Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Religion und Politik

Themen

Religion ist ein Thema im öffentlichen Diskurs. Empirische Studien weisen darauf hin, dass im Leben vieler Deutscher Glaube und Religiosität eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig geht die Kirchenbindung spürbar zurück. Religion wird zunehmend in den privaten Bereich abgedrängt. Religiöse Überzeugungen als Handlungsantriebe für politisches Engagement werden diskreditiert und der Wert des Beitrags der Kirchen für das gesellschaftliche Wohl wird angezweifelt.

Daher ist es wichtig, sich mit den die Gesellschaft tragenden Werte auseinanderzusetzen, ihre Herkunft und ihr Gewicht für den Zusammenhalt der Gesellschaft festzustellen und den sich verändernden gesellschaftlichen Gegebenheiten anzupassen.


Religion im öffentlichen Raum

Unsere Gesellschaft ist religiös und weltanschaulich vielfältig geprägt. Diese Pluralität ruft immer wieder Diskussionen über die Rolle von Religion in der Öffentlichkeit hervor. Welche Bedeutung hat Religion für den Zusammenhalt der Gesellschaft? Welche konkreten Inhalte verbinden sich mit dem Grundrecht der Religionsfreiheit? Stichworte sind die religiösen Symbole im öffentlichen Raum und religiös begründete Verhaltensweisen, der diakonisch karitative Auftrag der Religionsgemeinschaften und seine finanziellen Grundlagen sowie Bildungsaufgaben in Universität und Religionsunterricht. mehr…

Christliche Werte in säkularer Politik

Die Politik ist gefordert, angesichts immer komplexerer Sachverhalte und angesichts zunehmender internationaler Verflechtungen Lösungen für die nationale und die internationale Ebene zu finden. Wegweisend für eine an christlichen Werten orientierte Politik ist das christliche Menschenbild. Es steht für die unantastbare Würde des Menschen. Denn der Mensch ist Geschöpf und Ebenbild Gottes. Das schließt den Schutz von den Anfängen bis zum Lebensende ein. mehr…

Dialog: Kirche, Gesellschaft, Politik

Die Kirchentage der beiden Konfessionen bieten in jährlichem Wechsel ein Forum, politische Vorhaben der kirchlich geprägten Öffentlichkeit zu präsentieren und zu diskutieren, um so gesellschaftliche Strömungen zu erfassen. Im Mittelpunkt stehen dabei die gemeinsamen Perspektiven von Kirchen und Politik auf den Menschen, seine Sorgen und Ängste, sein Ringen um Würde und Freiheit. mehr…

Dialog mit Juden

Der Dialog mit Juden entspringt nicht der aus der Globalisierung stammenden Forderung nach Begegnung der Religionen, sondern ist vor allem im Zusammenhang mit der Shoah zu sehen und dem christlichen Antijudaismus, der Christen lähmte, dem nationalsozialistischen Antisemitismus energisch entgegenzutreten. Seit die Konrad-Adenauer-Stiftung im Jahr 1955 ihre Arbeit aufnahm, fühlt sie sich dem Dialog mit Juden verpflichtet. Dabei spielen Verständigung und Versöhnung zwischen Juden und Deutschen nach dem Holocaust eine zentrale Rolle. mehr…

Dialog mit Muslimen

Nicht erst seit dem viel zitierten Satz, dass der Islam zu Deutschland gehöre, werden Gespräche mit Vertretern der islamischen Gemeinschaften in einer Vielzahl von Gremien auf allen Ebenen geführt. Es geht um die religiösen Grundlagen für politisches Handeln. Muslime wollen auch in ihrer religiösen Prägung respektiert werden. mehr…

Bioethik

Die Bioethikdebatten der letzten Jahre – über Gentechnik, vorgeburtliche Diagnostik, PID, Organtransplantation, Hirntod, Sterbehilfe, Stammzellforschung usw. – verdeutlichen die erheblichen Schwierigkeiten, verantwortbare und konsensfähige Wege zu finden. mehr…

Sterbehilfe

Bei der aktuellen Debatte um Sterbehilfe besteht die Aufgabe darin, einerseits dem Recht auf Selbstbestimmung zu entsprechen und Menschen ein Lebensende nach ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen zu ermöglichen. Andererseits aber das Grundrecht auf Lebensschutz zu gewährleisten und zu verhindern, dass die Wertschätzung alter, kranker und hilfsbedürftiger Menschen erodiert. Es geht um die Frage, in welcher Weise die organisierte Suizidbeihilfe verboten werden sollte. mehr…