Grundlagen deutscher Außenpolitik

Die Politische Meinung, (4/2003) 401

Die Politische Meinung behandelt in ihrer jüngsten Ausgabe Grundfragen deutscher Außenpolitik. Im Zentrum stehen die transatlantischen Beziehungen, das deutsch-amerikanische Verhältnis sowie das Geflecht von Antiamerikanismus und deutschem Pazifismus. Wider Scheinargumente der Friedensbewegung richtet sich ein Plädoyer für die Wahrung der sicherheitspolitischen Verantwortung Deutschlands. Ein anderer Essay beschreibt den Weg zu einer wirklichen gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik in der Europäischen Union. Weitere Beiträge debattieren die moralischen Grundlagen und die Weiterentwicklung der Demokratie sowie die volkswirtschaftlichen Grenzen der deutschen Sozialsysteme. Gefragt wird auch, ob der Totalitarimus im 21. Jahrhundert im neuen Gewandt aufersteht und wie sich das Verhältnis von Japan und China im pazifisch-asiatischen Raum entwickelt. Die Rubrik „Angemerkt“ befasst sich mit der Frage, inwieweit sich die deutsche Regierung mit ihrer Haltung in der Irak-Krise international isoliert hat. Das Augenmerk im Kulturteil gilt im Monat April dem 100. Geburtstag von Peter Huchel sowie dem Schicksal der Vertriebenen in der deutschen Nachkriegsliteratur.

Eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union

Die Erweiterung und die steigende globale Verantwortung Europas erfordern den Ausbau der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Das Krisenmanagement in Mazedonien lieferte ein Erfolgsbeispiel. Christoph Heusgen mehr...

Wozu brauchen wir die Amerikaner noch?

Die USA wurden nach 1945 eine europäische Macht und Garant der Freiheit Europas. Die transatlantischen Beziehungen vom Kalten Krieg bis zum Ende des Jahrhunderts. Beate Neuss mehr...

Der unbequeme Freund

Die Ressentiments in der deutschen Öffentlichkeit gegen die amerikanische Haltung im Irak-Konflikt sind nicht in erster Linie von Antiamerikanismus, sondern vom Pazifismus geprägt. Michael Mertes mehr...

Frieden um jeden Preis?

Ein Plädoyer für die Wahrung der sicherheitspolitischen Verantwortung Deutschlands. Karl-Heinz Kamp mehr...

Der lange Marsch zu einer neuen Regierung

Nach den Herbstwahlen in Österreich
Die Nationalratswahl im Herbst 2002 brachte der Österreichischen Volkspartei eine unerwartet große Mehrheit. Herbert Vytiska mehr...

Hat der Totalitarismus in Europa ausgespielt?

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus stellt sich die Frage, ob die Epoche des Totalitarismus in Europa zu Ende gegangen ist oder ob der fundamentalistische Terrorismus eine Wiedergeburt bringt. Hans Maier mehr...

China und Japan – Partner oder Rivalen?

Führungsansprüche im asiatisch-pazifischen Raum
Der chinesische Machtzuwachs veränderte die strategische Lage im pazifisch-asiatischen Raum und fordert Japan nicht nur ökonomisch heraus. Analyse einer ambivalenten Beziehung. Joachim Glaubitz mehr...

Politik in der Populismus-Falle

Darstellung und Wirklichkeit
Um sich die Zustimmung des Wahlvolkes zu sichern, erzeugen Politiker die Illusion, für alles zuständig zu sein. Die Einflussmöglichkeiten der Politik sind jedoch begrenzt. Gerd Roellecke mehr...

Menschlichkeit als Maß für eine Demokratie

Zur Orientierungskraft ethisch-humaner Politik
Die Rechts- und Wirtschaftsordnung unserer Demokratie muss sich stärker an humanitären Werten orientieren. Eine Alternative zu den gängigen Politikmodellen. mehr...

Das Volk als Gesetzgeber

Mehr direkte Demokratie?
Ein Überblick über die Brennpunkte der Diskussion um die direkte Mitbestimmung Birgit Enzmann mehr...

Sozialstaat ade?

Volkswirtschaftliche Grenzen der Sozialsysteme
Bismarkscher Provenienz krankt anhaltend. Dies erfordert stärker subsidiäre Elemente und bürgerschaftliches Engagement als den Umbau der Sozialsysteme. Christoph Birnbaum mehr...

Henning Tewes: Germany, Civilian Power and the New Europe

angemerkt
Mit seiner wilhelminischen Anwandlung in der Irak-Frage hat Bundeskanzler Gerhard Schröder Deutschland international isoliert. Michael Mertes mehr...

Fremde Freunde? Amerikaner, Deutsche und die einfachen Lösungen

angemerkt
Bemerkungen zum deutsch-amerikanischen Verhältnis. Manfred Funke mehr...

Nachlässe

Zum 100. Geburtstag von Peter Huchel am 3. April 2003
Eine Reminiszenz an das sozialpolitische Wirken eines der bedeutendsten deutschen Nachkriegsdichter. Uwe Grüning mehr...

Die Deutschen als Opfer

Ein vergessenes Kapitel der Literatur über Krieg
Die deutsche Nachkriegsliteratur hat das Schicksal der Vertriebenen niemals ignoriert, doch erst seit dem Erscheinen der Novelle „Im Krebsgang“ von Günter Grass findet dieses Thema ein breites Lesepublikum. Wolf Scheller mehr...

Anatomie der Bundesrepublik

gelesen
Gunter Hofmann: Abschiede/Anfänge – Die Bundesrepublik Norbert Lammert mehr...

Globalisierungsfolgen

gelesen
Otfried Höffe, Demokratie im Zeitalter der Globalisierung; Anthony Giddens, Entfesselte Welt. Wie die Globalisierung unser Leben verändert Daniel Hildebrand mehr...

„Nietzsche als Diagnostiker der Gegenwart“ – Zugänge zu einem Denker der Moderne

gelesen
Magnus Striet: Der neue Mensch? Hans Urs von Balthasar: Friedrich Nietzsche – Anthologien Günter Seubold/Patrick Baum: Was mir Nietzsche bedeutet Esther-Maria Wedler mehr...

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