Referenten

Peter Altmaier ist Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Stellvertretendes Mitglied im Europaausschuss. Er ist seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2004 bis 2005 Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Ab November 2005 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft hat Altmaier zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes gearbeitet. 1990 wurde er Beamter der Europäischen Kommission, wo er von 1993 bis 1994 als Generalsekretär der EG-Verwaltungskommission für die soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer verantwortlich war. Er ist ehrenamtlicher Präsident der Europa-Union Deutschland. Er war seit 2006 Präsident der Europa-Union Deutschland und ist seit November 2011 Ehrenvorsitzender.
Elmar Brok ist seit 1980 Mitglied des Europäischen Parlaments, wo er sich u. a. als außenpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss engagiert. Brok gehört seit vielen Jahren dem Vorstand der Europäischen Volkspartei (EVP) an. Als Europaabgeordneter ist er zudem stellvertretendes Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Bundestages. Innerhalb der CDU gehört er dem CDU-Bundesvorstand an. Der gebürtige Westfale ist außerdem Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der CDU NRW. Der erfahrene Europapolitiker Brok nahm teil an den Regierungskonferenzen zu den Verträgen von Amsterdam, Nizza und Lissabon sowie zum EU-Verfassungsvertrag 2003/2004. Brok gehörte der Reflexionsgruppe des Rates für die Reform des Maastricht-Vertrages an und wirkte beim am EU-Verfassungskonvent mit.
Daniel Caspary ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. Caspary studierte Technische Volkswirtschaftslehre an der Universität Karlsruhe. Erste Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren J.P. Morgan in Frankfurt und London sowie die MVV Energie AG in Mannheim. Caspary engagierte sich früh politisch in der Jungen Union. Er ist Stadtverbandsvorsitzender der CDU Stutensee und Bezirksvorsitzender der Jungen Union Nordbaden. Im europäischen Parlament engagiert sich Caspary als Koordinator seiner Fraktion im Ausschuss für Internationalen Handel, im Petitionsausschuss sowie im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Als außenhandelspolitischer Sprecher der Fraktion gehört er außerdem dem Fraktionsvorstand der Europäischen Volkspartei (EVP) an. Seit 2007 ist er in seiner Funktion als Europaabgeordneter auch Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestages.
Dr. Christian Ehler ist seit 1994 Europaabgeordneter für Brandenburg. Der gelernte Diplom-Journalist/Volkswirt begann sine berufliche Laufbahn bei der Aigner-Unternehmensgruppe.1999 wurde Ehler Abgeordneter des Landtags Brandenburg für die CDU. Seit November 2000 ist er Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Brandenburg, drei Jahre später wurde er stellvertretender Bundesvorsitzender der MIT Deutschland. Ehler gehört dem Landesvorstand der CDU Brandenburg an. Im Europaparlament ist er u. a. Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Innerhalb der Europäischen Volkspartei gehört er dem Vorstand der EVP-Fraktion an. Er ist Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament.
Franz Fischler erlangte breite Bekanntheit und großen Respekt auf nationaler und internationaler Ebene in seiner Rolle als EU-Kommissar. Von 1995 bis 2004 lenkte er die Geschicke der europäischen Landwirtschaft und ab 1999 zusätzlich die der Fischerei in der Europäischen Union. Der Europäer aus Überzeugung widmet sich nach wie vor leidenschaftlich dem Ziel, die EU auf Erfolgskurs zu halten. Seine Visionen einer modernen Agrarwirtschaft setzte Franz Fischler in umfassenden Reformen der Europäischen Agrarpolitik, der ländlichen Entwicklung und der Fischerei um. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Agenda 2000, die Reform 2003 und die erste Reform der europäischen Fischereipolitik. Zuvor war Franz Fischler von 1989 bis 1994 Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft in Österreich. Als überzeugter Anhänger des europäischen Gedankens spielte er eine wichtige Rolle bei den erfolgreichen EU-Beitrittsverhandlungen und war federführend an der Vorbereitung der österreichischen Land- und Forstwirtschaft auf den EU-Beitritt beteiligt. Nach Ablauf seiner zwei Amtsperioden als EU-Agrarkommissar gründete er im heimatlichen Absam die Firma Franz Fischler Consult GmbH.
Michael Gahler ist seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments. Nach einer Attachéausbildung an der Diplomatenschule des Auswärtigen Amts begann er seine berufliche Laufbahn als Referent im Auswärtigen Amt sowie im Büro für Auswärtige Beziehungen der CDU. Gahler engagierte sich früh in der Jungen Union und später in der CDU. In seinem Heimatland Hessen ist er Vorsitzender des Landesfachausschusses Europapolitik der CDU. Im Europäischen Parlament gehört er in der aktuellen Wahlperiode dem Auswärtigen Ausschuss an. Er ist außerdem sicherheitspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen mit dem Pan-Afrikanischen Parlament. Darüber hinaus ist Gahler Mitglied der Delegation in der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU (Afrika-Karibik-Pazifik) und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss Verkehr und Fremdenverkehr.
Dr. Reinhard Göhner ist seit 1996 Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Göhner studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an der Universität in Bielefeld. Als Rechtsanwalt mit einer Spezialisierung im Bereich des Arbeitsrechts führt er eine eigene Kanzlei. Göhner engagierte sich schon früh politisch. Kurz nach seinem Eintritt in die Junge Union wurde er zum Landesvorsitzenden der Jungen Union in Westfalen-Lippe gewählt. Fünf Jahre danach wurde er Mitglied des Deutschen Bundestags. Von 1990 bis 1994 war Göhner Parlamentarischer Staatssekretär, zunächst im Bundesjustizministerium, dann im Bundesministerium für Wirtschaft. Von 1991 bis 1994 leitete er die Grundsatzprogrammkommission der CDU Deutschlands. Bis 1996 war Göhner Mitglied des CDU-Bundesvorstandes. 2007 legte er sein Bundestagsmandat nieder, um Diskussionen über die Vereinbarkeit mit seinem Engagement in der Wirtschaft zu beenden.
Prof. Dr. Peter Michael Huber, Minister a. D. ist seit November 2010 Richter am Bundesverfassungsgericht, wo er dem Zweiten Senat angehört. Nach Studium in München und Genf und anschließender Habilitation wurde er 1991 zum Universitätsprofessor in Augsburg ernannt. Später lehrte Huber Rechtswissenschaften an den Universitäten Münster, Augsburg, Jena, Bayreuth und München. 1992 ging Huber nach Thüringen an die Universität Jena. Im Nebenamt war er Richter am Oberverwaltungsgericht Thüringen. Von 1995 bis 1998 war er Mitglied der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages "Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit". Weitere Kommissionen, denen Huber angehörte, waren die Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung sowie die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). 2009 berief ihn Ministerpräsidentin Lieberknecht zum Thüringischen Innenminister.
Volker Kauder ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Der studierte Jurist begann seine berufliche Karriere 1975 in der Landesverwaltung Baden-Württemberg, wo er 1980 zum stellvertretenden Landrat des Landkreises Tuttlingen aufstieg. Schon früh engagierte sich Kauder in der Jungen Union. 1990 wurde er als Direktkandidat im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen in den Bundestag gewählt. Von 2002 bis 2005 war er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. 2005 übernahm Kauder die Position des Generalsekretärs der CDU Deutschlands als Nachfolger von Laurenz Mayer. Er gab das Amt an Ronald Pofalla ab, als er Ende 2005 zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag gewählt wurde. Kauder gilt als enger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Prof. Dr. Hans-Hugo Klein wurde am 5. August 1936 in Karlsruhe geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und München war er zunächst als Regierungsassessor beim Landratsamt und Regierungspräsidium in Tübingen tätig. 1963 ging Klein zurück an die Universität und habilitierte sich in Heidelberg. 1969 wurde er als Professor für Öffentliches Recht an die Georg-August-Universität Göttingen berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte. 1970 trat Klein in die CDU ein. Zwei Jahre später wurde er erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er 12 Jahre lang angehörte. Von 1982 bis 1983 war er parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz unter Justizminister Engelhard. Von 1983 bis 1996 gehörte Klein dem Bundesverfassungsgericht als Mitglied des Zweiten Senats an. Er war dort unter anderem für das Parteienrecht, das Recht des Öffentlichen Dienstes und das Personalvertretungsrecht zuständig.
Dr. Wolf Klinz ist seit 2004 Abgeordneter der FDP im Europaparlament. Dort ist er Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung sowie in der Delegation für die Beziehung zu den Ländern Südostasiens. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu Kanada und als Stellvertreter im Entwicklungsausschuss. Klinz ist gelernter Diplom-Kaufmann. Er arbeitete für McKinsey & Company in London, Düsseldorf und Paris. 2000 bis 2004 war er Präsident der IHK in Frankfurt am Main. Seit 2004 ist Klinz Mitglied im Landesvorstand der FDP in Hessen und seit 2006 Deutscher Delegierter bei den European Liberal Democrats.
Gunther Krichbaum ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und dort seit 2007 Vorsitzender des Europaausschusses. Der gelernte Jurist war zunächst als selbständiger Wirtschaftsberater tätig. Er engagierte sich früh politisch in der Jungen Union und kommunalpolitisch in seiner Heimatstadt Pforzheim. Seit 1999 ist er stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes der CDU Pforzheim. 2002 wurde er als Direktkandidat im Wahlkreis Pforzheim in den Deutschen Bundestag gewählt. In der CDU ist Krichbaum Mitglied des Wirtschaftsrates und der Mittelstandsvereinigung. Neben seinem politischen Engagement ist Krichbaum in zahlreichen Organisationen ehrenamtlich aktiv.
Dr. Werner Langen ist seit 1994 Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Mitglied des Vorstands der Europäischen Volkspartei (EVP). Seit 2006 ist er Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Langen trat 1970 in die CDU ein und übernahm bald Funktionen auf kommunaler Ebene. Von 1983 bis 1994 war er Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages, davon sieben Jahre stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. In den Jahren 1990 und 1991 war er unter Ministerpräsident Wagner Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz. Langen ist Mitglied der Mittelstandsvereinigung und der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU. Im europäischen Parlament engagiert er sich u. a. im Ausschuss für Wirtschaft und Währung sowie als Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu den Staaten Südostasiens.
Dr. Michael Menhart ist seit 2007 Chefvolkswirt des Munich Re-Konzerns. In dieser Funktion verantwortet er unter anderem die Themenfelder Konjunkturprognose, nationale und internationale Wirtschaftspolitik, Länderrisiko sowie Ökonomie des Klimawandels. Neben den klassischen volkswirtschaftlichen Themen ist er auch zuständig für Zukunfts- und Trendforschung. Als Chefvolkswirt vertritt Menhart den Konzern in nationalen und internationalen Gremien, u. a. beim World Economic Forum sowie im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft. Menhart studierte Ökonomie in Augsburg und Detroit/USA. Bevor er zur Munich Re kam arbeitete er bei der Unternehmensberatung McKinsey.
Klaus-Peter Müller ist seit 2008 Aufsichtsratvorsitzender der Commerzbank AG. Müller absolvierte eine Lehre als Bankkaufmann und war seit 1966 für die Commerzbank u. a. in den Filialen in Düsseldorf und New York tätig. 1986 wurde er zum generalbevollmächtigten Leiter der Zentralen Abteilung für Firmenkunden in Frankfurt am Main ernannt, bevor er im Februar 1990 die Position als Leiter der Zentralen Abteilung „Aufbau Ost” übernahm. Seit dem 1. November 1990 war Müller Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, seit dem 25. Mai 2001 dessen Sprecher. Im Mai 2008 wechselte er in den Aufsichtsrat. Von 2005 bis 2009 war Müller Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken. Seit 2007 ist er Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management.
Günther Oettinger ist seit Februar 2010 Eu-Kommissar für Energie. Oettinger absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er als Wirtschaftsprüfer und später als Rechtsanwalt in einer Kanzlei, deren Mitinhaber er seit 1988 ist. Sein politisches Engagement begann 1977, als er in seiner Heimatstadt Ditzingen einen Ortsverband der Jungen Union gründete. Nach dem Rückzug von Erwin Teufel wählte die Basis der CDU Oettinger 2004 zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2005. Im April 2005 wurde er zum Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg gewählt. Ende 2009 nominierte der Rat der Europäischen Union ihn auf Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel als deutsches Mitglied der Europäischen Kommission.
Doris Pack ist seit 1989 Abgeordnete des Europäischen Parlaments. In der aktuellen Legislaturperiode ist sie Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Jugend, Bildung, Medien und Sport. Außerdem ist Pack stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie Mitglied in der Südosteuropa-Delegation und ständige Berichterstatterin für Bosnien & Herzegowina. Für ihr außenpolitisches Engagement erhielt sie eine Reihe von Auszeichnungen, u. a. den Jean-Monet-Award vom Europäischen Universitätsrat. Pack begann ihre berufliche Karriere als Lehrerin und später als Rektorin im saarländischen Kultusministerium. Schon früh engagierte sie sich in der Kommunalpolitik. Von 1985 bis 1989 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an. Pack ist Vorsitzende der Frauen in der Europäischen Volkspartei, Mitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung und im ZDF-Fernsehrat.
Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué ist gelernter Diplom-Volkswirt und seit 1999 Mitglied der FDP. Bereits drei Jahre nach seinem Eintritt wurde er in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt und war dort für die folgenden vier Jahre Finanzminister. Bis 2008 hatte er die Position des Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalts inne. Während seiner politischen Tätigkeiten auf Landesebene war Paqué bereits Mitglied im Bundesvorstand der FDP. 2008 wurde er stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses für Wirtschaft der FDP. Im April dieses Jahres ging er zurück zu seiner universitären Tätigkeit an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Einige Monate später wurde Paqué Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft und seit Juli 2010 ist er nun Dekan der Fakultät.
Dr. Viviane Reding ist Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und innerhalb der Kommission zuständig für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft. Die gelernte Journalistin begann ihre politische Karriere als Mitglied des luxemburgischen Parlaments, dem sie 1979 – 1989 angehörte. In der Christlich-Sozialen Partei Luxemburgs war sie von 1988 bis 1993 die Vorsitzende der Frauenorganisation und ab 1995 stellvertretende Vorsitzende der Partei. Von 1989 bis 1999 war Reding Mitglied des Europäischen Parlaments und in dieser Funktion u. a. Mitglied des Petitionsausschusses sowie Mitglied des Fraktionsvorstands der Europäischen Volkspartei. Seit 1999 ist Reding Mitglied der Europäischen Kommission, wo sie bis 2004 zuständig für Bildung, Kultur, Jugend, Medien und Sport und bis 2010 für Informationsgesellschaft und Medien war. Im Februar 2010 wurde sie Vizepräsidentin der Kommission.
Klaus Regling leitet seit 2010 die European Financial Stability Facility (ESSF), den sogenannten Euro-Rettungsschirm mit Sitz in Luxemburg. Von 2001 bis 2008 war er Generaldirektor für wirtschaftliche und finanzielle Angelegenheiten bei der Europäischen Kommission. Als Deutschland und Frankreich die Defizitgrenzen 2002 und 2003 überschritten hatten, leitete die EU-Kommission auf seine Initiative hin ein Defizitverfahren gegen Deutschland ein. Der studierte Volkswirt begann seine berufliche Karriere 1975 bis 1980 beim Internationalen Währungsfond (IWF) in Washington. Nach einer Station im Bundesfinanzministerium ging er 1985 wieder zum IWF. Unter Bundesfinanzminister Theo Waigel wurde Regling 1991 erneut ins Finanzministerium berufen und war dort maßgeblich am Entwurf des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes beteiligt. Unter dem Vorsitz von Ottmar Issing war Regling Mitglied der Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform der internationalen Finanzmärkte.
Rainer Robra ist seit Mai 2002 Europaminister des Landes Sachsen-Anhalt und Chef der Staatskanzlei. Nach seinem Jurastudium arbeitete er als Richter in Hannover, dann als Staatsanwalt in Celle. 1986 wechselte er in das Niedersächsische Justizministerium. Dort war er zuletzt Leiter der Strafrechtsabteilung. Von 1990 bis 1994 war er Justizstaatssekretär in Sachsen-Anhalt und in dieser Funktion maßgeblich am Aufbau des Justizwesens beteiligt. 1994 gründete er eine Rechtsanwaltskanzlei in Magdeburg, in der er bis April 2002 als Rechtsanwalt tätig war. Rainer Robra hat verschiedene Ehrenämter, wie zum Beispiel den Vorsitz des Landesverbandes der freien Straffälligenhilfe und des Vereins „Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt e. V“.
Dr. Wolfgang Schäuble, Finanzminister, ist seit 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Offenburg. 1981 wurde Schäuble Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In der Regierung Helmut Kohl war er zunächst Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, bevor er von 1989 bis 1991 Bundesminister des Innern wurde. In dieser Funktion leitete er federführend die Verhandlungen beim Einigungsvertrag mit der DDR. In der Bonn-Berlin–Debatte um die Verlegung des Regierungssitzes war ein vehementer Verfechter von Berlin. 2005 berief Angela Merkel Schäuble zum Innenminister in der Großen Koalition. Nach der Bundestagswahl 2009 wurde er Finanzminister. Schäuble ist seit 1989 Mitglied im Bundesvorstand der CDU. Von 1991 bis 2000 war er Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ab 1998 auch Bundesvorsitzender der CDU. Seither ist er Mitglied im Präsidium der CDU Deutschlands.
Birgit Schnieber-Jastram ist seit 2009 Abgeordnete im Europäischen Parlament. Dort arbeitet sie im Entwicklungsausschuss sowie im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Türkei mit. Ihre berufliche Karriere begann sie im Bereich Werbung und Public Relations. 1986 trat sie der CDU Hamburg bei und wurde 1992 zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Von 1994 bis 2001 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an und engagierte sich u. a. als sozialpolitische Sprecherin der CDU/CSU- Bundestagsfraktion. Im Anschluss ging sie zurück nach Hamburg und wurde unter Ole von Beust Senatorin für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz. Von 2004 bis 2008 war sie auch Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg. Schnieber-Jastram gehört dem Kuratorium der Konrad-Adenauer-Stiftung an.
Dr. Andreas Schockenhoff ist seit 1990 Mitglied im Deutschen Bundestag und vertritt dort den Wahlkreis Ravensburg. Nach seinem Studium der Romanistik, Germanistik und Geschichte hat Schockenhoff zunächst als Lehrer an einem Katholischen Gymnasium in Ravensburg gearbeitet. Im Jahr 1982 ist er in die CDU eingetreten. Als Abgeordneter ist er seit 1995 Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentariergruppe. Später wurde er zum Koordinator für die deutsch-russische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt berufen. Im Jahre 1998 wählte ihn die CDU/CSU-Fraktion zum Obmann im Auswärtigen Ausschuss und stellvertretenden Außenpolitischer Sprecher. Seit November 2005 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion für die Bereiche Außen-, Verteidigungs- und Europapolitik.
Prof. Dr. Jürgen Stark ist seit 2006 Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium Europäischen Zentralbank (EZB). Am 9. September 2011 kündigte er seinen Rückzug an. Zum Jahreswechsel wird Jörg Asmussen die Nachfolge Starks antreten. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler diente nach frühen Stationen im Wirtschaftsministerium und Kanzleramt ab Mitte der 1990er-Jahre als Staatssekretär unter Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU). In der Vorbereitungsphase des Euro war er einer der geistigen Väter des Stabilitäts- und Wachstumspakts. Ab September 1998 war er Vize-Präsident der Deutschen Bundesbank. Ab dem 1. Mai 2002 war Jürgen Stark im Vorstand Deutschen Bundesbank für die Bereiche Internationale Beziehungen und Revision zuständig. Bis zur Bestellung von Axel Weber Präsidenten war Stark Interimsvorsitzender der Bundesbank. Im Juni 2006 wurde Jürgen Stark Nachfolger von Ottmar Issing als Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank.
Michael Stübgen ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort engagiert er sich als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Europa der CDU/CSU-Fraktion und als Vorsitzender der Landesgruppe Brandenburg der CDU/CSU-Fraktion. Seit 1999 ist er Kreisvorsitzender der CDU Elbe-Elster. Der gelernte Pfarrer in der Evangelischen Landeskirche der Kirchenprovinz Sachsen ist 1990 in die CDU eingetreten. Noch im selben Jahr wurde er zum Mitglied des Bundestages gewählt. Stübgen ist auch auf europäischer Ebene als Mitglied im Vorstand der Europäischen Volkspartei (EVP) politisch aktiv. Er ist Vorsitzender der Deutsch-Bulgarischen Parlamentariergruppe und Mitglied der Deutschen Afrika Stiftung e.V..
Prof. Dr. Bernard Vogel, Ministerpräsident a. D., ist seit über vierzig Jahren politisch aktiv. Nach seinem Studium der Politischen Wissenschaften lehrte er zunächst an der Universität Heidelberg. 1967 wurde er zunächst Kultusminister von Rheinland-Pfalz, später war er 12 Jahre lang Ministerpräsident des Landes. Zweimal war er in dieser Funktion auch Präsident des Bundesrates. Nach der Wende ging Vogel nach Thüringen, wo er von 1992 bis 2003 Ministerpräsident war. Seit 1975 gehörte er dem Bundesvorstand der CDU an. Er bekleidete zahlreiche Ämter u. a. als Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates sowie als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Von 1989 bis 1995 sowie von 2001 bis 2009 war Vogel Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seit 2010 ist er Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Für seine Verdienste wurde er u. a. mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Marion Walsmann ist seit 2010 Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Chefin der Thüringer Staatskanzlei. Zuvor war sie Justizministerin des Landes. Die gelernte Juristin begann ihre berufliche Karriere als Justitiarin im Robotron-Vertrieb Erfurt und leitete anschließend das Rechtsamt der Stadt Erfurt. Ab 1989 hat sie als Vertreterin der CDU beim »Zentralen Runden Tisch« und ab Mai 1990 als Leiterin des Aufbaustabs »Justiz« des Politisch-beratenden-Ausschusses zur Bildung des Landes Thüringen beigetragen. Ab 1990 war sie federführend mit dem Aufbau des Thüringer Justizministeriums betraut und hat dort bis 2004 verschiedene verantwortliche Aufgaben wahrgenommen. Seit 2004 ist Frau Walsmann Mitglied des Thüringer Landtags. Bis zu Ihrer Ernennung als Justizministerin war sie Justizpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. In ihrer Heimatstadt Erfurt ist sie ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden aktiv.
Prof. Dr. Manfred Weber begann seine berufliche Karriere bei der Deutschen Bundesbank, zunächst in der Hauptabteilung Volkswirtschaft und später als Büroleiter des Bundesbank-Vizepräsidenten Helmut Schlesinger. Im Jahr 1991 wechselte er nach Basel in die Währungs- und Wirtschaftsabteilung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Ein Jahr später wurde er Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken. 1997 wurde er zum Mitglied des elfköpfigen Vorstands gewählt. Im Jahre 2004 bestellte ihn die Universität Potsdam zum Honorarprofessor an ihre Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Das vorzeitige Ausscheiden Webers nach 16-jähriger Tätigkeit für den Bankenverband hatte 2010 in der Presse erhebliches Aufsehen erregt.
Klaus Welle ist gebürtiger Nordrhein-Westfale und Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er begann seine europapolitische Karriere als Abteilungsleiter Europa-und Außenpolitik im Konrad-Adenauer-Haus. 1991 wechselte er nach Brüssel und wurde Generalsekretär der Europäischen Volkspartei und anschließend Generalsekretär der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament. Unter der Präsidentschaft von Hans Gert Pöttering war er Kabinettschef und wurde 2009 zum Generalsekretär des Europäischen Parlaments ernannt. In dieser Funktion hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Restrukturierung der Verwaltung voranzutreiben und Zukunftskonzepte zu erarbeiten.
Rainer Wieland ist seit 1997 Mitglied des Europäischen Parlaments, wo er dem Rechtsausschuss, dem Petitionsausschuss und dem Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres angehört. Der gelernte Jurist hat sch schon früh in seiner Heimatstadt Gerlingen kommunalpolitisch engagiert und war stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg. 2001 wurde er Vorsitzender der Europa-Union Baden-Württemberg. Als Vertreter der überparteilichen Europa-Union Deutschlands ist er seit 2006 auch Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Seit 2007 ist er Mitglied im Präsidium und Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg. Im Jahr 2008 wurde er Vizepräsident der Europäischen Bewegung International. Ein Jahr später wurde Wieland Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Beim Bundeskongress der Europa-Union am 27. November 2011 wurde er zum neuen Präsidenten gewählt.
Hermann Winkler ist seit 2009 Mitglied im Europäischen Parlament. Der gebürtige Sachse trat 1988 der CDU (Ost) bei und war von 1990 bis 1999 Vorsitzender des CDU- Stadtverbandes Grimma. Von 1990 bis 1991 nahm er die Funktion des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Grimma wahr. 1990 wurde Winkler in den Sächsischen Landtag gewählt, dem er bis 2009 angehörte. Von 2001 bis 2004 war er auch Generalsekretär der Sächsischen Union. Unter Ministerpräsident Georg Milbradt wurde Winkler 2007 zum Staatsminister und Chef der Staatskanzlei ernannt. 2009 trat er als Spitzenkandidat der Sächsischen Union für die Europawahl an und wurde in das Europaparlament gewählt. Dort ist er Mitglied in den Ausschüssen für Regionale Entwicklung und für Industrie, Forschung und Energie. Seit 2010 ist Winkler ebenfalls Mitglied im Bundesfachausschuss für Außen-, Europa-, und Sicherheitspolitik der CDU Deutschlands.
Dr. Monika Wulf-Mathies war von 1995 bis 1999 Mitglied der Europäischen Kommission und dort als Kommissarin für die Regionalpolitik sowie den Ausschuss der Regionen verantwortlich. Das SPD-Mitglied Wulf-Mathies begann ihre berufliche Karriere unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller und Bundeskanzler Willy Brandt, wo sie die Leitung des Referats Sozial- und Gesellschaftspolitik übernahm. 1979 wurde sie in den geschäftsführenden Hauptvorstand der Gewerkschaft ÖTV berufen und dort 1982 zur Vorsitzenden gewählt. Als erste weibliche Vorsitzende einer DGB-Gewerkschaft setzte sie sich für das Ziel der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ein. Nach ihrer aktiven Zeit in der EU-Kommission beriet sie Bundeskanzler Gerhard Schröder in europapolitischen Fragen. Von 2001 bis 2008 war Wulf-Mathies dann Bereichsleiterin der Deutschen Post AG und dort für Politik und Nachhaltigkeit zuständig. Sie ist Ehrenvorsitzende der Europäischen Bewegung Deutschland.

Kontakt

Abbildung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Kristina Hucko
Tel. +49 2236 707 3361
Fax +49 2236 707 4347
Kristina.Hucko[at]kas . de