Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft in der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung

In den Schwerpunktprojekten Soziale Marktwirtschaft, Ethik der modernen Bürgergesellschaft und Zukunft Europas erarbeiten Fachleute der Konrad-Adenauer-Stiftung innovative Lösungsansätze für die Politikberatung.

Von herausgehobener Bedeutung ist die Bildungspolitik. Die Konrad-Adenauer-Stiftung erarbeitet detaillierte Vorschläge für Verbesserungen im deutschen Bildungswesen. Ferner unterstützt sie den Wissenstransfer in die Entwicklungsländer und fördert dort praxisnahe Bildungsangebote.

In der Europa- und Außenpolitik stehen die zukünftige Gestalt Europas, das deutschamerikanische Verhältnis, die transatlantische Sicherheitsordnung und das Projekt „Dialog mit dem Islam“ im Mittelpunkt. Weiterer Schwerpunkt: Die durch die Globalisierung aufgeworfenen Fragen nach einer Ordnung der globalen Ökonomie.

Die Forschungsergebnisse gehen in die Arbeit von zwei Bildungszentren und 19 Bildungswerken ein, die im Inland mit ihren Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen jährlich rund 145.000 Menschen erreichen. In Seminaren der Begabtenförderung diskutiert die Konrad-Adenauer-Stiftung mit ihren rund 1.700 Stipendiaten aus über 30 Ländern die heutigen Herausforderungen und vermittelt die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft.

In ihrer internationalen Zusammenarbeit berät die Konrad-Adenauer-Stiftung mit 70 Auslandsbüros in über 120 Ländern Regierungen, Gewerkschaften, Parteien, NGOs, Journalisten, Religionsführer und Politiker mit dem Ziel, stabile demokratische und wirtschaftliche Verhältnisse zu ermöglichen (Übersicht aller Maßnahmen zur Sozialen Marktwirtschaft). Ein in über 40-jähriger Arbeit entstandenes Netzwerk macht die Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem globalen Akteur, der mit weltweiten Problemen und Entwicklungschancen vertraut ist. Durch ihre Wertorientierung und ihr ordnungspolitisches Verständnis ist sie ein geschätzter Partner für alle, denen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ein Anliegen ist – im Inland wie im Ausland. Die Konrad-Adenauer-Stiftung versteht sich als Verwalter des geistigen Erbes Konrad Adenauers und der Grundwerte der christlichen Demokratie in Deutschland. Zu diesem Erbe gehört auch die Soziale Marktwirtschaft.

Der ordnungspolitische Dialog zur Sozialen Marktwirtschaft ist eines der Kernthemen der internationalen Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung. Wir sind der Überzeugung, dass die Prinzipien der Sozialen Markwirtschaft auch global als Leitbild für die Verknüpfung von Wachstum und sozialem Ausgleich dienen können. Sie begründen eine Ordnung, die nach Gerechtigkeit strebt und die vielen Staaten im Hinblick auf eine wirtschaftlich und sozial nachhaltige Entwicklung eine Orientierungshilfe sein kann. Eine Vielzahl der in Deutschland gemachten wirtschaftspolitischen Erfahrungen und damit auch einzelne Elemente der Sozialen Marktwirtschaft können nach unserer Ansicht für die Partnerländer von Interesse und für die wirtschaftspolitische Debatte vor Ort hilfreich sein. Der Konrad-Adenauer-Stiftung geht es dabei primär darum, ökonomisches Wissen in Fragen der Wirtschaftspolitik und insbesondere der Wirtschaftsordnungspolitik zu transferieren.

Soziale Marktwirtschaft, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gehen Hand in Hand. Der ordnungspolitische Dialog zur Sozialen Marktwirtschaft kann damit einerseits Türöffner des politischen Dialogs zu Rechtsstaat und Demokratie dort sein, wo der direkte Zugang zu diesen Themen aus ideologischen Gründen versperrt bleibt. Die Diskussion über die Soziale Marktwirtschaft kann darüber hinaus auf einer Metaebene dazu dienen, die Notwendigkeit ordnungspolitischen Denkens überhaupt zu akzeptieren.

Dabei ist die pauschale Übertragung eines wie auch immer gearteten Ordnungsmodells von einer Gesellschaft auf eine andere kaum möglich, in jedem Fall aber nicht sinnvoll. Die jeweiligen kulturellen, sozialen und ethnischen Gegebenheiten müssen bei der Entwicklung einer ordnungspolitischen Konzeption ebenso berücksichtigt werden wie die im Zeitablauf sich ändernden ökonomischen Entwicklungsbedingungen. Ziel wirtschaftspolitischer Beratung kann es daher nicht sein, eine konkrete, in einem Industrieland entwickelte ordnungspolitische Konzeption wie die Soziale Marktwirtschaft auf ein Entwicklungsland zu übertragen. Der ordnungspolitische Dialog der Konrad-Adenauer-Stiftung berücksichtigt bei der Vermittlung von Elementen der Sozialen Marktwirtschaft regionale, historische, kulturelle, religiöse und wertmäßige Unterschiede. Die Gestaltung eines Wirtschaftssystems bleibt der autonomen Entscheidung eines souveränen Staates vorbehalten. Die wirtschaftspolitische Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung kann daher nur auf der Basis eines vertrauensvollen ordnungspolitischen Dialogs stattfinden.

Achtung
Aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihren Browsereinstellungen.
Bitte laden Sie das Flash-Plugin hier, um den Inhalt zu sehen. ›

Soziale Marktwirtschaft als Chance – eine Animation über die Prinzipien der Wirtschaftsordnung in Deutschland