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Trauer um den "Kanzler der Einheit"

Hans-Gert Pöttering im Interview bei Deutschlandfunk

03. Juli 2017

In Straßburg verabschiedeten sich EU-Vertreter und internationale Spitzenpolitiker am Samstag von Helmut Kohl. An der Trauerfeier nahm auch Hans-Gert Pöttering, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, teil. Im Deutschlandfunk-Interview erinnerte er an den „Kanzler der Einheit“ und „Ehrenbürger Europas“. Als prägender Eindruck blieb ihm, dass Kohl ein besonderes Vertrauen bei vielen Regierungschefs der Europäischen Union sowie auch bei Michail Gorbatschow und George W. Bush senior innehatte. So gelang ihm die Widervereinigung Deutschlands 1990.

Insbesondere in der Zeit als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) zwischen 1994 und 1999 hatte Pöttering Kontakt mit Kohl. Damals arbeiteten sie zusammen an der Weiterentwicklung der Europäischen Union und insbesondere am Vertrag von Amsterdam.

Pöttering appellierte an „die heutige politische Generation“, weiter daran zu arbeiten, das die Einigung Europas bestand habe. Gerade in dieser schwierigen Zeit, in der autoritäre Regime in der Welt zunehmen würden, komme es auf Deutschland und Europa an. „Ich bin zuversichtlich, dass Europa und die Verantwortlichen das richtig tun und die europäische Einheit bewahren werden“.

Den Radio-Beitrag hören Sie auf Deutschlandfunk.de hier.

Dr. Hans-Gert Pöttering