Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Soziale Marktwirtschaft

Sozialpartnerschaft

Die konkrete Ausgestaltung der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik auf Branchen- und Betriebsebene übernehmen die Sozialpartner. Im Rahmen von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen verhandeln die jeweils betroffenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam die Löhnhöhe und die wesentlichen Arbeitsbedingungen. Sie kennen die besonderen Bedürfnisse ihrer Branche bzw. ihres Unternehmens am besten und können dadurch gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung und des demographischen Wandels individuell passgenaue Lösungen finden.

Die Sozialpartnerschaft ist ein entscheidender Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft. Vor allem im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 hat die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Staat einzigartige Maßnahmen möglich gemacht. Die Sicherung vieler Arbeitplätze wurde so möglich.

Uns ist es ein wichtiges Anliegen, die Sozialpartnerschaft nachhaltig zu stärken. Deshalb setzten wir uns dafür ein, dass sich der Staat auch weiterhin nicht in die Zuständigkeiten der Sozialpartner einmischt, sondern sich im Sinne guter Ordnungspolitik auf seine Rolle als Hüter der Rechtsordnung konzentriert.

Vorteile für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Staat
  • Arbeitnehmern sichert sie die Mitsprache bei der betriebsinternen Sozialpolitik und der Aufteilung der erwirtschafteten Gewinne. (Schutz- und Verteilungsfunktion)
  • Unternehmen garantiert sie Standards bei Löhnen und Arbeitszeiten und schafft dadurch stabile und planungssichere Rahmenbedingungen. Da Löhne und Arbeitsbedingungen einvernehmlich festgelegt werden, tritt für die Laufzeit des Tarifvertrags das gemeinsame Ziel, der Erfolg des Unternehmens, in den Vordergrund. Die Sozialpartnerschaft beugt daher Konflikten vor und schafft Vertrauen und Verlässlichkeit zwischen Unternehmer- und Arbeitnehmerseite. (Ordnungs- und Befriedungsfunktion)
  • Der Staat wird entlastet, denn er kann die Ausgestaltung der konfliktträchtigen Arbeitsbeziehungen den Arbeitnehmern und Arbeitgebern übertragen.

Kontakt

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Leiter des Teams Wirtschaftspolitik
Matthias Schäfer
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Matthias.Schaefer(akas.de