Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)

„Viele Staaten haben den Austritt zum Anlass genommen, ihre eigenen Klimaschutz-Ambitionen zu unterstreichen.“

Wie Lateinamerika auf den Austritt der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen reagiert, sagt Dr. Christian Hübner im Interview mit kas.de

16. Juni 2017

Als Donald Trump ankündigte, dass die Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollen, herrschte weltweit Enttäuschung, Entsetzen und Bedauern. Auch in Lateinamerika herrscht ein tiefsitzender Frust, sagt Christian Hübner von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er leitet in Peru das Regionalprogramm Energiesicherheit und Klimawandel Lateinamerika.

Der Frust ist verständlich, denn die USA sind der zweitgrößte Klimasünder weltweit. Und Lateinamerika sei eine der am stärksten betroffenen Regionen der Erde: „Wir haben Hochwasser, wir haben Dürreschübe, wir haben Trockenheiten, wir haben intensiver werdende Hurricanes und Hitzewellen. Der Subkontinent Lateinamerika weiß, was Klimawandel bedeutet.“ Das Interesse an der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sei in Lateinamerika vital.

Gefährdet ist nun die Klimafinanzierung, sagt Hübner. Lateinamerika brauche besonders Geld für die Anpassungen an den Klimawandel, doch Trump habe angekündigt, nicht mehr in den Green Climate Fund einzahlen zu wollen. „Es wird definitiv Klimaschutz- oder Saubere-Energie-Projekte in Lateinamerika treffen.“ Doch der Kontinent lasse sich nicht entmutigen, ist der Eindruck von Hübner: „Viele Staaten haben den Austritt zum Anlass genommen, ihre eigenen Klimaschutz-Ambitionen zu unterstreichen.“

Achtung
Aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihren Browsereinstellungen.
Bitte laden Sie das Flash-Plugin hier, um den Inhalt zu sehen. ›

Dr. Christian Hübner im Interview über Lateinamerikas Reaktion auf den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen (5:06 min).

Kontakt

Abbildung
Leiter des Regionalprogramms Energiesicherheit und Klimawandel in Lateinamerika
Dr. Christian Hübner
Tel. +51 1 320 2870
christian.huebner(akas.de