Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Soziale Marktwirtschaft

Volkswirtschaftslehre

Wirtschaftsprozesse vollziehen sich in Raum und Zeit. Mit der nachhaltigen Durchsetzung der Marktwirtschaft und ihrer im Übergang zur Moderne einsetzenden funktionalen Ausdifferenzierung entstand ein verstärktes Bedürfnis danach, die marktwirtschaftlichen Strukturen und Funktionsmechanismen verstehen und im Interesse der Wohlfahrtsmehrung nutzen zu können. Seither versucht die Volkswirtschaftslehre, diesem Bedürfnis als eine inzwischen fest im Kanon der Sozialwissenschaften verankerte souveräne Disziplin nachzukommen, und zwar unabhängig davon, dass sich die Bezeichnung im Verlauf ihrer Herausbildung und Entfaltung mehrfach geändert hat. Vielmehr gilt es als eine ständige Herausforderung, die im historischen Zeitablauf spezifisch geprägte wirtschaftliche Realität zu beschreiben, die ihr innewohnenden Gesetzmäßigkeiten aufzuspüren, diese mit geeigneten Methoden zu erfassen sowie sinnvolle Konsequenzen für die wirtschaftspolitische Praxis zu ziehen, gleichgültig, ob das Fach mit dem Anspruch auftritt, Wirtschaftskunde, Kameralwissenschaft, Politische Ökonomie, Nationalökonomie oder Ökonomik (Economics) zu sein.

Die Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft ist ein Produkt der europäischen ökonomischen Klassik, die sich spätestens im 18. Jahrhundert voll herausgebildet hatte. Als ein Meilenstein ihres Entstehungsprozesses gilt das 1776 in erster Auflage erschienene Werk „Eine Untersuchung über die Ursachen und das Wesen des Wohlstands der Nationen“ des Schotten Adam Smith (1723-1790). Manchmal wird diese bis heute in unzähligen Auflagen und Übersetzungen verbreitete Schrift als „Bibel“ der Nationalökonomie bezeichnet, weil ihr Autor als einer der ersten Theoretiker eine umfassende marktwirtschaftliche Perspektive einnahm. Tatsächlich leistete Adam Smith, der nicht nur Ökonom, sondern auch Moralphilosoph war, in Auseinandersetzung mit den zu seiner Zeit dominanten ökonomischen Auffassungen eine alternative Erklärung des Wirtschaftsgeschehens. Neu an seiner Sichtweise war, dass er die von Aufklärung und Naturrecht geprägte Idee der Freiheit und die Vorstellung einer selbstregulierenden natürlichen Ordnung wie kaum ein anderer vor ihm auf den Bereich der Ökonomie übertragen hatte. Den bis dahin in Europa verbreiteten merkantilistischen Positionen blieb der Gedanke einer frei gestaltbaren Wirtschaft weitgehend fremd oder sogar feindlich. Auch der französische Physiokratismus war bei aller naturrechtlich-aufklärerischen Geisteshaltung in der Praxis dem absolutistischen System seit Louis XIV. verhaftet, so dass das physiokratische Prinzip des „Laissez-faire“ wohl eher als eine Reaktion auf den Interventionismus des französischen Merkantilismus (Colbertismus) denn als Plädoyer für eine Marktökonomie zu werten ist. Die physiokratische Vorstellung einer an der natürlichen Ordnung orientierten positiven Gesellschaftsordnung zielt trotz der zeitgenössischen Beschreibung des Wirtschaftskreislaufes im berühmten Tableau économique jedenfalls nicht direkt oder gar ausschließlich auf eine eigenständige Wirtschaftsordnung ab.

Folgt man dagegen den Überlegungen von Smith, so erscheint der Wohlstand der Gesellschaft als Kuppelprodukt einer Wirtschaft mit dem Potenzial zur freien Entfaltung, das er in einer engen Verknüpfung folgender Elemente begründet sieht:
(i) wohlverstandenes und daher gemeinwohlförderliches Selbstinteresse,
(ii) Arbeitsteilung,
(iii) Ausdehnung der durch Preise und Mengen bestimmten Märkte,
(iv) Bevölkerungsentwicklung,
(v) technischer Fortschritt,
(vi) Investitionstätigkeit und Kapitalakkumulation sowie
(vii) Produktivkraftentwicklung.

Diese klassische Idee des „Wohlstands der Nationen“ prägte alle nachfolgenden Generationen von Ökonomen, aber die Art und Weise der Prägung unterscheidet sich erheblich in Abhängigkeit davon, wie die Smithschen Ideen aufgenommen und verarbeitet worden sind. Damit ist nicht nur das ökonomische Erkenntnisvermögen an sich gemeint, sondern bereits das spezifisch motivierte Erkenntnisinteresse. Während klassisch gewordene Werke in der Regel eine komplexe Sichtweise anstrebten, indem ihre Autoren die Principles of Political Economy darlegen wollten, wie etwa David Ricardo (1772-1823), Thomas Robert Malthus (1766-1834), John Stuart Mill (1806-1873), aber auch Alfred Marshall (1842-1924), kristallisierte sich aus der umfassenden Systembetrachtung seit Ende des 19. Jahrhunderts eine auf besondere Details, Domänen und Verhaltensweisen ausgerichtete Ökonomik heraus, die schließlich auch für die Trennung zwischen betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Forschung und Lehre verantwortlich ist.

Seither hat sich in beiden Bereichen eine tiefgreifende Spezialisierung auf Themen des mikro- und makroökonomischen Kosmos herausgebildet, der nach wie vor neben dieser inhaltlichen auch eine Systematisierung nach der zeitlichen Periodisierung (Wirtschaftsgeschichte) und der geographischen Ausdehnung (Regional- und Volkswirtschaft sowie Globalisierung und Weltwirtschaft) erfährt. In der Konsequenz ist die moderne Volkswirtschaftslehre als ein Teilgebiet der ökonomischen Wissenschaften aufzufassen, das sich innerhalb des Systems der Wissenschaften wie in der Abbildung am Ende des Beitrags darstellen lässt.

Die Abbildung verortet die Volkswirtschaftslehre neben der Betriebswirtschaftslehre im Kernbereich der Wirtschaftswissenschaften, die wiederum zu den Sozialwissenschaften gehören. Mit dieser Zuordnung wird betont, dass die Volkswirtschaftslehre die Grundlage für ihre Theorien in der empirisch wahrnehmbaren Wirklichkeit hat, nämlich in den wirtschaftsbezogenen, über Sachgegenstände vermittelten Interaktionen zwischen Menschen, die sich inner-, aber auch außerhalb der wirtschaftlichen Domäne vollziehen. Die Grenze zwischen Theorie und Empirie wird in allen Teilbereichen der Volkswirtschaftslehre überschritten, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Während Mikro- und Makroökonomik stärker theoriebetont sind und damit wichtige Grundlagen für das ökonomische Denken vermitteln, lassen sich die übrigen Bereiche stärker vom empirischen Erkenntnisinteresse leiten, ohne jedoch theorielos zu sein.

In allen Bereichen der nunmehr stark arbeitsteilig vorgehenden Volkswirtschaftslehre sind bahnbrechende Leistungen nachweisbar, die in einem Überblicksartikel aufzuzählen nicht möglich ist. Der seit 1969 für das Fach Wirtschaftswissenschaften vergebene Nobelpreis ehrt Wissenschaftler, die sich jedoch fast ausnahmslos auf dem Gebiet der Volkswirtschaftslehre verdient gemacht haben – unter ihnen, um nur einige zu nennen, so bekannte Ökonomen wie Paul A. Samuelson (1970, für seinen Beitrag zur Entwicklung der statischen und dynamischen Theorie), Wassily Leontief (1973, für die Entwicklung der Input-Output-Methode), Friedrich August von Hayek (1974, für seinen Beitrag zur Geld- und Konjunkturtheorie), Milton Friedman (1976, für seinen Beitrag zur Geldgeschichte und Geldtheorie), James M. Buchanan (1986, für seine Grundlegung der Konstitutionenökonomik), Robert M. Solow (1987, für seinen Beitrag zur Wachstumstheorie), Ronald Coase (1991, für seine Klärung der Bedeutung von Transaktionskosten und Verfügungsrechten), Robert E. Lucas (1995, für seine Formulierung der Theorie rationaler Erwartungen) oder Paul Krugman (2008, für die Analyse der Handelsmuster und Räume wirtschaftlicher Aktivität). Der bisher einzige deutsche Nobelpreisträger ist Reinhard Selten (1994, für seine Analyse des Gleichgewichts in nicht-kooperativer Spieltheorie). Die bisher einzige Frau, die mit dem Nobelpreis geehrt wurde, ist die Amerikanerin Elinor Ostrom (2009, für ihre ökonomische Analyse des Handelns im Bereich der Gemeinschaftsgüter).

Die in der Volkswirtschaftslehre angewandten Methoden sind entsprechend vielfältig und müssen im Interesse des wissenschaftlichen Ertrags zunächst sorgfältig auf den jeweils interessierenden Gegenstand zugeschnitten sein. Obwohl sich in den letzten Jahrzehnten in der Ökonomik unbestreitbar eine Tendenz zur verstärkten Anwendung mathematischer Methoden und abstrakter Modellbildung durchgesetzt hat, ist diese Tatsache für sich genommen noch keinerlei Erfolgsbeweis im Hinblick auf einen möglichen Erkenntniszugewinn. Modelle beispielsweise, bei denen schon die Annahmen so abstrakt sind, dass ihre Schlussfolgerungen sich nicht mehr an der Wirklichkeit testen lassen, laufen Gefahr, eine Wissenschaftlichkeit und Exaktheit vorzuspiegeln, die nicht vorhanden ist. Es wäre also ganz und gar töricht, wenn man die Vielfalt der Methoden künstlich auf die quantitativen verengen wollte. So manche Erklärungslücke lässt sich in Anwendung des qualitativen Ansatzes verkleinern, der sich neben der angestrebten Erklärungsleistung auch durch eine Plausibilität legitimiert, die mit Hilfe der Methode der Hermeneutik, d.h. durch ausdeutendes Verstehen, überzeugender sein kann als eine von der empirischen Wirklichkeit abgekoppelte abstrakte Logik. Umgekehrt wäre aber auch der Verzicht auf die Anwendung des mathematischen Instrumentariums ein Armutszeugnis, das die Ökonomik in ein vorwissenschaftliches Stadium zurückdrängen würde. Es kommt darauf an, den Methodenpluralismus klug zu nutzen, nämlich im Sinne des Bestrebens, sich aus der Sackgasse einseitiger Entscheidungen zu befreien, die ein starrer Methodenzwang unvermeidlich nach sich zieht, wie der Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend unmissverständlich gezeigt hat.

Auch ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte kann diesbezüglich erhellend sein. In Kenntnis des heftigen Methodenstreits, der im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert zwischen Vertretern der Historischen Schule der Nationalökonomie und der Österreichischen Schule der Grenznutzentheorie ausgetragen wurde, kann auch heute noch eine unverzichtbare Lehre gezogen werden: Weder die deduktiv-logische noch die induktiv-empirische Methode ist jeweils allein zu favorisieren. Parallel dazu greift als Kompromisslösung der verschiedenen Auflagen des berühmten Werturteilsstreits der Sozialwissenschaften die Einsicht, dass es neben der positiven Ökonomik auch eine normative Ökonomik gibt, in der Werturteile nicht nur bewusst zum Gegenstand der Analyse gemacht werden, wie beispielsweise in der Wirtschaftsethik und Institutionenökonomik, sondern in der die mehr oder weniger starke Wertlastigkeit der Sozialwissenschaften als ein nicht zu ignorierender Fakt angenommen wird.

Wie der Methodenpluralismus, ist auch der Theorienpluralismus in der Volkswirtschaftslehre nicht als Verlegenheitslösung, etwa in Ermangelung einer Supertheorie, zu verstehen, sondern eher als Schlüssel zum Eintrittstor in den Erfolg wissenschaftlicher Erklärung. Wissenschaft lebt von der gegenseitigen Kritik. Angesichts der weitgehenden Dominanz des neoklassischen Mainstreams in der ökonomischen Lehr- und Forschungslandschaft drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass manche Ökonomen vergessen haben, dass eine konsensuelle Wissenschaft eine tote Wissenschaft ist, in der sich nichts Wesentliches mehr bewegt.

Doch nicht zuletzt die jüngste Weltwirtschaftskrise zwingt die Vertreter der ökonomischen Wissenschaft zur Selbstreflexion, denn der coram publico vorgebrachte Vorwurf, die Volkswirtschaftslehre habe umfänglich versagt, steht als ein Maßstab im Raum, an dem sich künftige Erkenntnisse messen lassen müssen. Veränderungen, die sich im Zeitablauf im Gegenstandsbereich der Volkswirtschaftslehre vollzogen haben und weiterhin vollziehen werden, wirken auf das Selbstbild des Ökonomen zurück. Die Identität des am klassischen Vorbild orientierten Volkswirts besteht bis heute im Beibehalten des in ein marktwirtschaftliches System integrierten Wohlstandsgedankens. Eine erfolgversprechende Beschäftigung mit der Wirtschaft hat demnach im Rahmen einer entsprechenden Forschung und Lehre die theoretischen Mittel zur Erreichung und Koordination gesellschaftlicher Ziele aufzubereiten. Gesellschaftliche Ziele können durchaus ökonomisch geprägt sein, wie beispielsweise das Ziel der Verringerung von Arbeitslosigkeit oder das Ziel des angemessenen wirtschaftlichen Wachstums, aber sie stellen keine ökonomischen Selbstzwecke dar, eben weil die Wirtschaft nicht mehr (aber auch nicht weniger) als ein Subsystem der Gesellschaft ist, das in gegenseitiger Abhängigkeit mit den Subsystemen Politik, Recht und Kultur in die Gesellschaft verwoben ist. Entsprechend kann noch einmal der Klassiker Adam Smith erwähnt werden, denn er hat diesem Gedanken Rechnung getragen, indem er sein ökonomisches Werk als Teil seines Planes einer umfassenden Kultur- oder Philosophiegeschichte der Menschheit verstanden wissen wollte, in der die Aristotelische Tradition der Einheit von Ethik, Politik und Ökonomie gewahrt bleibt.

Aber mit zunehmender Verlagerung des Erkenntnisinteresses auf die isolierte Betrachtung der Funktionsmechanismen der Marktwirtschaft, darauf, wie das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage auf Märkten die Mengen und Preise der Güter verändert, ist diese Einheit aufgebrochen worden. Die daran anschließende Entwicklung hat in der Neoklassik ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden. Zwar hat auch sie ihre Wurzel im Smith‘schen Denken, nämlich in dessen Metapher vom Wirtschaftssystem als imaginärer Maschine, mit der in Gedanken jene verschiedenen Bewegungen und Wirkungen miteinander verbunden werden, die in der Wirklichkeit vorhanden sind. Aber die Ausschließlichkeit, mit der die Neoklassik sich jenen Teil aus dem reichen Erbe der Klassik zum Thema gemacht hat, führte zu einer Ausdifferenzierung einzelner Aufgabenbereiche, die durchaus volkswirtschaftlicher Natur sind, aber die Volkswirtschaft als Ganzes aus dem Blickfeld verlieren.

So nimmt es kaum Wunder, dass der neoklassische mainstream auch innerhalb der ökonomischen Wissenschaftlergemeinschaft zunehmend skeptisch gesehen wird, auch wenn er noch immer akademisch dominant ist und bestenfalls an den Rändern zu bröckeln beginnt. Aus theoriehistorischer Sicht ist mit der „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ von John Maynard Keynes (1883-1950) bereits im Jahre 1936 ein paradigmatischer Gegenentwurf gemacht worden, der sich vorzugsweise darauf konzentrierte, die Marktlehre nicht wie die Neoklassiker angebotsorientiert, sondern nachfrageorientiert zu formulieren und das neoklassische Gleichgewichtsdenken durch einen Ungleichgewichtsansatz zu ersetzen.

Der ebenfalls in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandene ordnungstheoretische Ansatz der Freiburger Schule unter der geistigen Ägide von Walter Eucken (1891-1950) stellte die These der marktwirtschaftlichen Selbstregulation in Frage und wies dem Staat ordnungspolitische Aufgaben zu, die Freiheit und Wettbewerb besser garantieren sollen als das blinde Vertrauen auf die unsichtbare Hand des Marktes, eine Position, die im Konzept der Sozialen Marktwirtschaft bewahrt worden ist.

Neuere volkswirtschaftliche Theorien setzen kritisch am unrealistischen neoklassischen Bild des homo oeconomicus an, der bei Unterstellung vollständiger Information und vollkommener Rationalität nur ein Ziel hat – seinen Nutzen zu maximieren. Bemängelt wird auch die ungenügende Berücksichtigung dynamisch ablaufender Prozesse, die systemhaft eingebettet sind und eher organisch als mechanisch zu erklären sind, wenn man schon natur- oder technikwissenschaftliche Analogien heranziehen möchte. Ein besonderer Kritikpunkt ist eine teilweise übertriebene Formalisierung der Volkswirtschaftslehre, bei der auf verbale Argumentationen nahezu vollständig verzichtet wird und verwunderte Erstsemestler den Eindruck bekommen, die Ökonomik sei ein Nebenzweig der Mathematik.

Alles in allem präsentiert sich auf diese Weise ein Bild, das die Volkswirtschaftslehre keineswegs im normalwissenschaftlichen Stadium präsentiert, sondern tiefe Gräben zwischen den unterschiedlichen Perspektiven auf dasselbe Realphänomen, nämlich die Wirtschaft, offenlegt. Diese sukzessive zu überwinden, den Eintritt in die kritische Phase positiv zu wenden, ist jedoch nicht möglich mit einer Ökonomik, die sich autistisch ausschließlich auf sich selbst bezieht, sondern erfordert eine reflektierte Volkswirtschaftslehre, die in allen ihren Verästelungen ein Ziel nicht aus den Augen verliert, nämlich die wissenschaftliche Hilfestellung bei der Lösung praktischer Probleme, sei es bei der Bewältigung von Krisenprozessen oder bei einer adäquaten wirtschaftspolitischen Beratung. Die Erinnerung an Friedrich August von Hayek (1899-1992) und seine Forderung nach wissenschaftlicher Demut statt Anmaßung von Wissen könnte dabei ebenso hilfreich sein wie die Mahnung von Wilhelm Röpke (1899-1966), dass der Wirtschaftswissenschaftler auch Phänomene „Jenseits von Angebot und Nachfrage“ zu beachten hat.

Die Volkswirtschaftslehre im System der Wissenschaften
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Literaturhinweise

  • Bofinger, Peter (2011), Grundzüge der Volkswirtschaftslehre. Eine Einführung in die Wissenschaft von Märkten, 3. aktualisierte Aufl., München: Pearson Studium;
  • Hayek, F. A. von (1975), Die Anmaßung von Wissen, in: Ordo, 26/1975, S. 12-21;
  • Röpke, Wilhelm (2009, orig. 1958), Jenseits von Angebot und Nachfrage, Düsseldorf: Verlagsanstalt Handwerk GmbH;
  • Smith, Adam (1999, orig. 1776), Untersuchung über Wesen und Ursachen des Reichtums der Völker, hrsg. V. Erich W. Streissler, Tübingen: Mohr Siebeck (UTB 2655);
  • Suntum, Ulrich van (2011), Die unsichtbare Hand, Heidelberg u.a: Springer, 4. Aufl;
  • Ziegler, Bernd (2008), Geschichte des ökonomischen Denkens. Paradigmenwechsel in der Volkswirtschaftslehre, 2. Aufl., München: Oldenbourg Verlag.


Friedrun Quaas