategien der PDS zur Verharmlosung ihres extremistischen Grundsatzes zeigen Wirkung. Insbesondere die unklare Abgrenzung der Sozialdemokraten verhilft ihnen zum Erfolg. Harald Bergsdorf mehr...
Neue Mitte versus neue Union?
Semantische Optionen zwischen Regierung und Opposition
Die Vermittlung von Parteiprogrammen erfolgt vor allem über die Engführung auf bestimmte Begriffe. Eine semantische Erneuerung der Union ist daher für ihren Erfolg unerlässlich. Manuel Fröhlich mehr...
Auf dem Weg zur Funktionärspartei
Die SPD droht zu erstarren
Die Sozialdemokraten machen einen tiefgreifenden Wandel ihrer Partei bei gleichzeitiger Überalterung durch. Peter Lösche mehr...
Kampagnen und Kompetenzen
Lehren für die Union aus der Parteien- und Wahlforschung
Erfolgreich ist eine imagebezogene Darstellungspolitik nur, wenn ihr die Rationalität zukunftsweisender Entscheidungen folgt. Karl-Rudolf Korte mehr...
Die neue CDU wird gebraucht
Wertebindung statt Beliebigkeit
Die Politik der SPD ist von postmoderner Beliebigkeit geprägt. Es geht darum, eine freiheitliche und innovative Moderne im Übergang zur Wissensgesellschaft zu gestalten. Jürgen Rüttgers mehr...
Wertgebundene Mitte
Modernisierung ohne Orientierung geht fehl
Eine stets erneuerte Vermittlung von Tradition und Fortschritt zeichnet die Union aus. Die "Modernität" der Sozialdemokratie erweist sich hingegen immer deutlicher als bloße Verkaufsstrategie. Friedrich Merz mehr...
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Rita Anna Tüpper-Fotiadis

Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
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