Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Migration & Integration

GRENZENLOS

Integration aus einer neuen Perspektive

In Deutschland hat jedes dritte Kind zumindest ein Elternteil mit Migrationshintergrund, so der Verband binationaler Familien und Partnerschaften. Deutschland ist also bereits eine durchmischte Gesellschaft. Wenn zwei Menschen unterschiedlicher Kulturkreise zusammenfinden, dann ist dies der höchste Ausdruck von Integration. Diese Realität und die öffentliche Wahrnehmung über Migranten (oft verbunden mit negativen Medienberichten) klaffen scheinbar auseinander. Dieses Web-Projekt zum Thema Integration soll der häufig negativen Berichterstattung entgegenwirken.

Grenzenlos lesen
Erfahren Sie mehr über Deutsch-Amerikanische Hochzeitsriten oder über Diskriminierung bei der Job-Suche
Mehr...

Grenzenlos hören
Finden Sie heraus, wie europäische Integration funktioniert oder was Aikido mit Israel zu tun hat
Mehr...

Grenzenlos betrachten

Grenzenlos betrachten
Sehen Sie das Ergebnis des Fotoprojekts der Bildjournalistin Maria NIFI Xerisoti
Mehr...

Grenzenlos sehen

Grenzenlos sehen
Lernen Sie eine Modedesginerin und ihre Familie kennen und entdecken Sie ein Stück Vietnam
Mehr...

Bei den Paaren spielt die kulturelle Herkunft für ihre Beziehung mal mehr, mal weniger eine Rolle. Klar wird aber, dass „Kultur“ oder „Nationalität“ oft Konzepte oder Konstrukte sind, die den Blick auf das Wesentliche verstecken können. Zudem mussten vielen Paare einige Hürden in ihrer Beziehung meistern, beispielsweise gegen den Widerstand der Eltern kämpfen. Generell kann man sagen, dass die Familien ihre Stärke in der Vielfalt sehen.

Deutsch-Ghanaisch, Japanisch-Israelisch oder Walisisch-Bulgarisch - erkunden Sie hier zwölf Geschichten dieser Paare durch Filme, Fotos, Audiobeiträge und Texte. Scrollen Sie runter, um zu den vier Kategorien zu gelangen.

Durch die Geschichten der Paare wird es möglich verschiedene Themen anzusprechen, die im Leben der jeweiligen Familien eventuell eine Rolle spielen: Was passiert, wenn zwei Menschen unterschiedlicher Religionen zueinander finden? Ist es für den ausländischen Part schwieriger einen Job zu finden und belastet das die Beziehung? Wenn es Kinder gibt, welche Sprache spricht man zu Hause und wie einigt man sich auf die Erziehung?

Offene Grenzen, Studien- oder Arbeitsaufenthalte und die Anwesenheit von Migranten lassen die Zahl der binationalen Paare in Deutschland steigen. Dieses Näherrücken der Länder wird in Form von Beziehungen zum Ausdruck gebracht. Binationale bzw. multikulturelle Familien sind somit ein Beispiel für erfolgreiches Zusammenleben und ein Beispiel für unsere Gesellschaft, die von der Liebe, Kompromissbereitschaft und Offenheit dieser Paare lernen kann.

Daten und Fakten:

>>Die Zahl der binationalen Paare hat sich seit 1996 fast verdoppelt. Im Jahr 2008 lebten knapp 1,4 Millionen deutsch-ausländische Paare in Deutschland. 1996 gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur 723 000 binationale Paare. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Als Paare zählen hier sowohl Ehepaare als auch nichteheliche Lebensgemeinschaften, die zusammen leben und einen gemeinsamen Haushalt führen.>> (Statistisches Bundesamt, 2009)

>>In Deutschland ist jede neunte Eheschließung eine binationale Verbindung, jedes dritte Kind hat Eltern unterschiedlicher Nationalitäten.>> (Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V.)

>>Eine unerlässliche Bedingung für die „erfolgreiche“ Eingliederung und das gesellschaftliche Miteinander stellt die Interaktion von Personen des Aufnahme- und des Herkunftslandes dar. Heiratsbeziehungen resultieren heutzutage in der Regel aus belohnenden persönlichen Interaktionen zwischen zwei Personen, die durch Intimität und Exklusivität gekennzeichnet und auf Langfristigkeit angelegt sind. Ehen zwischen Angehörigen verschiedener sozialer Gruppen gelten daher als zentrale Indikatoren der gesellschaftlichen Integration.>> Julia H. Schroedter (Binationale Ehen in Deutschland, In: Wirtschaft und Statistik 4/2006)

.................................................................................