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Oh Happy Day! Teil 2.

“Joyful Gospel“ sind nicht nur bekannt für ihre Gospelklassiker wie “Oh Happy Day“, oder „“I Will Follow Him“, die die Menschen von den Bänken reißen oder selbst zusammengestellte Medleys, die von allen mitgesungen werden können. Auch die selbst geschriebenen und komponierten Stücke berühren nicht nur Gospelfans, sondern Jedermann. Gleich beim ersten Zuhören findet man persönliche Erlebnisse in den Songs schnell wieder. Eine sehr große Unterschützung für Volker Dymel ist 65-jährige Solisten und Songwriterin Ruby Hagedorn. In den vergangenen Jahren schrieb sie bereits über 60 Songs für die Gruppe.

KAS: Seit wann machen Sie schon Gospel?

HAGEDORN: Bei Volker im Gospel habe ich vor 13 Jahren angefangen. Ich habe schon immer Musik gemacht, aber irgendwann wollte ich richtig das Singen lernen. Damals war er mein Gesangslehrer und in der ersten Woche hat er mir als Hausaufgabe aufgegeben, innerhalb von sieben Tagen einen Song zu schreiben. Erst war ich überfordert, doch durch Gottes Hilfe kam so mein erstes Lied zustande.

KAS: Woher nehmen Sie immer wieder Ihre Ideen und Inspirationen?

HAGEDORN: Keine Ahnung! Ich kann mich nicht hinsetzen und sagen, ich schreibe jetzt ein Lied. Irgendwann habe ich ein Wort, einen Satz, der sich dann im Kopf entwickelt und ich schreibe alles auf. Wenn das Blatt dann voll ist, fange ich an, den Text zu singen und die Melodie kommt dabei wie von alleine. Mit der Zeit entwickelt man auch ein Gefühl, was harmoniert und was nicht. Aber ohne Volker geht es überhaupt nicht: Er arrangiert, er hat Ideen, er setzt sie um, er ist einfach der Master.

KAS: Wie viel Zeit investieren Sie für den Gospel?

HAGEDORN: Das kann ich gar nicht genau sagen. Wenn dein Hobby nicht nur ein Hobby, sondern deine Leidenschaft ist, bist du engagiert. Was ich schreibe, glaube und lebe ich auch. Man hat Menschen um sich herum, die es interessiert und das gibt mir zusätzliche Kraft.

KAS: Hilft es Ihnen, Ihre eigenen Gefühle und Erfahrungen zu verarbeiten?

HAGEDORN: Ja, auf jeden Fall. Meine Lieder sind sehr persönlich, aber sie gehen auch jeden etwas an – es sind allgemeine Themen

KAS: Fällt es dann schwer, diese sehr persönlichen Lieder vor Publikum zu singen?

HAGEDORN: Nein, Gott lässt einen nie alleine. Jedes mal vorm Singen bete ich zu Gott und wünsche mir, dass er mir einen Engel zum mitsingen schickt. Er ist immer da.

Wer Volker Dymel und seine Gospelchöre live sehen möchte, kann am 09. November 2013 in die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis gehen. In den letzten Jahren waren die Konzerte immer mit bis zu 2000 Besuchern ausverkauft. Joyful Gospel


von Alina Scheithauer & Phillip F. Wittkamp